Wohngebäudeversicherung im Griff
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Wohngebäudeversicherung

1. Warum lohnt sich der Abschluss einer Wohngebäudeversicherung?

Als Mieter einer Immobilie m√ľssen Sie sich grunds√§tzlich keine Sorgen machen, sollte es irgendwann einmal zu einem Schaden am Geb√§ude kommen – zumindest, was das Geb√§ude selbst angeht. Wenn Sie allerdings selbst Besitzer einer Immobilie sind, dann sollten Sie sich durchaus ein paar Gedanken machen, denn schnell kann es passieren, dass das Geb√§ude entweder besch√§digt oder sogar vollst√§ndig zerst√∂rt wird. Ursachen daf√ľr gibt es viele. Die Kosten, welche Ihnen durch einen Geb√§udeschaden entstehen k√∂nnen, d√ľrfen Sie niemals untersch√§tzen. Unter Umst√§nden k√∂nnen diese so hoch sein, dass Sie dadurch finanziell ruiniert werden k√∂nnen. Damit dieser Fall aber nicht eintritt und Sie finanziell abgesichert sind, k√∂nnen Sie eine Wohngeb√§udeversicherung abschlie√üen und Ihre Immobilie vor den finanziellen Folgen eines m√∂glichen Schadens bewahren.

Ein Haus ist in der Regel der teuerste Besitz eines Menschen mit dem gr√∂√üten Wert des kompletten Verm√∂gens. Nicht selten ist eine Immobilie der gr√∂√üte Besitz √ľberhaupt. Dass die Immobilie irgendwann einmal einen Schaden erleiden k√∂nnte, kann niemand garantiert ausschlie√üen. Viel zu vielf√§ltig sind die m√∂glichen Risiken und Gefahren, denen das Geb√§ude ausgesetzt ist, wie zum Beispiel

  • Wettereinwirkung
  • Wasserschaden
  • Kabelbrand

Solchen Gefahren ist eine Immobilie praktisch 24 Stunden am Tag ausgesetzt. Zwar kann selbst die beste Wohngeb√§udeversicherung nicht verhindern, dass √ľberhaupt ein Schaden eintritt. Allerdings ist eine gute Wohngeb√§udeversicherung in der Lage, die Ihnen durch einen Schaden entstehenden Kosten abzufangen und so einen finanziellen Ruin und den vollst√§ndigen Verlust Ihres Eigenheims zu verhindern. Schlie√ülich k√∂nnen es sich nur die wenigsten Besitzer einer Immobilie leisten, diese nach einem Schaden mithilfe ihres eigenen Verm√∂gens wieder herrichten zu lassen. Mit einer Wohngeb√§udeversicherung ist dies gl√ľcklicherweise aber auch gar nicht erforderlich.

Ob Sie nun eine Wohngeb√§udeversicherung abschlie√üen oder nicht, ist grunds√§tzlich Ihre freie Entscheidung, zu der Sie niemand zwingen kann. Es gibt aber F√§lle, in denen die Sachlage doch ein wenig anders aussieht, wie etwa, wenn es sich um eine finanzierte Immobilie handelt. Die meisten Kreditgeber bestehen normalerweise auf den Nachweis, dass Sie eine Wohngeb√§udeversicherung abgeschlossen haben. Damit will der Kreditgeber sichergehen, dass durch einen Verlust des Geb√§udes, etwa durch einen Geb√§udebrand, nicht nur die Immobilie verloren ist, sondern auch der ausgezahlte Kreditbetrag m√∂glicherweise nicht mehr zur√ľckgezahlt werden kann. Der Abschluss einer Wohngeb√§udeversicherung ist daher so oder so garantiert eine sinnvolle Entscheidung, selbst wenn es darum geht, dass lediglich das Dach durch einen Sturm teilweise abgedeckt wird, denn auch dies verursacht unerwartete Kosten, die mitunter dennoch recht hoch sein k√∂nnen.

2. Welche Schäden sind im Rahmen einer Wohngebäudeversicherung mitversichert?

Eine gew√∂hnliche Hausratsversicherung kommt in der Regel f√ľr s√§mtliche Sch√§den auf, welche an Einrichtungsgegenst√§nden entstehen, die sich innerhalb einer Immobilie befinden, wie zum Beispiel

  • M√∂bel
  • Elektroger√§te

F√ľr fest mit dem Geb√§ude verbundene Einrichtungsgegenst√§nde hingegen kommt die Hausratsversicherung nicht auf. In diesem Fall springt die Wohngeb√§udeversicherung ein, die beispielsweise Sch√§den an

  • Haust√ľr
  • Zimmert√ľr
  • Fenster
  • Treppe

absichert. Kurzum bedeutet dies, dass alles das, was Sie, wenn Sie irgendwann einmal umziehen w√ľrden, nicht mitnehmen werden, da es sich um Gegenst√§nde handelt, die fest zum Geb√§ude geh√∂ren, ist √ľber die Wohngeb√§udeversicherung versichert. Der Umfang der Sch√§den, welche √ľber eine Wohngeb√§udeversicherung versichert sind, ist normalerweise bei allen Anbietern gleich. Lediglich in Bezug auf m√∂gliche Zusatzvereinbarungen kann es sein, dass es zwischen den verschiedenen Versicherern Unterschiede gibt.

Zu den Schäden, welche standardmäßig gehören unter anderem zum Beispiel:

  • Brand
  • direkter Blitzeinschlag
  • Explosion
  • Sch√§den durch Leitungswasser
  • Implosion
  • Sturm
  • Hagel

Dar√ľber hinaus haben Sie aber auch die M√∂glichkeit, zus√§tzliche Sch√§den √ľber die Wohngeb√§udeversicherung zu versichern. Solche Sch√§den wie etwa eine √úberspannung, welche durch einen Blitzeinschlag verursacht wurde, werden n√§mlich oftmals nicht automatisch mit abgesichert. Dar√ľber hinaus gibt es auch noch weitere Elementarsch√§den, die Sie in die Wohngeb√§udeversicherung mit aufnehmen k√∂nnen, wie zum Beispiel

  • √úberschwemmung
  • Schneelawine
  • Erdrutsch

3. Was sollte ich beachten, bevor ich eine Wohngebäudeversicherung abschließe?

Eine Wohngeb√§udeversicherung ist die ideale M√∂glichkeit, um Ihre Immobilie abzusichern, ganz gleich, ob es sich dabei um ein Haus oder um eine Eigentumswohnung handelt. Bei der Wohngeb√§udeversicherung handelt es sich ausdr√ľcklich um keine Pflichtversicherung. Sie sind also keineswegs dazu verpflichtet, eine Wohngeb√§udeversicherung f√ľr Ihr Haus oder Ihre Eigentumswohnung abzuschlie√üen, wenn Sie dies nicht m√∂chten. Anders sieht es jedoch aus, wenn Sie Ihre Immobilie √ľber eine Bank oder einen anderen Kreditgeber finanziert haben und die Finanzierung noch nicht abgeschlossen ist. In diesem Fall bestehen die Kreditgeber in der Regel nahezu ausnahmslos auf den Nachweis einer abgeschlossenen Wohngeb√§udeversicherung, bevor Sie √ľberhaupt eine Zusage f√ľr die angefragte Finanzierung erhalten.

Noch bevor Sie eine Wohngeb√§udeversicherung abschlie√üen, also einen Versicherungsvertrag unterzeichnen, sollten Sie sich ein paar Gedanken machen und keineswegs √ľberst√ľrzt handeln. Eine relevante Frage, die Sie sich unbedingt stellen sollten, ist zum Beispiel die nach den Leistungen, welche der Versicherer nach Abschluss einer Wohngeb√§udeversicherung f√ľr Sie zu bieten hat. Folgende Leistungen sollten beispielsweise unbedingt gegeben sein:

  • Achten Sie darauf, dass der Fall der groben Fahrl√§ssigkeit unbedingt mitversichert ist. Ist dies der Fall, dann sollte der Versicherer im Falle einer groben Fahrl√§ssigkeit keine Leistungsminderung durchf√ľhren.
  • Sch√§den durch Frost oder Risse an Leitungen und Rohren, welche nicht unmittelbar am Haus verlegt wurden, sollten ebenfalls abgedeckt sein.
  • F√ľr √úberspannungssch√§den, welche durch einen Blitzeinschlag verursacht wurden, sollte der Versicherer, Schadenersatz leisten.
  • Sollte sich in Ihrer Immobilie ein Kamin befinden, dann sollte die Wohngeb√§udeversicherung Sch√§den, welche durch diesen verursacht werden, ebenfalls abdecken.
  • Gelegentlich kann es vorkommen, dass durch einen Sturm B√§ume entwurzelt werden und umst√ľrzen. Die Wohngeb√§udeversicherung sollte f√ľr die Kosten f√ľr eine Beseitigung der B√§ume aufkommen.
  • Idealerweise werden auch Kosten f√ľr Beh√∂rden, welche mit einem Schaden in Verbindung stehen, gleicherma√üen durch die Wohngeb√§udeversicherung √ľbernommen.
  • Im Falle eines Einbruchs durch Unbefugte sollten Sch√§den am Geb√§ude ebenfalls versichert sein.

Nachdem solche Leistungsfragen gekl√§rt sind, sollten Sie sich die verschiedenen Anbieter einmal genauer anschauen, denn je nach Anbieter k√∂nnen zwar die Leistungen zumindest nahezu identisch sein, die Beitr√§ge jedoch enorm voneinander abweichen. F√ľhren Sie deshalb unbedingt vor dem Abschluss einer Wohngeb√§udeversicherung einen Vergleich durch. √úber einen Vergleichsrechner werden Ihnen die verschiedenen Tarife der unterschiedlichen Anbieter √ľbersichtlich aufgelistet, sodass es f√ľr Sie ein Leichtes ist, die angebotenen Leistungen miteinander zu vergleichen und so die f√ľr Sie g√ľnstigsten Wohngeb√§udeversicherung mit dem besten Leistungsangebot zu finden.

Denken Sie neben dem Abschluss einer Wohngeb√§udeversicherung unbedingt auch √ľber den Abschluss einer Hausratsversicherung ab. Beide Versicherungen k√∂nnen sich ideal erg√§nzen, sodass Sie stets auf Nummer sicher gehen k√∂nnen und sich keine Sorgen mehr um Ihre Immobilie machen m√ľssen.

4. Welche Leistungen sind bei einer Wohngebäudeversicherung im Schadensfall mit inbegriffen?

Eine Wohngeb√§udeversicherung sollte grunds√§tzlich f√ľr jeden Besitzer eines Hauses oder einer Eigentumswohnung zu den wichtigsten Versicherungen √ľberhaupt geh√∂ren. Hier haben Sie in der Regel die M√∂glichkeit, sich f√ľr einen Basisschutz zu entscheiden, oder aber die Wohngeb√§udeversicherung durch zahlreiche weitere Leistungen zu erg√§nzen. Deshalb ist es auch enorm wichtig, dass Sie bei der Wahl Ihres Tarifs darauf achten, welche Leistungen dieser enth√§lt, denn nicht jede Wohngeb√§udeversicherung √ľbernimmt auch jeden Schaden.

Die Wohngeb√§udeversicherung kommt in der Regel f√ľr die folgenden Schadenstypen auf:

  • Feuer
  • Leitungswasser
  • Sturm
  • Hagel

Sobald durch einen dieser Schadenstypen ein Schaden verursacht wird, tritt die Wohngeb√§udeversicherung in Erscheinung und √ľbernimmt die Kosten f√ľr erforderliche Reparaturma√ünahmen oder einen wom√∂glich sogar notwendigen Neubau der Immobilie, sofern diese vollst√§ndig zerst√∂rt werden sollte.

5. Welche Leistungen sind bei einer Wohngebäudeversicherung im Schadensfall nicht mit inbegriffen?

Bei nahezu jeder Versicherung ist es so, dass nicht pauschal jeder Schaden stillschweigend √ľbernommen wird. Es gibt durchaus auch einige Leistungen, die nicht in der Versicherung enthalten sind. Dies ist daher auch bei der Wohngeb√§udeversicherung der Fall. Nicht von der Wohngeb√§udeversicherung werden zum Beispiel:

  • Sch√§den, welche fahrl√§ssig herbeigef√ľhrt wurden
  • Sch√§den, welche vors√§tzlich verursacht wurden
  • Sch√§den durch Sturm oder Hagel, welche aufgrund undichter Fenster oder T√ľren entstanden sind
  • Sch√§den, die entstanden sind, noch bevor die Immobilie bezugsfertig gewesen ist
  • Sch√§den, welche durch einen Brand verursacht wurden, sofern der Brandschaden auf Nutzw√§rme zur√ľckzuf√ľhren ist, wie zum Beispiel, weil sich das besch√§digte Objekt in zu geringer N√§he eines Kamins oder Heizkessels befunden hat

Sch√§den, welche durch einen Wasserrohrbruch entstanden sind, werden zwar normalerweise durch die Wohngeb√§udeversicherung bezahlt, sofern es sich hierbei um Leitungswasser handelt. Nicht versichert sind hingegen Wassersch√§den, die auf eine der folgenden Ursachen zur√ľckzuf√ľhren sind:

  • Hochwasser
  • Grundwasser
  • Reinigungswasser

Fest mit der Immobilie verbundene Teile sind in der Regel automatisch √ľber die Wohngeb√§udeversicherung mitversichert. Dies trifft allerdings nicht immer auf alle Objekte zu. Ger√§teschuppen, Garage und Carport beispielsweise werden h√§ufig nicht in die Leistungen der Wohngeb√§udeversicherung aufgenommen, selbst wenn diese mit der Immobilie fest verbunden sind. Dies ist darauf zur√ľckzuf√ľhren, dass die zu versichernden Objekte zu mindestens 50 Prozent einen Wohnzweck erf√ľllen sollten. Bei Garage, Carport oder Ger√§teschuppen ist dies jedoch nicht der Fall.

6. Was sollte ich tun, wenn ein Schadensfall eintritt?

Das Wichtigste, dass Sie im Falle eines Schadens tun m√ľssen, ist, dass Sie den Schaden sofort an Ihre Wohngeb√§udeversicherung melden. Nehmen Sie sich dazu am besten die Versicherungsunterlagen zur Hand und setzen Sie sich telefonisch mit Ihrem Versicherer in Verbindung. Geben Sie bereits hier die wichtigsten Informationen wieder, wie zum Beispiel den Hergang, der zum entstandenen Schaden gef√ľhrt hat. Nennen Sie auch die Namen und Kontaktdaten eventueller Zeugen oder m√∂glicher Gesch√§digter.

Je nachdem, um welchen Schaden es sich handelt, sollten Sie im Rahmen Ihrer Schadensminderungspflicht daf√ľr sorgen, dass der Schaden nicht weiter verschlimmert werden kann. Ist beispielsweise ein Fenster durch Hagel zu Bruch gegangen, dann sollten Sie dieses mit einer Folie oder einem anderen geeigneten Material abdecken, damit es nicht hineinregnen kann und ein zus√§tzlicher Wasserschaden entstehen kann. Ist ein Wasserrohr geplatzt, dann sollten Sie sofort die Wasserzufuhr stoppen, indem Sie die Zuleitung abdrehen. Au√üerdem sollten Sie das ausgelaufene Wasser umgehend aufwischen, damit es nicht in den Fu√üboden versickert und irgendwann beim Nachbarn darunter von der Decke tropft.

Halten Sie alles Wichtige, was mit dem entstandenen Schaden zu tun hat, unbedingt schriftlich fest. Machen Sie nach Möglichkeit auch detaillierte Fotos vom Schaden. Beschädigte Teile sollten Sie unbedingt sicher aufbewahren, da es sein kann, dass die Wohngebäudeversicherung einen Sachverständigen vorbei schickt, der sich den Schaden einmal genauer anschauen und diesen bewerten soll.

Damit der Versicherer einen √úberblick √ľber die H√∂he des entstandenen und somit zu regulierenden Schadens erh√§lt, holen Sie sich bei einem geeigneten Handwerker einen Kostenvoranschlag ein. Diesen reichen Sie anschlie√üend beim Versicherer ein.

7. Wann setzt der Versicherungsschutz der Wohngebäudeversicherung ein?

In der Regel wird der Tag, ab dem der Versicherungsschutz der Wohngeb√§udeversicherung beginnt, zwischen dem Versicherungsnehmer und dem Versicherer bereits bei Abschluss der Wohngeb√§udeversicherung vereinbart und schriftlich in der Versicherungspolice festgehalten. Der Versicherungsbeginn wird aber nicht allein durch den im Versicherungsschein notierten Stichtag bestimmt. Schlie√ülich beginnt der tats√§chliche Versicherungsschutz immer erst fr√ľhestens dann, wenn Sie den ersten Beitrag bezahlt haben und dieser beim Versicherer eingegangen ist. Deshalb ist es auch sehr wichtig, dass Sie den ersten Beitrag immer fristgerecht zahlen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie den Beitrag monatlich, quartalsweise oder j√§hrlich zahlen. Um Verz√∂gerungen mit Gewissheit zu vermeiden, sollten Sie sich gegen die manuelle √úberweisung und f√ľr eine Einzugserm√§chtigung entscheiden. In diesem Fall sollte Ihr Bankkonto aber unbedingt auch √ľber die erforderliche Deckung verf√ľgen, damit die Lastschrift nicht am Ende zur√ľckgegeben wird. In diesem Fall k√ľmmert sich der Versicherer selbst um die Abbuchung der Beitr√§ge und Sie sind nicht mehr f√ľr die fristgerechte Bezahlung verantwortlich.

Nun k√∂nnte man selbstverst√§ndlich denken, dass Sie ab dem Tag, an dem Sie die Versicherungspolice erhalten haben, bis zu dem Tag, an dem Ihre Zahlung des Erstbeitrages beim Versicherer verbucht wurde, ohne Versicherungsschutz dastehen werden. Dies ist jedoch nicht der Fall, denn solange der erste Beitrag p√ľnktlich gezahlt wurde, gilt eine sogenannte Eintrittspflicht der Wohngeb√§udeversicherung.

Achten Sie unbedingt auch darauf, dass auch die Folgebeitr√§ge stets fristgerecht bezahlt werden. Sie gef√§hrden dadurch nicht nur Ihren Versicherungsschutz, sondern der Versicherer kann dies unter Umst√§nden auch dem Kreditgeber melden, sodass auch von hier √Ąrger ins Haus stehen kann.

8. Wie hoch sollte die Deckungssumme der Wohngebäudeversicherung sein?

Die Deckungssumme der Wohngebäudeversicherung richtet sich grundlegend nach drei Faktoren:

  1. der Wert der Immobilie
  2. die Versicherungssumme eventuell zusätzlich abgeschlossener Leistungen
  3. verschiedene Schadensarten, welche nur mit einer limitierten Deckungssumme versehen werden

Was den Wert der Immobilie angeht haben Sie in der Regel nicht allzu viele M√∂glichkeiten, die H√∂he der Deckungssumme selbst zu w√§hlen. Um den Wert des Geb√§udes zu ermitteln, wird in den meistenn F√§llen der sogenannte ‚ÄěVersicherungswert 1914‚Äú ermittelt. Dies bedeutet, es wird errechnet, welchen Wert die Immobilie gehabt h√§tte, wenn diese im Jahr 1914 gebaut worden w√§re. Hierf√ľr werden

  • die Art der Bauweise,
  • die Ausstattung und
  • der Baukostenindex

herangezogen.

Bei den Zusatzleistungen haben Sie bereits deutlich mehr M√∂glichkeiten, sich frei zu entscheiden. Hier k√∂nnen Sie in der Regel stets selbst bestimmen, ob Sie sich lediglich f√ľr einen Basisschutz entscheiden, oder doch lieber einen komfortablen Schutz g√∂nnen m√∂chten.

9. Nach welchen Faktoren wird der Beitrag zur Wohngebäudeversicherung berechnet?

Die Höhe der Beiträge zur Wohngebäudeversicherung richtet sich, wie bei nahezu jeder Versicherung, nach mehreren Faktoren und kann daher nicht pauschal betrachtet werden. Grundsätzlich gilt erst einmal, dass die Beiträge umso höher sind, je höher der Wert der zu versichernden Immobilie ist, da die Deckungssumme entsprechend hoch ausfallen muss. Der reine Wert der Immobilie wirkt sich aber nicht allein auf die Höhe der Beiträge zur Wohngebäudeversicherung aus. Daneben spielen auch die die folgenden Faktoren eine wesentliche Rolle:

  • H√∂he der Deckungssumme
  • Leistungsumfang
  • Zusatzleistungen
  • Rabatte und Verg√ľnstigungen
  • Kombination mit anderen Versicherungen wie zum Beispiel Hausratsversicherung oder Geb√§udehaftpflicht
  • Zahlungsintervall (monatlich, quartalsweise, j√§hrlich)
  • Selbstbehalt

10. Welchen Nutzen hat ein Vergleich der Wohngeb√§udeversicherung f√ľr mich?

Die Zahl der verschiedenen Versicherungsunternehmen auf dem Markt ist insgesamt sehr gro√ü und schon alleine deshalb f√ľr Laien un√ľberschaubar. Bei den meisten Anbietern gibt es zudem nicht nur eine einzige Wohngeb√§udeversicherung, sondern gleich mehrere Tarife, die sich teils grunds√§tzlich voneinander unterscheiden k√∂nnen. Dadurch wird das Angebot an verf√ľgbaren Wohngeb√§udeversicherungen noch einmal deutlich un√ľbersichtlicher. Mithilfe eines Versicherungsvergleichs haben Sie jedoch die M√∂glichkeit, sich einen schnellen und vor allem sicheren √úberblick zu verschaffen. √úber einen Kreditrechner werden Ihnen anhand der wichtigsten Informationen, welchen Sie in den Vergleichsrechner eingeben m√ľssen, bereits nur die Tarife angezeigt, die zu Ihren Anforderungen passen. Diese k√∂nnen Sie anschlie√üend ganz leicht miteinander vergleichen. Daneben haben Sie noch die M√∂glichkeit, die Tarife nach der H√∂he der Beitr√§ge zu sortieren. So k√∂nnen Sie letztlich die f√ľr Sie am besten geeignete Wohngeb√§udeversicherung mit dem besten Leistungsumfang und dem g√ľnstigsten Beitrag finden.

11. Kann ich die Versicherungsbeiträge von der Steuer absetzen?

Die Frage, ob Sie die Beitr√§ge zur Wohngeb√§udeversicherung von der Steuer absetzen k√∂nnen, richtet sich in erster Linie nach der Art der Nutzung der Immobilie. Wird die Immobilie etwa von Ihnen selbst privat genutzt, so k√∂nnen Sie die Beitr√§ge nicht steuerlich geltend machen. Ein wenig anders sieht es hingegen aus, wenn Sie die Immobilie nicht selbst bewohnen, sondern diese vermieten. In diesem Fall k√∂nnen die Versicherungsbeitr√§ge zur Wohngeb√§udeversicherung als Betriebsausgabe geltend gemacht und von der Steuer abgesetzt werden. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass die Beitr√§ge zur Wohngeb√§udeversicherung in den meisten F√§llen vom Vermieter auf die Mieter umgelegt werden. Dadurch handelt es sich hierbei wiederum um Einnahmen, die als solche ebenfalls steuerlich angegeben werden m√ľssen, wodurch sich dies am Ende aufhebt.

Ein wenig komplizierter wird es bereits, wenn Vermieter und Mieter unter einem Dach leben, die Immobilie also nur teilweise vermietet wird. Ist dies der Fall d√ľrfen selbstverst√§ndlich auch die Beitr√§ge zur Wohngeb√§udeversicherung nur entsprechend anteilig auf die Mieter umgelegt werden, wodurch Sie auch nur eben diesen Teil von der Steuer absetzen k√∂nnen. Wie hoch dieser Anteil ausf√§llt, sollte am besten stets mit einem Steuerberater gekl√§rt werden.

12. Worauf muss ich bei der K√ľndigung meiner Wohngeb√§udeversicherung achten?

Sobald Sie Ihre bestehende Wohngeb√§udeversicherung k√ľndigen m√∂chten, sollten Sie unbedingt die entsprechenden Bestimmungen dazu in den Vertragsbedingungen beachten. Hier finden sich zum Beispiel relevante Informationen zur Mindestvertragslaufzeit und zu den K√ľndigungsfristen.

Normalerweise wird eine Wohngeb√§udeversicherung nur mit einer Mindestvertragslaufzeit von einem Jahr abgeschlossen und verl√§ngert sich jedes Mal um ein weiteres Jahr, wenn nicht zuvor fristgerecht gek√ľndigt wird. In einigen F√§llen wird die Wohngeb√§udeversicherung aber auch √ľber mehrere Jahre abgeschlossen, wodurch in erster Linie die H√∂he der Beitr√§ge entsprechend sinkt. Selbst wenn der Vertrag auf beispielsweise f√ľnf Jahre geschlossen wird, haben Sie dennoch bereits nach drei Jahren das Recht, den Vertrag vorzeitig zu k√ľndigen, jedoch erst zum Ende dieser drei Jahre.

Manche Versicherer erh√∂hen ihre Beitr√§ge jedes Jahr, andere wiederum nur alle paar Jahre. Sobald eine Beitragserh√∂hung ins Haus steht, die Leistungen hingegen nicht parallel dazu angepasst werden, haben Sie das Recht auf eine au√üerordentliche K√ľndigung innerhalb eines Monats ab Bekanntwerden der Erh√∂hung.

Achten Sie unbedingt immer genau auf die K√ľndigungsfrist. Senden Sie Ihre K√ľndigung immer schriftlich ab, am besten per Briefpost als Einschreiben mit R√ľckschein. Dadurch wissen Sie immer ganz genau, wann Ihre K√ľndigung beim Versicherer eingegangen ist. In jedem Fall muss diese noch vor Ablauf der K√ľndigungsfrist eingegangen sein, damit sie zum Ende der aktuellen Vertragslaufzeit g√ľltig ist. Andernfalls verl√§ngert sich der Vertrag zur Wohngeb√§udeversicherung automatisch noch einmal.

13. Worauf muss ich bei einem Wechsel meiner Wohngebäudeversicherung achten?

Manchmal kann sich ein Wechsel der Wohngeb√§udeversicherung durchaus f√ľr Sie auszahlen. In aller Regel geht dies auch sehr einfach vonstatten, solange Sie geltende Fristen einhalten. Achten Sie beim Wechsel der Wohngeb√§udeversicherung unbedingt darauf, dass keine Versicherungsl√ľcke entsteht. Informieren Sie sich zun√§chst mithilfe eines Versicherungsvergleichs √ľber die aktuell g√ľltigen Tarife, die f√ľr Sie infrage kommen w√ľrden. Erst, wenn Sie einen geeigneten Tarif gefunden haben, der mindestens genauso gut ist wie Ihre aktuelle Wohngeb√§udeversicherung, sich aber durch einen g√ľnstigeren Beitrag auszeichnet, sollten Sie den bestehenden Vertrag k√ľndigen und beim neuen Anbieter den gew√ľnschten Vertrag abschlie√üen. Der neue Vertrag sollte aber unbedingt nahtlos an den alten Tarif ankn√ľpfen. Zwar bieten viele Versicherer an, sich um die K√ľndigung beim alten Anbieter zu k√ľmmern. Auf der sichereren Seite sind Sie allerdings, wenn Sie dies selbst erledigen.

14. Welche Vorteile hat eine Wohngebäudeversicherung?

Spätestens seit dem großen Hochwasser im Jahr 2010 ist vielen Immobilienbesitzern bewusstgeworden, wie wichtig eine Wohngebäudeversicherung eigentlich ist. Bereits in der Grundausstattung bietet die Wohngebäudeversicherung einen ausreichenden Schutz gegen

  • Feuer
  • Sturm
  • Hagel
  • Leitungswasser

In besonders gefährdeten Regionen, in denen solche Katastrophen wie

  • Hochwasser
  • √úberschwemmung
  • Schneedruck
  • Lawine
  • Erdbeben
  • Erdrutsch

h√§ufiger auftreten k√∂nnen als in anderen Regionen Deutschlands, bietet eine Wohngeb√§udeversicherung die M√∂glichkeit, den Leistungsumfang durch Zusatzbausteine zu erweitern, um die Immobilie optimal gegen genau die Risiken abzusichern, die tats√§chlich auf Sie zukommen k√∂nnten. Dabei m√ľssen Sie immer nur genau die Zusatzbausteine abschlie√üen, die Sie auch wirklich ben√∂tigen. Dadurch zahlen Sie niemals mehr, als unbedingt n√∂tig ist.

15. Welche Nachteile hat eine Wohngebäudeversicherung?

Insbesondere in gef√§hrdeten Gebieten, wie etwa in Hochwassergebieten, ziehen es viele Versicherer vor, den Wunsch nach einer Wohngeb√§udeversicherung nicht zu erf√ľllen, sondern den Antrag auf eine Versicherung abzulehnen. Einige andere Anbieter gehen auch dazu √ľber, entsprechend horrende Beitr√§ge zu verlangen, um das gro√üe Risiko entsprechend zu kompensieren.