Bauversicherung fĂŒr Neubau und Umbau im Griff
mit vergleichen24.de

Bauversicherung fĂŒr Neubau und Umbau

Vergleichen24 | Bauversicherung fĂŒr Neubau und UmbauEin Hausbau ist rein versicherungstechnisch ein hochriskantes Unterfangen. Denn auf der Baustelle arbeiten viele verschiedene Menschen auf engstem Raum mit gefĂ€hrlichen Maschinen und schwerem GerĂ€t unter Zeitdruck zusammen. Noch dazu können Wetterkapriolen, Feuer oder Vandalismus den Baufortschritt empfindlich stören. Damit aus dem Traum vom Eigenheim fĂŒr den Bauherrn kein finanzieller Alptraum wird, sollten sich HĂ€uslebauer einen soliden Versicherungsschutz zulegen. FĂŒr die optimale Absicherung wĂ€hrend der Bauphase sorgen vier Bauversicherungen:

  • Bauherrenhaftpflichtversicherung
  • Bauleistungsversicherung
  • Feuerrohbauversicherung
  • Private Bauhelferversicherung

wichtige Bauversicherungen:

Unverzichtbar: die Bauherrenhaftpflichtversicherung

Laut Versicherungsprofis ist die Bauherrenhaftpflichtversicherung die wichtigste Police im Aktenordner eines Bauherrn. Wie im Alltag die private Haftpflichtversicherung, schĂŒtzt die Bauherrenhaftpflichtversicherung vor den Folgen von Schadenersatzforderungen nach einem Unfall auf der Baustelle.

Warum lohnt sich der Abschluss einer Bauherrenhaftpflichtversicherung?

Der Bauherr haftet nĂ€mlich auch hier fĂŒr alle Personen- und SachschĂ€den Dritter – und zwar unbegrenzt. Dabei kann das finanzielle Ausmaß schnell unkalkulierbar und die Rechnungen unbezahlbar werden. Verletzt sich beispielsweise ein Passant durch einen herabfallenden Mauerstein so schwer, dass er arbeitsunfĂ€hig bleibt, muss der Bauherr ein Leben lang fĂŒr Behandlungen, den Verdienstausfall oder notwenige Umbauten im Haus des GeschĂ€digten aufkommen. Die Bauherrenhaftpflichtversicherung ĂŒbernimmt solche Zahlungen.

Welche SchÀden sind im Rahmen einer Bauherrenhaftpflichtversicherung mitversichert?

Wird Dritten auf einer Baustelle ein Schaden zugefĂŒgt, schĂŒtzt eine Bauherrenhaftpflichtversicherung zuverlĂ€ssig vor Schadensersatzforderungen bei Personen-, Sach- und VermögensschĂ€den. Sie reguliert SchĂ€den durch eine unzureichende Sicherung der Baustelle, nicht vorschriftsmĂ€ĂŸige Beleuchtung, nicht ausreichende Absperrung des BaugelĂ€ndes, Lagerungen von Baumaterialien ĂŒber den Straßenrand hinaus, die unsachgemĂ€ĂŸe Lagerung von Baumaterial auf dem Bauplatz, schadhafte oder ungĂŒnstig platzierte ZĂ€une, herabstĂŒrzende GerĂŒste, eine mangelhafte Abdeckung von Gruben oder Belade- und EntladevorgĂ€nge. Außerdem ĂŒbernimmt die Bauherrenhaftpflichtversicherung Zahlungen bei

  • LeitungsschĂ€den an Erd- Frei- oder Oberleitungen
  • BeschĂ€digungen an BĂ€umen auf dem NachbargrundstĂŒck
  • StĂŒrzen von Passanten auf dem verunreinigten oder vereisten BĂŒrgersteig
  • SchĂ€den durch Staub oder Schmutz bei Anliegern
  • SachschĂ€den durch die Senkung eines GrundstĂŒcks, ErschĂŒtterungsschĂ€den oder einen Erdrutsch
  • SchĂ€den durch die allmĂ€hliche Einwirkung von Temperatur, Gasen, DĂ€mpfen, Feuchtigkeit und NiederschlĂ€gen
  • SchĂ€den aus dem Gebrauch von Kraftfahrzeugen wie Bagger
  • UmweltschĂ€den wie die Verunreinigung von GewĂ€ssern oder Grundwasser
  • SchĂ€den durch die Lagerung gewĂ€sserschĂ€dlicher Stoffe (Kleingebinde) wie Farben, Lacke oder Haushaltsreiniger
  • SchĂ€den durch hĂ€usliche AbwĂ€sser

Welche Leistungen sind bei einer Bauherrenhaftpflicht im Schadensfall mit inbegriffen?

Eine Bauherrenhaftpflichtversicherung springt wĂ€hrend der Bauphase ein, wenn Menschen oder Eigentum Dritter durch die eigene Baustelle in Mitleidenschaft gezogen werden und Schadensersatzforderungen folgen.  Die Absicherung greift auch bei FahrlĂ€ssigkeit und schließt die Arbeiten privater Bauhelfer mit ein. DarĂŒber hinaus fungiert die Versicherung als Rechtsschutz, indem sie die RechtmĂ€ĂŸigkeit und Höhe der ErsatzansprĂŒche prĂŒft und bei zweifelhaften Forderungen auch Gerichtskosten trĂ€gt.

Welche Leistungen sind bei einer Bauherrenhaftpflichtversicherung im Schadensfall nicht mit inbegriffen?

Die meisten Versicherer schließen SchĂ€den, die der Bauherr, seine Helfer oder eine beauftragte Person beim Gebrauch von Kraftfahrzeugen und KraftfahrzeuganhĂ€ngern verursachen, aus. Im Versicherungsschutz nicht enthalten sind ferner SchĂ€den

  • am eigenen Bauwerk
  • an geliehenen oder gemieteten Sachen
  • durch die VerĂ€nderung der GrundwasserverhĂ€ltnisse
  • durch Überschwemmungen
  • nach ErschĂŒtterungen durch Rammarbeiten
  • durch die allmĂ€hliche Einwirkung von hohen und tiefen Temperaturen, Gasen, DĂ€mpfen, Feuchtigkeit, NiederschlĂ€ge, Rauch, Ruß oder Staub

Wie hoch sollte die Deckungssumme der Bauherrenhaftpflichtversicherung sein?

Mindestens drei Millionen Euro sollte die Deckungssumme fĂŒr eine Bauherrenhaftpflichtversicherung sein. Da die Versicherung immer nur bis zur vereinbarten Deckungssumme zahlt, empfehlen Experten mittlerweile aber eher eine Versicherungssumme von fĂŒnf bis zehn Millionen Euro. Ratsam ist es außerdem, fĂŒr Personen- und SachschĂ€den eine Pauschalsumme auszuhandeln. Dadurch steht nach jedem Schadensfall die gesamte Versicherungssumme pro Personen- oder Sachschaden zur VerfĂŒgung. Auch wenn VermögensschĂ€den relativ selten vorkommen, sollten diese mit mindestens 250 000 Euro in der Bauherrenhaftpflichtversicherung mitberĂŒcksichtigt werden.

Nach welchen Faktoren wird der Beitrag zur Bauherrenhaftpflichtversicherung berechnet?

Die PrĂ€mie fĂŒr eine Bauherrenhaftpflichtversicherung orientiert sich an der Gesamtbausumme des Projekts, aber auch an der Art des Bauvorhabens (Neubau, Altbau, Fertighaus, Mehrfamilienhaus), der WohnflĂ€che und der voraussichtlichen Dauer der Baumaßnahmen. Bei Baukosten von 250 000 Euro liegt der Beitrag bei etwa 250 Euro. Er wird einmalig fĂŒr die gesamte Bauzeit fĂ€llig. Eigenleistungen verteuern die PrĂ€mie in der Regel, um dem erhöhten Risiko Rechnung zu tragen.

Welche Vorteile hat eine Bauherrenhaftpflichtversicherung?

Die Bauherrenhaftpflichtversicherung bewahrt den Bauherren vor dem finanziellen Ruin, denn sie ĂŒbernimmt Zahlungen fĂŒr Schadensersatzforderungen Dritter, die auf der Baustelle verunglĂŒckt sind. Ohne Bauherrenhaftpflichtversicherung muss der Bauherr fĂŒr entstandene SchĂ€den in unbegrenzter Höhe aus eigener Tasche zahlen. Auch die unmittelbare Umgebung des GrundstĂŒcks, etwa der angrenzende Fußweg, ist versichert. Neben der Schadensregulierung fĂŒr berechtigte AnsprĂŒche beinhaltet die Bauherrenhaftpflicht auch einen passiven Rechtschutz, der fĂŒr den Bauherrn unberechtigte Forderungen abwehrt, notfalls sogar vor Gericht.

Welche Nachteile hat eine Bauherrenhaftpflichtversicherung?

Eine Bauherrenhaftpflichtversicherung ist kein Rundum-Schutz. Sie deckt ausschließlich SchĂ€den Dritter ab. FĂŒr im Haushalt lebende Familienmitglieder, die auf der Baustelle zu Schaden kommen, besteht kein Versicherungsschutz. Auch SchĂ€den am eigenen Bau werden durch die Bauherrenhaftpflichtversicherung nicht abgedeckt.

Bauleistungsversicherung: die Vollkaskoversicherung fĂŒr den Bau

Die Bauherrenhaftpflichtversicherung ist unverzichtbar, hat aber ein entscheidendes Manko: sie kommt nicht fĂŒr SchĂ€den am eigenen Besitz auf. Wer auch seine eigene Baustelle vor den Folgen schĂ€dlicher EinflĂŒsse schĂŒtzen möchte, braucht eine Bauleistungsversicherung.

Warum lohnt sich der Abschluss einer Bauleistungsversicherung?

Wird beim Hausbau durch ein unvorhergesehenes Ereignis die schon erbrachte Bauleistung beschĂ€digt oder zerstört, muss meist der Bauherr fĂŒr die Wiederherstellung geradestehen. Geht es um eine besonders kostspielige Wiederherstellung eines Gewerkes, droht dem Bauherren im schlimmsten Fall die Insolvenz. Die Bauleistungsversicherung dagegen bietet Schutz vor den finanziellen Folgen von Zerstörungen oder SchĂ€den am Bauobjekt durch unvorhergesehene Ereignisse wie ein schwerer Sturm, FahrlĂ€ssigkeit oder auch Konstruktions- und Materialfehler sowie Fehler bei der BauausfĂŒhrung. Mit den Zahlungen aus einer Bauleistungsversicherung kann die Schadensstelle aufgerĂ€umt, gereinigt und wieder in den Originalzustand vor Eintritt der SchĂ€digung versetzt werden.

Welche SchÀden sind im Rahmen einer Bauleistungsversicherung mitversichert?

Die Bauleistungsversicherung reguliert SchĂ€den durch Naturgewalten, mutwillige Zerstörung, FahrlĂ€ssigkeit seitens der Bauarbeiter oder Diebstahl. Die Absicherung deckt sowohl SchĂ€den am Hochbau als auch am Tiefbau ab. Versichert sind nicht nur die eigentlichen Bauleistungen, sondern auch die fĂŒr den Bau notwendigen Baustoffe und Bauteile. Die Versicherer ĂŒbernehmen in der Regel die Kosten bei SchĂ€den durch

  • Glasbruch der gesamten fest eingebauten Verglasungen bis zur Fertigstellung des GebĂ€udes
  • Diebstahl von Teilen, die mit dem GebĂ€ude fest verbundenen sind
  • fahrlĂ€ssige und böswillige Handlungen Dritter
  • den Baugrund oder die Bodenmassen des BaugrundstĂŒcks
  • unbekannte Eigenschaften des Baugrundes
  • aufsteigendes Grundwasser
  • GebĂ€udeteile, die undicht sind
  • Aufschwimmen des GebĂ€udes
  • elementare Ereignisse wie StĂŒrme, frostige Winter, Hagelschauer und Starkregen.
  • FahrlĂ€ssigkeit und Böswilligkeit der bauausfĂŒhrenden Firmen
  • Hochwasser
  • beschĂ€digte Fertigteile, die auf der Baustelle lagern
  • austretendes Leitungswasser

Welche Leistungen sind bei einer Bauleistungsversicherung im Schadensfall mit inbegriffen?

Die Bauleistungsversicherung ersetzt alle Kosten fĂŒr eine Wiederherstellung schon erbrachter Bauleistungen und die Neuanschaffung notweniger Bauteile und -stoffe. Sie ĂŒbernimmt auch die Aufwendungen, die fĂŒr AufrĂ€um- und Reinigungsarbeiten erforderlich sind. Die Bauleistungsversicherung bezahlt bei Bedarf auch einen Schadensgutachter, der bei strittigen Sachlagen Verursacher, Art und Ausmaß des Schadens ermittelt. Zum Leistungskatalog einer Bauleistungsversicherung gehören

          • Diebstahl von Bauteilen, die fest mit dem GebĂ€ude verbunden sind
          • ungewöhnliche WitterungseinflĂŒsse
          • Vandalismus
          • Glasbruch
          • Mehrkosten fĂŒr Überstunden
          • Kosten fĂŒr die RĂ€umung und Reinigung des Schadenortes sowie die Entsorgung zerstörter Bauteile
          • Schadensuchkosten; der BausachverstĂ€ndige beugt mit seiner Expertise langen,  nervenaufreibendem und teuren Auseinandersetzungen vor.
          • Rechtsstreitigkeiten, die in Verbindung mit einem Hausbau besonders hĂ€ufig vorkommen
          • SchĂ€den durch Brand, Blitzschlag und Explosion. Diese Leistungsbausteine mĂŒssen bei vielen Versicherern extra versichert und zusĂ€tzlich in die Police mit aufgenommen werden.
          •  Absturz eines Luftfahrzeuges, innere Unruhen, Streik oder Aussperrung: solche EventualitĂ€ten sind meistens nicht standardmĂ€ĂŸig im Versicherungsumfang enthalten, können aber bei den meisten Versicherern als Zusatzbaustein hinzugebucht werden

Welche Leistungen sind bei einer Bauleistungsversicherung im Schadensfall nicht mit inbegriffen?

Ist auf der Baustelle gelagertes, noch nicht verbautes Material von Ă€ußeren EinflĂŒssen betroffen, greift die Bauleistungsversicherung nicht.  Nicht versichert sind außerdem SchĂ€den durch normale, der Jahreszeit entsprechenden WitterungseinflĂŒsse wie Regen, Schnee oder Frost. Auch Feuer, Diebstahl von auf dem BaugrundstĂŒck lagernden Materialien, Pfusch am Bau, fehlerhafte Umbauarbeiten und SchĂ€den an bereits fertiggestellten und abgenommen Gewerken schließt die Police einer Bauleistungsversicherung aus.

Wie hoch sollte die Deckungssumme der Bauleistungsversicherung sein?

Um eine ausreichende Versicherungssumme fĂŒr ein Bauvorhaben zu ermitteln, mĂŒssen die Herstellungskosten fĂŒr ein Haus berechnet werden. Die Summe aller Leistungen plus Material und Bauteile ergeben die zu versichernde Summe fĂŒr eine Bauleistungsversicherung. Mit eingerechnet werden auch Eigenleistungen, Stundenlohnarbeiten, der Neuwert der Baustoffe und Bauteile sowie anfallende Kosten fĂŒr die Anlieferung und das Abladen von Baumaterialien.

Nach welchen Faktoren wird der Beitrag zur Bauleistungsversicherung berechnet?

Der wichtigste Richtwert fĂŒr die Berechnung der PrĂ€mie ist die Höhe der endgĂŒltigen Herstellungskosten fĂŒr ein Bauvorhaben. Diese wiederum setzt sich aus den Leistungen der beauftragten Firmen, Stundenlohnarbeiten, der Eigenleistungen des Bauherrn, dem Neuwert der benötigten Baustoffe und Bauteile sowie Kosten fĂŒr die Anlieferung und das Entladen von Baumaterialien zusammen.

Auch die Art des Bauvorhabens (Neubau, Altbau, Fertighaus oder massive Konstruktion) und die voraussichtliche Dauer der Bauarbeiten spielen bei der Berechnung der VersicherungsprĂ€mie eine Rolle. Zudem können besondere VerhĂ€ltnisse des BaugrundstĂŒckes zu RisikozuschlĂ€gen fĂŒhren Die BeitrĂ€ge fĂŒr eine Bauleistungsversicherung variieren je nach Leistungspaket und Versicherer stark und bewegen sich zwischen 300 und 1000 Euro. Auch wenn die Bauleistungsversicherung teurer als eine Bauherrenhaftpflichtversicherung ist: ihr Abschluss lohnt, da ein unvorhergesehenes Ereignis das gesamte Bauvorhaben gefĂ€hrden kann.

Welche Vorteile hat eine Bauleistungsversicherung?

Ein Hausbau bringt viele unkalkulierbare Risiken mit sich. Dazu gehören Wetterkapriolen, ein leichtsinniger Bauhelfer, dreiste Diebe oder Vandalismus. Diese Ereignisse sind unvorhersehbar und können den Baufortschritt empfindlich stören. Im schlimmsten Fall bedeuten sie sogar den Baustopp, weil Gelder fĂŒr die Wiederbeschaffung gestohlener Bauteile oder die Wiederherstellung beschĂ€digter Gewerke fehlen. Die Bauleistungsversicherung sorgt dafĂŒr, dass es auch nach einem hohen Schaden am Bau unverzĂŒglich weitergehen kann.

Welche Nachteile hat eine Bauleistungsversicherung?

In keinem Fall ĂŒbernimmt die Bauleistungsversicherung SchĂ€den durch normale WitterungseinflĂŒsse wie Dauerregen im Sommer oder Frost im Winter. Hier muss der Bauherr fĂŒr entsprechende Schutzmaßnahmen auf der Baustelle sorgen. Die Unterscheidung zwischen normalem Wetter und plötzlich eintretendem WetterphĂ€nomen kann zuweilen schwierig sein.  Auch gegen Pfusch am Bau kann sich der Bauherr nicht versichern. Als Nachteil können sich bei einer Bauleistungsversicherung außerdem die Kosten fĂŒr eine Selbstbeteiligung im Schadensfall erweisen. Bei manchem Versicherer ist die Selbstbeteiligung unverhĂ€ltnismĂ€ĂŸig hoch angesetzt.

Die Feuerrohbauversicherung: eine wichtige ErgÀnzung

Als sehr empfehlenswerte ErgÀnzung zur Bauleistungsversicherung ist die Feuerrohbauversicherung zu betrachten.

Warum lohnt sich der Abschluss einer Feuerrohbauversicherung?

Mit dieser Police ist ein Rohbau gegen die finanziellen Folgen von SchĂ€den durch Feuer, Blitzschlag oder eine Explosion geschĂŒtzt. Wird ein Bau durch eine defekte Gasleitung, einen Kurzschluss oder Brandstiftung in Mitleidenschaft gezogen, ĂŒbernimmt die Feuerrohbauversicherung die Kosten fĂŒr die Wiederherstellung der zerstörten Bauabschnitte sowie die Wiederbeschaffung von Baustoffen und Bauteilen. Sie tritt ebenso fĂŒr FolgeschĂ€den durch Rauchentwicklung oder Löschwasser ein.

Wie hoch sollte die Deckungssumme einer Feuerrohbauversicherung sein?

Der Abschluss einer Feuerrohbauversicherung wird von den meisten Banken ĂŒbrigens zur Kreditabsicherung verlangt. Denn sie gewĂ€hrleistet, dass nach einem Brand genug Geldmittel zur Fortsetzung und Fertigstellung des Bauvorhabens zur VerfĂŒgung stehen und keine weitere Finanzierungsaufstockung erforderlich ist. Die Deckungssumme einer Feuerrohbauversicherung muss so hoch sein, dass auch der schlimmste Fall, nĂ€mlich der komplette Wiederaufbau eines Rohbaus, berĂŒcksichtigt ist.

Nach welchen Faktoren wird der Beitrag zur Feuerrohbauversicherung berechnet?

Die Feuerrohbauversicherung kann nicht als einzelne Versicherung abgeschlossen werden. Innerhalb der Bauleistungsversicherung ist sie als zusÀtzlicher Leistungsbaustein gegen Aufpreis erhÀltlich. Die Kosten orientieren sich auch hier am Wert des neu zu errichtenden Rohbaus.

Empfehlenswert ist es allerdings, die Feuerrohbauabsicherung mit einer WohngebĂ€udeversicherung  zu kombinieren. Entscheidet man sich bereits zu Baubeginn fĂŒr eine spĂ€tere WohngebĂ€udeversicherung, wird die Feuerrohbauversicherung vom Versicherer meist kostenlos fĂŒr die Bauzeit von bis zu 24 Monaten zur VerfĂŒgung gestellt. Weiterer Vorteil: Sind Feuerrohbauversicherung und GebĂ€udeversicherung beim selben Versicherer abgeschlossen, entsteht keine gefĂ€hrliche DeckungslĂŒcke.  Direkt nach der Bauabnahme des Rohbaus erlischt die Feuerversicherung automatisch und der Schutz der GebĂ€udeversicherung tritt in Kraft.

Die private Bauhelferversicherung schĂŒtzt bei Eigenleistung

Wer viele Eigenleistungen beim Hausbau plant, sollte auf eine private Bauhelferversicherung nicht verzichten. Nur so sind die fleißigen Helfer sowie der Bauherr und seine Familie auf der gefahrentrĂ€chtigen Baustelle gut abgesichert.

Warum lohnt sich der Abschluss einer privaten Bauhelferversicherung?

Auch private Bauhelfer mĂŒssen bei der Bau-Berufsgenossenschaft gemeldet und versichert werden. Allerdings sind die Leistungen der gesetzlichen Bauhelferversicherung im Schadensfall begrenzt; auch greift die gesetzliche Versicherung nur, wenn auf der Baustelle alle UnfallverhĂŒtungsvorschriften der Genossenschaft eingehalten wurden.  Bauherren, dessen Partner und nahe Familienangehörige sowie GefĂ€lligkeitshandlungen sind ĂŒber die Bau-BG gar nicht abgesichert.

Damit Freunden, Bekannten und Arbeitskollegen die Hilfsbereitschaft nach einem Unfall nicht zum Nachteil gerĂ€t und der Bauherr sich durch hohe Schadensersatzforderungen eines verunglĂŒckten Bauhelfers nicht in finanzielle Schwierigkeiten manövriert, sollten alle HĂ€uslebauer fĂŒr einen zuverlĂ€ssigen und umfassenden Versicherungsschutz in Form einer privaten Bauhelferversicherung sorgen. Diese bietet den Versicherten verbesserte Leistungen im InvaliditĂ€ts- oder Todesfall, fĂŒr medizinische Behandlungen und Reha-Maßnahmen oder notwendige Umbauten fĂŒr barrierefreies Wohnen.

Welche Leistungen sind bei einer privaten Bauhelferversicherung im Schadensfall mit inbegriffen?

Zu den möglichen Unfallszenarien gehören StĂŒrze von GerĂŒsten, Treppen oder dem Dach, Verletzungen durch herabfallende Bauteile, Blessuren durch die ungeschickte Handhabung von ArbeitsgerĂ€ten, das Stolpern ĂŒber umherliegende Baustoffe oder Missgeschicke beim Be- und Entladen. Als Unfall gilt auch, wenn durch eine erhöhte Kraftanstrengung an Gliedmaßen oder an der WirbelsĂ€ule ein Gelenk verrenkt wird oder Muskeln, Sehnen, BĂ€nder oder Kapseln gezerrt oder zerrissen werden.

Bereits ab einer unfallbedingten InvaliditĂ€t von nur einem Prozent leistet die private Bauhelferversicherung eine Kapitalauszahlung. Die EntschĂ€digung kann in Form von Einmalzahlungen oder einer lebenslangen Rente erfolgen. Damit können notwenige Behandlungen Umbauten in der Wohnung oder am Auto sowie gegebenenfalls Umschulungsmaßnahmen finanziert werden.

Nach welchen Faktoren wird der Beitrag zu einer privaten Bauhelferversicherung berechnet?

Die Kosten der privaten Bauhelferversicherung werden durch den Umfang der Versicherungsleistung sowie die Anzahl der versicherten Bauhelfer bestimmt. Pro Bauhelfer berechnen die Versicherer eine Pauschale. Je nach Police und Leistungsumfang kostet eine private Absicherung zwischen 20 und 70 Euro pro Bauhelfer.

Muss ich mein unbebautes GrundstĂŒck versichern?

Auch der EigentĂŒmer eines unbebauten GrundstĂŒckes haftet fĂŒr SchĂ€den, die sich Dritte auf seinem Grund und Boden zuziehen. Das Aufstellen eines Schildes samt Warnhinweis schĂŒtzt ihn nicht vor Schadensersatzforderungen nach einem Unfall.

VerstĂ¶ĂŸt der GrundstĂŒckseigentĂŒmer gegen die sogenannte Verkehrssicherungspflicht, muss er fĂŒr alle entstehenden SchĂ€den und Folgekosten aufkommen. Mit einer Grundbesitzerhaftpflichtversicherung fĂŒr unbebaute GrundstĂŒcke lĂ€sst sich dieses Risiko abdecken. Sie greift beispielsweise, wenn der EigentĂŒmer im Winter seiner Streupflicht nicht nachkommt, ein SpaziergĂ€nger auf dem glatten Gehweg stĂŒrzt und sich dabei verletzt. Oder wenn ein alter Baum auf dem GrundstĂŒck umknickt und in ein parkendes Auto kracht. Die Versicherung ist allerdings nur sinnvoll, wenn der Baubeginn noch nicht feststeht oder eine Bebauung nicht geplant ist.

Wie versichern bei Um- oder Ausbau?

FĂŒr den Umbau oder Ausbau einer Immobilie in Eigen­leistung, zum Beispiel einen Dach­ausbau, ist meist keine spezielle Bauherrenhaftpflicht­versicherung nötig. Kleinere Bauvorhaben decken bereits viele Privathaft­pflicht­versicherungen mit ab. Je nach Police greift der Schutz bei Um- oder Ausbau bis zu einer Bausumme von 25 000 Euro, 100 000 Euro oder sogar unbe­grenzt.

Was sollte ich beachten, bevor ich eine Bauversicherung abschließe?

Vergleichen24 | Bauversicherung fĂŒr Neubau und UmbauAlle Versicherungen, die Risiken rund um die Baustelle abdecken, mĂŒssen Bauherren vor dem ersten Spatenstich abschließen. Dabei sollten sie unbedingt prĂŒfen, ob die Police alle Leistungen beinhaltet, die benötigt werden. Oft muss das Einbringen der eigenen Leistung extra versichert werden. Auch besondere UmstĂ€nde wie die Lage des zu bebauenden GrundstĂŒcks in einem hochwassergefĂ€hrdeten Gebiet oder einer Umweltschutzzone wollen die Versicherer vor Abschluss des Versicherungsschutzes wissen.

Bei der Festsetzung der Versicherungssumme sollten sich Bauherren nicht von ĂŒbertriebener Sparsamkeit leiten lassen. Eine zu niedrig angesetzte Deckungssumme kann sich im Schadensfall bitter rĂ€chen. Die Versicherung haftet nur bis zur vereinbarten Versicherungssumme, der Bauherr dagegen unbegrenzt und ein Leben lang.

Die Bauherrenhaftpflichtversicherung greift bereits bei Erwerb des Grundbesitzes und reicht bis zur Fertigstellung des Hauses. Wenn bereits beim GrundstĂŒckskauf abzusehen ist, dass der Hausbau innerhalb der nĂ€chsten zwei Jahre fertig gestellt sein wird, sollte die Bauherrenhaftpflichtversicherung direkt mit dem Erwerb von Grund und Boden abgeschlossen werden.

Was sollte ich tun, wenn ein Schadensfall eintritt?

Nach einem UnglĂŒck auf einer Baustelle sollten Bauherren sofort Kontakt mit ihrem Versicherer aufnehmen. Der Versicherungsnehmer ist verpflichtet, den Schaden nach Möglichkeit abzuwenden oder zu mindern.

Der Versicherer ist umgehend zu benachrichtigen. Der Unfallhergang und UmstĂ€nde, die zum UnglĂŒck gefĂŒhrt haben, sind dabei möglichst genau zu schildern. Fotos von der Unfallstelle sind zur Dokumentation des Schadensereignisses hilfreich.

Ohne vorherige Absprache mit dem Versicherer sollten keine Zahlungen an einen GeschĂ€digten geleistet werden. Auch ein voreiliges SchuldeingestĂ€ndnis kann den Versicherungsschutz gefĂ€hrden. Der Versicherer ist auch zu informieren, wenn nach einem UnglĂŒcksfall eine Klage gegen den Bauherrn erhoben wurde oder bereits AnsprĂŒche geltend gemacht wurden. Alle SchriftstĂŒcke, die den Schadensfall betreffen, reicht man am besten komplett beim Versicherer ein.

Wann setzt der Versicherungsschutz ein?

Bauversicherungen sollen Risiken wĂ€hrend der Bauphase abdecken und gelten daher nur fĂŒr einen begrenzten Zeitraum. Die Zahlungen werden meist einmalig geleistet. Der Versicherungsschutz setzt zum im Versicherungsschein angegebenen Datum ein. Allerdings nur, wenn die Zahlung der PrĂ€mie rechtzeitig erfolgt ist. FrĂŒhestmöglich kann der Vertrag einen Tag nach Antragstellung, ab zwölf Uhr mittags, in Kraft treten. Der Versicherungsschutz erstreckt sich auf die Dauer der Bauzeit und endet grundsĂ€tzlich mit der Bauabnahme.

Welchen Nutzen hat ein Vergleich der Bauversicherungen fĂŒr mich?

Der Geldbeutel ist durch ein Bauvorhaben sowieso schon strapaziert genug. Deshalb sollte man vor dem Abschluss von Bauversicherungen Preise und Leistungen genau vergleichen. Der Preis fĂŒr eine Police allein sagt allerdings nichts ĂŒber den Versicherungsschutz; immer mĂŒssen auch die einzelnen Leistungen einer Absicherung bewertet werden. Mit Online-Vergleichsrechnern können Leistungs-Bausteine, Versicherungsbedingungen und BeitrĂ€ge ganz einfach und unverbindlich verglichen werden. Zudem können sogenannte Kombi-Rabatte geprĂŒft werden. Viele Versicherer gewĂ€hren attraktive PreisnachlĂ€sse fĂŒr eine Kombination von Bauherrenhaftpflicht- und Bauleistungsversicherung.

Kann ich die Bauversicherungen von der Steuer absetzen?

Der Gesetzgeber erkennt Versicherungen als Vorsorgeaufwendung in der SteuererklĂ€rung an. Damit werden die BĂŒrger unterstĂŒtzt, sich gegen Risiken im Leben abzusichern. Neben der privaten Haftpflichtversicherung können in der SteuererklĂ€rung auch Versicherungen geltend gemacht werden, die vor den Risiken beim Hausbau schĂŒtzen.

Worauf muss ich bei der KĂŒndigung von Bauversicherungen achten?

Die Bauversicherungen werden vor Baubeginn abgeschlossen und enden mit dem Abschluss der Bauarbeiten oder nach maximal zwei Jahren. Der Vertrag lĂ€uft nach der mit dem Versicherer vereinbarten Zeitspanne automatisch aus. Eine gesonderte KĂŒndigung muss der Versicherungsnehmer deshalb nicht vornehmen. Sollte das Bauvorhaben lĂ€nger als zwei Jahre in Anspruch nehmen, kann der Versicherungsschutz in der Regel problemlos gegen einen Mehrbeitrag erweitert werden.

Worauf muss ich bei einem Wechsel meiner Bauversicherungen achten?

Meist ist ein Wechsel bei Bauversicherungen nicht vorgesehen, da die Absicherung ohnehin nur fĂŒr einen begrenzten Zeitraum abgeschlossen wird und automatisch endet. FĂŒr ein erneutes Bauvorhaben ist der Vergleich der Anbieter und eine Neubewertung allerdings immer empfehlenswert. Wer dennoch vorzeitig aus seinem Vertrag aussteigen möchte, muss die vom Versicherer angegebenen KĂŒndigungsfristen, im Allgemeinen drei Monate, beachten. Die KĂŒndigung ĂŒbernimmt entweder der neue Anbieter oder der Versicherungsnehmer selbst. Bei der neuen Versicherung unbedingt beachten, ob alle benötigten Leistungsbausteine mit der Police abgedeckt sind.