Vermögensschadenhaftpflicht im Griff
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Vermögensschadenhaftpflicht

 

Warum lohnt sich der Abschluss einer Vermögensschadenhaftpflicht?

Die Vermögenshaftpflichtversicherung fĂ€llt unter die sogenannten Berufshaftpflichtversicherungen. Sie greift in der Regel immer dann, sofern im Zusammenhang mit einer BerufsausĂŒbung echte VermögensschĂ€den, weniger jedoch SachschĂ€den oder gar PersonenschĂ€den, verursacht werden.

Besonders relevant ist die Vermögensschadenhaftpflicht daher fĂŒr alle freien Berufe im Dienstleistungssektor, bei denen es zum Beispiel darum geht, die Finanzen von Kunden zu verwalten.

Der Abschluss einer Vermögensschadenhaftpflicht ist insbesondere fĂŒr folgende Berufszweige durchaus sinnvoll:

  • fĂŒr Architekten
  • fĂŒr Steuerberater
  • fĂŒr RechtsanwĂ€lte
  • fĂŒr Notare
  • fĂŒr Berufsbetreuer
  • fĂŒr Ärzte.

Vergleichen24 | VermögensschadenhaftpflichtDie Vermögensschadenhaftpflicht ist sinnvoll um Personen, die aus beruflichen GrĂŒnden mit der Beratung, mit der Begutachtung, mit der PrĂŒfung, mit der Verwaltung, mit Vollstreckung, der Beurkundung oder der Beaufsichtigung fremder Vermögensinteressen betraut sind, vor entsprechenden SchadensersatzansprĂŒchen im Falle der möglichen Falschberatung zu schĂŒtzen.

Die Vermögensschadenhaftpflicht gilt dabei als echte Vermögensschadenversicherung. Sie gewĂ€hrt dem hier genannten Berufskreis Schutz gegen alle sogenannten echten VermögensschĂ€den. Damit reicht der Schutzumfang der Vermögensschadenhaftpflicht noch deutlich ĂŒber das Leistungsspektrum der Privathaftpflicht hinaus, die zum Beispiel die sogenannten unechte VermögensschĂ€den gemĂ€ĂŸ § 823 des BĂŒrgerlichen Gesetzbuches (BGB) mit versichert.

Jeder, der aus beruflichen GrĂŒnden, ob im Haupt- oder im Nebenerwerb, zustĂ€ndig ist fĂŒr Vermögensinteressen von Dritten, ist daher grundsĂ€tzlich gut damit beraten, eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung abzuschließen.

Auch infolge der Verletzung von beruflichen Sorgfaltspflichten, wie diese zum Beispiel gelegentlich bei Versicherungsvertretern auftreten können, ist es besser, die Deckung der entstandenen VermögensschĂ€den nicht der Privathaftpflichtversicherung anzuvertrauen, deren diesbezĂŒgliche ZustĂ€ndigkeit zudem höchst umstritten ist, sondern am besten gleich eine entsprechende Vermögensschadenversicherung abzuschließen.

Da gerade VermögensschÀden, welche durch Fehlberatung oder durch Verletzung beruflicher Sorgfaltspflichten entstehen können, hoch dimensioniert sein können, macht sich bei den eingangs erwÀhnten Berufen und Berufszweigen der rechtzeitige Abschluss einer Vermögensschadenversicherung spÀtestens im Schadenfall bezahlt.

Welche SchÀden sind im Rahmen einer Vermögensschadenversicherung mitversichert?

Im Rahmen einer Vermögensschadenversicherung sind sÀmtliche der sogenannten echten VermögensschÀden, die Klienten oder Auftraggebern infolge einer Verletzung der Sorgfaltspflicht entstehen können, mit versichert.

Die Vermögensschadenversicherung ergĂ€nzt im Regelfall eine Betriebshaftpflichtversicherung fĂŒr die einschlĂ€gigen Beratenden und Freien Berufe ĂŒberaus sinnvoll. Auch fĂŒr alle beratenden IT-Spezialisten ist eine Vermögensschadenversicherung wĂ€rmstens zu empfehlen.

Sie greift zum Beispiel nicht nur im Falle einer möglichen Falschberatung von Kunden oder Klienten, sondern auch bei:

  • möglichen Terminverzögerungen
  • fehlerhaften Gutachten
  • oder auch bei ganz einfachen Versehen gegenĂŒber Kunden, Klienten oder Auftraggebern und Mandanten.

Die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung springt bei Dienstleistern und bei Angehörigen der Freien Berufe ĂŒberdies bei sĂ€mtlichen Arten von vorsĂ€tzlich oder auch von fahrlĂ€ssig verursachten echten VermögensschĂ€den regulierend ein. Diese SchĂ€den mĂŒsste der betreffende Verursacher ansonsten gemĂ€ĂŸ der Maßgabe des Gesetzgebers bis zu einer unbegrenzten Höhe ersetzen.

Da der betreffende Verursacher die Haftung im Falle von entstandenen echten VermögensschĂ€den auch mit der Hilfe seiner jeweils gĂŒltigen Allgemeinen GeschĂ€ftsbedingungen (AGBs) nicht wirksam ausschließen und limitieren kann, ist der Abschluss einer umfassenden Vermögensschadenversicherung auf jeden Fall als Maßnahme der betrieblichen Haftungs- und Risikobegrenzung zu empfehlen.

Die Vermögensschadenversicherung greift demnach bei allen echten VermögensschÀden, bei denen es sich weder um PersonenschÀden infolge Tötung oder Verletzung eines GeschÀdigten sowie SchÀdigung der Gesundheit einer Person und um SachschÀden, handelt, also um BeschÀdigung, Verderbnis, Vernichtung oder um das Abhandenkommen von Sachen aus dem Besitz eines GeschÀdigten.

Die Vermögensschadenversicherung deckt hingegen sĂ€mtliche sogenannten echten VermögensschĂ€den ab, welche entgangene finanzielle Vorteile oder finanzielle Einbuße folge von Falschberatung oder unterlassener Beratung beinhalten.

Was sollte ich beachten, bevor ich eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung abschließe?

Bevor ich eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung abschließe, sollte ich zunĂ€chst erst einmal durch einen unabhĂ€ngigen Experten unvoreingenommen mein jeweiliges Schadensrisiko prĂŒfen lassen. Im Anschluss ist es dann sinnvoll und geboten, sich einen fundierten Überblick ĂŒber die einzelnen Preis-LeistungsverhĂ€ltnisse der jeweils aktuell am Markt verfĂŒgbaren Versicherungspolicen zu verschaffen. Dies ist zweckmĂ€ĂŸig, um möglichst eine gleichermaßen teure Unter-, wie auch Überversicherung vermeiden zu können.

Zu beachten ist ebenfalls, dass fĂŒr bestimmte Berufe und Berufszweige sogar der Abschluss einer entsprechenden Vermögensschadenhaftpflichtversicherung zwingend vorgeschrieben ist. Hierbei handelt es sich insbesondere um alle RechtsanwĂ€lte und Steuerberater, da diese auch mit der Beratung und Betreuung entsprechender Vermögensinteressen ihrer Klienten und Mandanten betraut sein können. Wer also als Rechtsanwalt oder als Steuerberater im Haupterwerb agiert, kommt um den Abschluss einer entsprechend geeigneten Vermögensschadenhaftpflichtversicherung nicht herum. Der Abschluss der erforderlichen Police muss durch diese beiden genannten Berufszweige meist auch der jeweils zustĂ€ndigen Kammer gegenĂŒber verbindlich nachgewiesen werden, ehe schließlich die endgĂŒltige Zulassung zur TĂ€tigkeit in dem betreffenden Berufszweig erteilt werden kann.

Auch alle SachverstĂ€ndigen und alle Gutachter im Umweltbereich gelten als eine der speziellen Berufsgruppen, fĂŒr die jeweils eigenstĂ€ndige und sinnvolle Formen einer betrieblichen Vermögensschadenshaftpflichtversicherung entwickelt worden sind.

FĂŒr alle anderen freien Berufe und Dienstleistungsangebote gilt hinsichtlich der Vermögensschadenhaftpflichtversicherung das freie Wahlrecht in Bezug auf einen geeigneten VersicherungstrĂ€ger. Jedoch ist es sinnvoll, sich möglichst noch vor dem Abschluss einer Police ĂŒber das Renommee de betreffenden Gesellschaft, ihre Allgemeinen Versicherungsbedingungen, ihre Leistungen im Detail und schließlich auch ĂŒber ihr Verhalten bei Eintritt des Schadensfalles zu informieren. Auch die Frage, inwieweit die einzelnen Gesellschaften jeweils bereit sind, Kulanz an den Tag zu legen sowie die Erreichbarkeit des VersicherungstrĂ€gers, sein Kundenservice und Support, sollten in der entsprechenden Evaluierungsphase mit berĂŒcksichtigt werden.

GrundsĂ€tzlich sollte sich ein Versicherungsnehmer bei einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung jedoch darĂŒber im Klaren sein, dass diejenige Gesellschaft mit den niedrigsten jĂ€hrlichen VersicherungsprĂ€mien nicht immer auch automatisch die besten Leistungspakete erbringen wird.

Welche Leistungen sind bei einer Vermögensschadenversicherung im Schadensfall mit inbegriffen?

GrundsĂ€tzlich ĂŒbernimmt die jeweilige Vermögensschadenhaftpflichtversicherung fĂŒr den Versicherten im konkreten Schadensfall eine wahre Vielzahl von wichtigen Leistungen und Diensten. So wird zum Beispiel zunĂ€chst erst einmal durch entsprechend sach- und fachkundige Gutachter der Gesellschaft geprĂŒft, ob ĂŒberhaupt jemand fĂŒr einen entstandenen Vermögensschaden haftbar zu machen ist und falls ja, in welcher Höhe.

Sofern der Anspruch begrĂŒndet ist und keinerlei gesetzliche oder auch vertragliche AusschlussgrĂŒnde fĂŒr die Leistung geben sind, wird nun geprĂŒft, wie konkret der Vermögensschaden in Geldform durch die Versicherungsgesellschaft fĂŒr den Versicherten zu begleichen ist.

Ebenfalls gewĂ€hrt die Versicherungsgesellschaft gegenĂŒber dem Versicherten Leistungen, die der Abwehr von unbegrĂŒndeten oder auch von völlig ĂŒberhöhten Schadensersatzforderungen dienen. Versichert sind im Rahmen einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung im Regelfall der Inhaber und natĂŒrlich außerdem auch alle sonstigen Betriebsangehörigen. Auch freie Mitarbeiter und HonorarkrĂ€fte können in den entsprechenden Versicherungsschutz einbezogen werden, sofern die Gefahr besteht, dass sie in AusĂŒbung ihrer ĂŒblichen dienstlichen TĂ€tigkeit echte VermögensschĂ€den bei Kunden des Unternehmens oder auch bei Dritten verursachen könnten.

Kommt es im Gefolge von entsprechenden Schadensersatzforderungen eines GeschÀdigten zum Rechtsstreit mit dem Versicherten, so trÀgt die Versicherungsgesellschaft die Kosten der Gerichtsverhandlung.

Damit wirkt jede Vermögensschadenhaftpflichtversicherung in der gelebten Praxis außerdem auch noch gleichzeitig als eine sogenannte passive Rechtsschutzversicherung. Der Versicherer fĂŒhrt bei einer bestehenden Vermögensschadenversicherung nĂ€mlich auf sein eigenes Risiko entsprechende Prozesse, welche letztendlich der Abwehr unbegrĂŒndeter oder auch ĂŒberhöhter Schadensersatzforderungen gegenĂŒber dem Versicherten dienen.

Welche Leistungen sind bei einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung im Schadensfall nicht mit inbegriffen?

Generell besteht im Rahmen einer Vermögensschadenversicherung der entsprechende Versicherungsschutz nur fĂŒr echte VermögensschĂ€den, welche der Versicherte oder dessen Betriebsangehörige einem Dritten zufĂŒgen. Nicht im Rahmen einer Vermögensschadenhaftpflicht versichert sind zum Beispiel alle in Frage kommenden Arten von PersonenschĂ€den und natĂŒrlich auch von SachschĂ€den.

Auch solche Arten von VermögensschĂ€den sind nicht durch eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung versichert, die als unmittelbare FolgeschĂ€den aus Personen- oder auch aus SachschĂ€den resultieren können. Hierbei handelt es sich nĂ€mlich um die sogenannten unechten VermögensschĂ€den, fĂŒr welche diese spezielle Form der Haftpflichtversicherung nicht greift.

Konkret sind im Rahmen der Vermögensschadenhaftpflicht folgende Arten von SchÀden nicht mit versichert:

  • im Ausland verursachte Arten von SchĂ€den oder solche SchĂ€den, die jeweils durch den GeschĂ€digten vor einem Gericht außerhalb des Hoheitsgebietes der Bundesrepublik Deutschland geltend gemacht werden könnten
  • SchĂ€den, welche ausschließlich aus der NichterfĂŒllung geschlossener VertrĂ€ge resultieren, so zum Beispiel in Gestalt der WillenserklĂ€rungen zur Wandlung oder zur entsprechenden Minderung einer Zahlungsverpflichtung
  • SchĂ€den, welche aus einer signifikanten Überschreitung von realisierten KostenvoranschlĂ€gen oder von Krediten resultieren können
  • SchĂ€den, die möglicherweise aus der Vermittlung oder aus der Empfehlung bestimmter GeldgeschĂ€fte, GrundstĂŒcksgeschĂ€fte oder von sonstigen Arten wirtschaftlicher GeschĂ€fte resultieren könnten
  • SchĂ€den, resultierend aus FehlbetrĂ€gen bei der KassenfĂŒhrung
  • SchĂ€den, welche bei VerstĂ¶ĂŸen beim eigentlichen Zahlungsakt auftreten
  • SchĂ€den infolge der Veruntreuung von Geld oder von anderen WirtschaftsgĂŒtern durch angestelltes Personal
  • vorsĂ€tzlich herbeigefĂŒhrte echte VermögensschĂ€den (echte VermögensschĂ€den infolge von lediglich grober FahrlĂ€ssigkeit sind hingegen stets versichert).

Was sollte ich tun, wenn ein Schadensfall eintritt?

Vergleichen24 | VermögensschadenhaftpflichtGemĂ€ĂŸ der in der Versicherungswirtschaft gĂŒltigen Ereignistheorie unterscheidet sich der Eintritt eines Schadens bei der Vermögensschadenversicherung ganz erheblich von den ModalitĂ€ten beim Schadenseintritt der normalen Betriebshaftpflichtversicherung, ĂŒber die im Prinzip jedes Unternehmen in der freien Wirtschaft zwingend verfĂŒgen sollte.

Bei jeder Vermögensschadenhaftpflichtversicherungen ist in Bezug auf den Schadensfall nĂ€mlich das sogenannte auslösende Moment des jeweiligen Schadens ungemein bedeutsam und wichtig. Wann der Verstoß gemĂ€ĂŸ der Verstoßtheorie hierbei herbei gefĂŒhrt wurde, ist stets von untergeordneter Bedeutung, denn bei der Vermögensschadenversicherung gewinnt das auslösende Ereignis gegenĂŒber dem Schadenszeitpunkt ganz entscheidende PrioritĂ€t.

Daher gibt es im Allgemeinen bei jeder modernen Vermögensschadenversicherung ausnahmsweise auch die Möglichkeit, sich gegen Zahlung eines Einmalbetrages an eine Versicherungsgesellschaft auch fĂŒr einen gewissen Zeitpunkt sozusagen rĂŒckwĂ€rts versichern zu können.

Wer als Rechtsanwalt mit einem Mandanten zum Beispiel einen Vertrag abfasst, worauf dieser Mandant dann zwei Jahre spĂ€ter eine erwartete Zahlung nicht erhĂ€lt, der kann sich als der betreffende Anwalt durch eine im Nachhinein abgeschlossene Vermögensschadenversicherung auch noch rĂŒckwirkend gegen mögliche SchadensersatzsprĂŒche dieses Mandanten absichern, obwohl zum Zeitpunkt der eigentlichen Abfassung des betreffenden Vertrages noch keine Vermögensschadenversicherung fĂŒr den Rechtsanwalt bestanden hat.

Diese einzigartige Form einer Besonderheit, der quasi rĂŒckwirkenden Versicherungsmöglichkeit gibt es bei der Vermögensschadenshaftpflichtversicherung fĂŒr den jeweiligen Versicherungsnehmer.

Wenn ein Schadensfall bei bestehender Vermögensschadenversicherung letztendlich dann eingetreten ist, so gelten im Grunde genommen, wie bei sÀmtlichen anderen Arten der Haftpflichtversicherung auch, die analogen ModalitÀten in Bezug auf die Melde- und auf die Schadensbegrenzungspflicht des jeweiligen Versicherungsnehmers.

Der eingetretene Schaden ist unverzĂŒglich, also ohne die sogenannte schuldhafte Verzögerung, an die jeweils versichernde Gesellschaft zu melden. Diese wird alsdann entsprechende Hinweise und Empfehlungen an den Versicherungsnehmer erteilen und zunĂ€chst erst einmal prĂŒfen, ob und in welcher Höhe möglicherweise ein Leistungsanspruch des GeschĂ€digten gegeben sein könnte.

Hierzu kann sie Gutachter entsenden oder auch im Einzelfall eigene Erkundigungen anstellen, beziehungsweise Ermittlungen vorzunehmen, um einen Versicherungsbetrug auszuschließen und den Versicherten vor unberechtigten oder auch vor ĂŒberhöhten Schadensersatzforderungen wirksam schĂŒtzen zu können.

Wann setzt der Versicherungsschutz der Vermögensschadenversicherung ein?

Jede Vermögensschadenversicherung ist ein Vertrag, der an bestimmte FormalitĂ€ten, wie zum Beispiel ein verbindliches und verpflichtendes Angebot und dessen rechtsverbindliche Annahme in der jeweiligen Angebotsfrist, gebunden ist. Daher gelten auch fĂŒr den Versicherungsbeginn bei einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung ganz bestimmte Regularien, wie sie zum Beispiel im BĂŒrgerlichen Gesetzbuch (BGB), im Handelsgesetzbuch (HGB) oder im Speziellen auch im Versicherungsvertragsgesetz (VVG) verankert und kodifiziert worden sind. Ebenfalls können zusĂ€tzlich und ergĂ€nzend zu den hier genannten Rechtsquellen des Gesetzgebers Festlegungen zum jeweiligen Versicherungsbeginn in den jeweils gĂŒltigen Allgemeinen Versicherungsbedingungen der versichernden Gesellschaft gemacht werden.

GrundsĂ€tzlich ist jedoch der Versicherungsbeginn, als Beginn der Wirksamkeit und RechtsgĂŒltigkeit eines Vermögensschadens-Versicherungsvertrages, nicht eindeutig definiert, da auch der Gesetzgeber im Versicherungsvertragsgesetz (VVG) hierfĂŒr gleich drei unterschiedliche Arten des Versicherungsbeginns benennt:

  • den formellen Versicherungsbeginns
  • den materiellen Versicherungsbeginns
  • den technischen Versicherungsbeginn.

Der formelle Versicherungsbeginn ist seitens des Versicherungsnehmers und der Versicherungsgesellschaft an de Annahme des Versicherungsangebotes innerhalb der Angebotsfrist gebunden, so dass es gemĂ€ĂŸ § 10 des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) zum rechtlich binden Vertragsabschluss zwischen beiden Seiten,zur Unterzeichnung des Vertragsdokumentes und zur AushĂ€ndigung des entsprechenden Versicherungsscheins als deutliche physische Zeichen des bereits erfolgten formellen Versicherungsbeginns kommen muss. Ferner legt auch der § 37 des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) verbindlich fest, dass der formelle Versicherungsbeginn auch auf den Zeitpunkt der FĂ€lligkeit der ersten VersicherungsprĂ€mie fallen kann, welche der Versicherungsnehmer vertragsgemĂ€ĂŸ an die Versicherungsgesellschaft zu zahlen hat. Jedoch kann alternativ im Vertrag ĂŒber eine Vermögensschadensversicherung auch verbindlich vereinbart werden, dass die erste PrĂ€mie zeitlich vor, exakt zum oder auch zeitlich nach dem Termin fĂŒr den jeweiligen formellen Versicherungsbeginn liegen kann.

Der materielle Versicherungsschutz wird in der Praxis auch oft und gern als HaftungsĂŒbergangsbeginn oder als GefahrenĂŒbergang definiert. Er markiert nĂ€mlich verbindlich jenen Zeitpunkt, ab dem ein Versicherer gegenĂŒber einem Versicherungsnehmer in der Verpflichtung zur Leistung ist. Sofern vertraglich nichts Abweichendes von dieser Regelung vereinbart worden ist, liegt der materielle Vertragsbeginn stets auf 00:00 Uhr des jeweiligen Tages des formellen Versicherungsbeginns. Bei den meisten VersicherungsvertrĂ€gen, die in der Bundesrepublik Deutschland regelmĂ€ĂŸig zwischen Versicherungsgesellschaften und Versicherungsnehmern abgeschlossen werden, kann der materielle Versicherungsbeginn nicht einfach infolge einer sogenannten RĂŒckdatierung auf einen Zeitpunkt vor dem formellen Versicherungsbeginn datiert werden.

Der technische Versicherungsbeginn markiert schließlich auch beim Vermögensschadenshaftversicherungs-Vertrag einen Tag, er kalendermĂ€ĂŸig exakt in der betreffenden Police zu vermerken ist. Meist wird nĂ€mlich auch zwischen Versicherungsgesellschaft und dem jeweiligen Versicherungsnehmer verbindlich vereinbart, dass der technische Vertragsbeginn zugleich jener Tag ist, ab dem der Versicherungsnehmer gegenĂŒber der Gesellschaft in der Beitragspflicht befindlich ist. Der technische Beginn kann auch bei der Vermögensschadensversicherung vor dem formellen Beginn des Versicherungsschutzes liegen. FĂŒr diesen Fall hĂ€tte der entsprechende Versicherungsnehmer dann allerdings rĂŒckwirkend BeitrĂ€ge an den Versicherer zu leisten, um den Versicherungsschutz rĂŒckwirkend erlangen zu können. Der technische Vertragsbeginn kann allerdings nicht nach dem materiellen Beginn eines Versicherungsschutzes vereinbart werden, da der Versicherungsbeginn gemĂ€ĂŸ der sogenannten Einlösungsklausel seitens des Versicherungsnehmers stets auch an den fristgerechten Eingang er ersten VersicherungsprĂ€mie gebunden ist. De technische Versicherungsbeginn erlangt ferner konkrete Bedeutung fĂŒr die Ausgestaltung einer Vermögensschadenversicherung sowie fĂŒr die ModalitĂ€ten und Fristen in Bezug auf eine mögliche VertragskĂŒndigung. Im § 12 des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) wurde außerdem kodifiziert, dass der technische Versicherungsbeginn stets auch gleichzeitig den Anfang der jeweiligen Versicherungsperiode fĂŒr den Versicherungsnehmer markiert.

Wie hoch sollte die Deckungssumme der Vermögenschadenshaftpflichtversicherung sein?

Bei allen Haftpflichtversicherungen markiert die Deckungssumme jene zuvor und bei Vertragsabschluss jeweils verbindlich vereinbarte finanzielle Höhe, bis zu welcher die jeweils entstandene Versicherungsgesellschaft die entstandenen SchÀden reguliert.

Ist die Deckungssumme bei der Vermögensschadenshaftpflichtversicherung zu gering dimensioniert, so besteht die gefĂŒrchtete Unterversicherung, da die Deckungssumme möglicherweise als Versicherungssumme nicht ausreichend ist, um entstandene SchĂ€den zu regulieren.

Ist die Deckungssumme allerdings zu hoch, so liegt die sogenannte Überversicherung vor, die fĂŒr den entsprechenden Versicherungsnehmer gleichzeitig ein hohe laufende PrĂ€mienbelastung bedeutet. Es empfiehlt sich demzufolge, vor jedem Abschluss einer Vermögensschadenversicherung das jeweilige Schadensrisiko durch einen unabhĂ€ngigen und entsprechend sachkundigen Experten bewerten und einschĂ€tzen zu lassen.

Die Deckungssumme sollte jedoch grundsĂ€tzlich bei jeder Vermögensschadenversicherung möglichst hoch angesetzt werden, da gemĂ€ĂŸ den gesetzlichen und gĂŒltigen Regelungen ein Verursacher von Vermögensschaden bis zu eine unbegrenzten Höhe haften muss.

D am Markt derzeit erhĂ€ltlichen Deckungssummen beginnen bei der Vermögensschadenversicherung gegenwĂ€rtig bei 50.000 Euro pro Schadensfall. ErhĂ€ltlich sind jedoch, entsprechende BonitĂ€t des jeweiligen Versicherungsnehmers stets voraus gesetzt, auch Deckungssummen von bis zu insgesamt 10 Millionen Euro pro einzelnem Schadensfall. Generell sollte sich jeder Versicherungsnehmer gerade bei einer Vermögensschadenversicherung jedoch darĂŒber im Klaren sein, dass mit steigender Deckungssumme auch die Kosten fĂŒr die laufenden PrĂ€mienzahlungen entsprechend steigen.

Nach welchen Faktoren wird e Beitrag zur Vermögensschadenversicherung berechnet?

Hierbei geht der jeweilige Versicherer ganz Ă€hnlich vor, wie bei allen anderen Arten von am Markt erhĂ€ltlichen betrieblichen oder privaten Haftpflichtversicherungen auch. Er errechnet jeweils die Risikowahrscheinlichkeit, die mögliche Schadenshöhe und auch die Schadensverteilung ĂŒber einen kalkulatorischen Versicherungszeitraum hinweg.

Je höher die Wahrscheinlichkeit, dass ein Versicherungsfall eintritt, je höher der dabei fĂŒr den Einzelfall kalkulierte Schaden und je grĂ¶ĂŸer die Möglichkeit, dass VersicherungsfĂ€lle mit einer Leistungspflicht der Gesellschaft beim Versicherungsnehmer wĂ€hrend der Versicherungsperiode hĂ€ufiger auftreten können, desto höher wird letztendlich auch die laufend zu zahlende PrĂ€mie an die Gesellschaft ausfallen.

Schließlich gibt es jedoch noch weitere Faktoren, welche die Höhe der PrĂ€mie unmittelbar beeinflussen. Hier wĂ€re zunĂ€chst erst einmal die vertraglich vereinbarte Deckungssumme zu vereinbaren. Je höher die Deckungssumme als finanzielle Kennziffer, die im Schadensfall von der Gesellschaft zu ĂŒbernehmen ist, desto höher fĂ€llt auch die jeweilige PrĂ€mie aus.

Eine Rolle bei der Höhe der PrĂ€mie spielt jedoch auch deren Zahlweise. Die Entrichtung der PrĂ€mie kann jĂ€hrlich, halbjĂ€hrlich oder auch quartalsweise an die Gesellschaft erfolgen. ErfahrungsgemĂ€ĂŸ kann man die Höhe der zu zahlenden PrĂ€mie durch eine jĂ€hrliche Zahlweise drĂŒcken und bis zu einem gewissen Grad reduzieren.

Letztendlich mag es jedoch auch noch Rabatte und PreisnachlÀsse oder auch Sonderkonditionen seitens einer Versicherungsgesellschaft bei einer Vermögensschadenhaftpflicht geben, welche die Höhe der zu zahlenden Police unmittelbar beeinflussen können.

Welchen Nutzen hat ein Vergleich der Vermögensschadenversicherungen fĂŒr mich?

Durch die Maßgabe des Gesetzgebers, wonach ein Verursacher im Falle von sogenannten echten VermögensschĂ€den bei Kunden, Klienten oder Mandaten bis zu einer unbegrenzten Höhe haften muss, gehört die Vermögensschadenversicherung zu den teuersten Policen, die derzeit am Markt erhĂ€ltlich sind.

Erschwerend kommt bei dieser ganz speziellen Art von Haftpflichtversicherung auch noch hinzu, dass die Haftung eines Verursachers nach dem Willen und der Diktion des Gesetzgebers auch nicht wirksam durch entsprechende Klauseln in den Allgemeinen GeschÀftsbedingungen (AGBs) ausgeschlossen werden kann.

Daher ist es besonders bei dieser Form der betrieblichen Haftpflichtversicherung ĂŒberaus sinnvoll und geboten, die Preise der einzelnen Anbieter der entsprechenden Policen und die jeweiligen gebotenen Leistungspakete grĂŒndlich miteinander zu vergleichen, um die gleichermaßen teure Unter- und auch Überversicherung gleich von vornherein wirksam zu vermeiden.

Kann ich die VersicherungsbeitrÀge von der Steuer absetzen?

Die Vermögensschadenversicherung zĂ€hlt zu den wichtigsten betrieblichen Haftpflichtversicherungen ĂŒberhaupt. FĂŒr einige beratende Berufe, so zum Beispiel fĂŒr RechtsanwĂ€lte und Steuerberater, ist sie sogar verpflichtend und muss vor Erteilung der Erlaubnis zur AusĂŒbung des betreffenden Berufes vor der zustĂ€ndigen Kammer nachgewiesen werden. Sie ist daher als Betriebsausgabe von der jĂ€hrlich an den Fiskus zu entrichtenden Steuerlast absetzbar. Allerdings bedarf es dazu, als Nachweis, einer Jahresrechnung der jeweiligen Versicherungsgesellschaft.

Worauf muss ich bei der KĂŒndigung meiner Vermögensschadensversicherung achten?

Die KĂŒndigung der Vermögensschadenversicherung durch den entsprechenden Versicherungsnehmer ist eine einseitige WillenserklĂ€rung. Sie sollte in schriftlicher Form, per eingeschriebenen Brief mit RĂŒckschein, abgesendet werden. Ebenso ist es sinnvoll, die entsprechenden Aussagen zu den KĂŒndigungsfristen und zu den KĂŒndigungsmodalitĂ€ten grĂŒndlich zu lesen, die in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen kodifiziert worden sind.

Worauf muss ich bei einem Wechsel meiner Vermögensschadenversicherung achten?

Hier gilt analog das bereits unter der Thematik VertragskĂŒndigung der Vermögensschadenversicherung Gesagte.

Welche Vorteile hat eine Vermögensschadenversicherung?

Da freie und beratende Berufe bei echten VermögensschĂ€den bis zu unbegrenzter Höhe haften mĂŒssen, schĂŒtzt die Vermögensschadenversicherung den Versicherten vor entsprechenden HaftungsansprĂŒchen. Sie ist außerdem auch eine passive Rechtsschutzversicherung.

Welche Nachteile hat eine Vermögensschadensversicherung?

Sie zĂ€hlt zu den teuersten Versicherungen ĂŒberhaupt und beeintrĂ€chtigt dadurch die LiquiditĂ€t eines Unternehmens unter UmstĂ€nden und in AbhĂ€ngigkeit von der jeweils vertraglich vereinbarten Deckungssumme sogar betrĂ€chtlich. Sie greift außerdem nicht bei sogenannten unechten VermögensschĂ€den, also abgeleiteten VermögensschĂ€den aus Personen- oder auch aus SachschĂ€den.