Vermieterrechtsschutz im Griff
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Vermieterrechtsschutz

1. Warum lohnt sich der Abschluss eines Vermieterrechtsschutzes?

Wenn es um Mietobjekte geht, ganz gleich ob gewerblich oder privat, dann kann es durchaus sehr hart zugehen, wenn es zu einem Streit zwischen Mieter und Vermieter kommt. Nicht nur Mieter, sondern auch Vermieter sind daher sehr gut beraten, wenn sie sich rechtzeitig dazu entschlie√üen, eine Rechtsschutzversicherung abzuschlie√üen. Im Ernstfall kommt der Vermieterrechtsschutz f√ľr s√§mtliche Kosten auf, die Ihnen f√ľr Anwalt und Gericht entstehen sollten. Doch es gibt einige Punkte, in denen sich die verschiedenen Versicherungen f√ľr einen Vermieterrechtsschutz mitunter deutlich voneinander unterscheiden. Dies sind insbesondere:

  • der Leistungsumfang
  • die H√∂he der zu zahlenden Beitr√§ge
  • die H√∂he der Selbstbeteiligung

Genau aus diesem Grund sollten Sie niemals einfach mal eben nebenbei einen Vermieterrechtsschutz abschlie√üen, ohne zuvor einen Vergleich durchzuf√ľhren. Durch den Abschluss eines Vermieterrechtsschutzes werden in der Regel s√§mtliche Kosten gedeckt, welche Ihnen aufgrund von rechtlichen Streitigkeiten bez√ľglich eines Mietverh√§ltnisses zwischen Ihnen und einem Ihrer Mieter entstehen. Zwar kann die Police f√ľr einen Vermieterrechtsschutz im Vergleich zum Mieterrechtsschutz um einiges teurer sein, da sich diese unter anderem nach der Zahl der Wohnungen sowie an den Gesamtmieteinnahmen orientiert. Bei einem besonders hohen Risiko ist dies aber durchaus eine sinnvolle Investition, da der Vermieterrechtsschutz Sie vor hohen Kosten und somit vor einem finanziellen Problem bewahren kann.

Zwischen Mieter und Vermieter kommt es nicht selten zu herben Streitereien, die nicht selten vor Gericht landen. Zur Kl√§rung der Angelegenheit sind h√§ufig nicht nur Anwalt und Gericht erforderlich, sondern auch teure Gutachten. Auch diese werden im Ernstfall durch den Vermieterrechtsschutz √ľbernommen.

2. Welche Leistungen sind im Rahmen eines Vermieterrechtsschutzes mitversichert?

Welche Leistungen ein Vermieterrechtsschutz im Einzelnen anbietet, h√§ngt generell immer vom jeweiligen Anbieter ab, denn diese k√∂nnen je nach Versicherer deutlich voneinander abweichen. Damit der Vermieterrechtsschutz √ľberhaupt einspringt, ist es zun√§chst erforderlich, dass ein Rechtsschutzfall vorliegt. Dies bedeutet also, dass der Vermieterrechtsschutz nicht f√ľr die Kosten einer vorbeugenden Rechtsberatung aufkommt, sondern nur dann, wenn auch tats√§chlich ein Rechtsfall eingetreten ist. In einem solchen Fall ist es m√∂glich, den Vermieterrechtsschutz sowohl als passive als auch als aktive Police einzusetzen. Der Vermieterrechtsschutz leistet also nicht nur, wenn Sie als Vermieter selbst klagen, sondern auch dann, wenn Sie verklagt werden sollen. In der Regel beinhaltet der Vermieterrechtsschutz verschiedene Rechtsbereiche, wie zum Beispiel:

  • Wohnungs- und Grundst√ľcksrechtsschutz
  • Schadenersatz Rechtsschutz
  • Strafrechtsschutz
  • Ordnungswidrigkeiten Rechtsschutz
  • Steuer Rechtsschutz

Sobald innerhalb dieser versicherten Bereiche ein Rechtsschutzfall eintreten sollte, kommt der Vermieterrechtsschutz bis zur vollen H√∂he der vereinbarten Deckungssumme f√ľr s√§mtliche Ihnen entstehenden Kosten auf. Die Deckungssumme sollte im Idealfall eine H√∂he von mindestens 500.000 Euro betragen. Es gibt aber auch zahlreiche Anbieter, die ihren Vermieterrechtsschutz mit einer unbegrenzten Deckungssumme ausstattet, wodurch sich Ihnen ein noch besserer Versicherungsschutz bietet.

Im Versicherungsfall kommt der Vermieterrechtsschutz unter anderem f√ľr folgende Kosten auf:

  • Anwalt
  • Gericht
  • Sachverst√§ndiger
  • Gutachter
  • Notar
  • Zeugen

Dar√ľber hinaus werden sogar die Kosten der Gegenseite vom Vermieterrechtsschutz getragen, sofern Sie diese zu zahlen haben sollten. Sollten Sie sich au√üergerichtlich mit Ihrem Mieter einigen, so werden die Kosten hierf√ľr in der Regel hingegen nicht durch den Vermieterrechtsschutz √ľbernommen. Deshalb lohnt es sich durchaus, wenn Sie sich, bevor Sie ein Gutachten anfordern, bei Ihrem Versicherer dar√ľber informieren, ob die Kosten hierf√ľr auch tats√§chlich durch Ihren Vermieterrechtsschutz √ľbernommen werden. Daneben gibt es aber auch noch einige weitere Rechtsbereiche, in denen der Vermieterrechtsschutz keine Leistungen erbringt, wie etwa bei s√§mtlichen F√§llen rund um:

  • Hausbau
  • Baufinanzierung
  • Grundst√ľckskauf
  • Grundst√ľcksverkauf

Die meisten Versicherer √ľbernehmen aber zumindest h√§ufig die Kosten f√ľr eine erste Rechtsberatung. Dagegen kommt der Vermieterrechtsschutz aber f√ľr s√§mtliche Kosten auf, die Ihnen bei Konflikten entstehen, in denen Sie tats√§chlich auch als Vermieter in Erscheinung treten. Dies beinhaltet zum Beispiel s√§mtliche Besch√§digungen durch Ihre Mieter am Haus oder der Wohnung. Streitigkeiten wegen Sch√§den, welche durch Nichtmieter verursacht wurden, sind h√§ufig jedoch nicht abgedeckt.

3. Was sollte ich beachten, bevor ich einen Vermieterrechtsschutz abschließe?

Den Vermieterrechtsschutz gibt es sowohl als Einzelpolice als auch in einem umfassenden Kombi-Paket. Mehrere unterschiedliche Einzelvertr√§ge abzuschlie√üen ist in der Regel sehr teuer, da die Prozesskosten zwischen Vermieter und Mieter schnell in die H√∂he schie√üen k√∂nnen. Wenn Sie sich also optimal absichern, aber dabei dennoch gerne sparen m√∂chten, dann sollten Sie versuchen, den Vermieterrechtsschutz in Ihren bereits bestehenden Privatrechtsschutz zu integrieren. Eine m√∂gliche Alternative w√§re auch, dass Sie sich √ľber eine Vermietervereinigung versichern.

Doch auch Einzelverträge bieten Ihre gewissen Vorteile. So kann der Vermieterrechtsschutz mittels einer Einzelpolice wesentlich flexibler gestaltet werden als dies bei einem Kombi-Paket in der Regel der Fall ist. Daher ist der Abschluss eines Vermieterrechtsschutzes in Form einer einzelnen Police stets die bessere Wahl.

Grunds√§tzlich sind Sie verpflichtet, s√§mtliche vorhandenen Wohnungen, welche sich in der zu versichernden Immobilie befinden, zu versichern. Einzelne Wohnungen dabei auszunehmen ist nicht m√∂glich, es sei denn, diese befinden sich nicht in Ihrem Besitz. Die Beitr√§ge f√ľr den Vermieterrechtsschutz erfolgt je nach Anbieter und Tarif auf unterschiedliche Weise:

  • Auf Basis der Bruttojahresmiete (Warmmiete)
  • Pauschal auf Basis der vermieteten Wohneinheiten

Handelt es sich bei dem zu versichernden Objekt um eine Gewerbeimmobilie, also wird die Immobilie gewerblich genutzt, dann steigen die Beiträge in der Regel entsprechend deutlich an.

Sobald es darum geht zu entscheiden, wie die Beitr√§ge gezahlt werden sollen, ist zu empfehlen, diese nicht etwa monatlich oder quartalsweise, sondern gleich als kompletten Jahresbeitrag zu zahlen. Dadurch k√∂nnen Sie die Beitr√§ge n√§mlich um einen nicht unerheblichen Betrag senken, da bei einer monatlichen oder viertelj√§hrlichen Bezahlung Ratenzahlungszuschl√§ge hinzukommen. Auch die Vereinbarung eines Selbstbehalts sollten Sie vor dem Abschluss eines Vermieterrechtsschutzes √ľberdenken. Schon mit nur 150 bis 300 Euro Selbstbeteiligung sinken die Beitr√§ge nicht unerheblich.

Sobald Sie einen Vermieterrechtsschutz abschlie√üen, gibt es in den meisten F√§llen eine Wartezeit von drei Monaten. Sollte es also innerhalb der ersten drei Monate nach Abschluss des Vermieterrechtsschutzes zu einem Versicherungsfall kommen, dann kommt der Vermieterrechtsschutz f√ľr die Ihnen dadurch entstehenden Kosten nicht auf.

√úber eines m√ľssen Sie sich immer schon vor dem Abschluss eines Vermieterrechtsschutzes bewusst sein: Wer sich gerne und viel streitet, der bekommt schneller die K√ľndigung als er denkt. Sollten Sie innerhalb eines Zeitraums von nur einem Jahr zwei oder oder sogar mehr Streitf√§lle an den Versicherer gemeldet haben, dann hat dieser die M√∂glichkeit, den zwischen Ihnen beiden bestehenden Vertrag vorzeitig zu k√ľndigen. Es gibt aber auch vereinzelt Anbieter, bei denen Sie sogar bereits nach dem ersten Versicherungsfall die K√ľndigung erhalten k√∂nnten. Deshalb sollten Sie sich noch vor der Unterzeichnung des Versicherungsvertrages die Allgemeinen Versicherungsbedingungen des jeweiligen Anbieters genau durchlesen und diesen Punkt explizit pr√ľfen. Sollte Ihr aktueller Anbieter den Vertrag von sich aus gek√ľndigt haben, dann besteht in der Regel das Risiko, dass ein neuer Anbieter Ihren Antrag auf Vermieterrechtsschutz m√∂glicherweise ablehnen k√∂nnte.

4. In welchen Fällen erbringt ein Vermieterrechtsschutz seine Versicherungsleistungen?

Viele Rechtsstreits zwischen Mieter und Vermieter gehen auf sogenannte Mietnomaden zur√ľck. Mieten werden schon seit Monaten oder sogar Jahren nicht mehr gezahlt, auf Mahnungen oder sogar die K√ľndigung der Wohnung wird einfach nicht reagiert. Schon alleine dies ist bereits ein enormer finanzieller Schaden f√ľr einen Vermieter. Wenn Sie dann noch eine R√§umungsklage anstreben, wird es f√ľr Sie erst richtig teuer. Vor eben solchen Kosten kann Sie ein Vermieterrechtsschutz jedoch bewahren. Bei einem Vermieterrechtsschutz spielt es keine Rolle, ob Sie den Rechtsstreit mit Ihrem Mieter gewinnen oder verlieren, denn der Anbieter √ľbernimmt s√§mtliche Ihnen entstehenden Kosten bis zur H√∂he der vertraglich vereinbarten Deckungssumme.

Der Vermieterrechtsschutz kommt unter anderem in zum Beispiel folgende F√§llen f√ľr die Kosten auf:

Wohnungs- und Grundst√ľcksrechtsschutz: Ihr Mieter zahlt seine Miete nicht mehr und reagiert weder auf Mahnungen noch auf die K√ľndigung, sodass Sie sich gezwungen sehen, vor Gericht zu ziehen.

Strafrechtsschutz: Ein Passant st√ľrzt im Winter vor Ihrem Mietshaus und gibt an, es sei weder gebahnt noch gestreut worden, woraufhin es zu einem Ermittlungsverfahren durch die Staatsanwaltschaft kommt, da es sich hierbei um den Verdacht der fahrl√§ssigen K√∂rperverletzung handelt. Sie nehmen sich einen Anwalt als Rechtsbeistand.

Ordnungswidrigkeiten-Rechtsschutz: Ein Mieter erhebt nach dem Erhalt der Nebenkostenabrechnung den Vorwurf, dass nicht geeichte Messgeräte verwendet wurden.

Steuer-Rechtsschutz: Sie erhalten den Einkommensteuerbescheid von Ihrem Finanzamt und stellen fest, dass die Erhaltungsaufwendungen an Ihrem Mietshaus nicht vollst√§ndig ber√ľcksichtigt wurden und gehen gerichtlich gegen diesen Bescheid vor.

In diesen F√§llen kommt der Vermieterrechtsschutz f√ľr die Anwaltskosten ebenso auf wie f√ľr die Kosten des Gerichtsverfahrens und f√ľr eventuelle Zeugen, die vor Gericht geladen werden. Ebenso √ľbernimmt der Vermieterrechtsschutz auch die Kosten f√ľr Sachverst√§ndige und Gutachter. Bei den meisten Anbietern erhalten Sie dar√ľber hinaus auch noch eine kostenlose telefonische Rechtsberatung.

Manchmal kommt es vor, dass ein Vermieter sich dazu entschlie√üt, eine bislang von ihm vermietete Wohnung k√ľnftig selbst bewohnen zu wollen. In einem solchen Fall ist es jedoch erforderlich, dass dem bisherigen Mieter der Wohnung das Mietverh√§ltnis fristgerecht gek√ľndigt werden muss. Nicht immer geht dies sauber √ľber die B√ľhne, sondern h√§ufig kommt es auch hierbei zu einem Rechtsstreit. Oftmals k√∂nnen Sie Ihr Recht dann nur √ľber einen Anwalt durchsetzen, da Sie den Eigenbedarf juristisch √ľberzeugend nachweisen m√ľssen. Mit einem Vermieterrechtsschutz haben Sie auch f√ľr einen solchen Fall genau den richtigen Ansprechpartner an Ihrer Seite.

5. In welchen Fällen erbringt ein Vermieterrechtsschutz seine Versicherungsleistungen nicht?

So wie er Vermieterrechtsschutz f√ľr viele F√§lle finanziell aufkommt, gibt es aber auch F√§lle, in denen der Anbieter keine Leistungen erbringt. Geben Sie beispielsweise selbst ein Gutachten in Auftrag, welches nicht gerichtlich angeordnet wurde, dann werden die Kosten hierf√ľr in der Regel nicht durch den Vermieterrechtsschutz √ľbernommen. Daneben gibt es einige besondere Rechtsbereiche, in denen der Vermieterrechtsschutz keine Leistungen √ľbernimmt. Dies ist beispielsweise bei einem Hausbau, bei einer Baufinanzierung, beim Erbrecht sowie bei Grundst√ľckskauf oder -verkauf. Auch wenn jemand, der kein Mieter einer versicherten Immobilie ist, einen Schaden an Ihrem Objekt verursacht, tritt der Vermieterrechtsschutz nicht f√ľr die Kosten√ľbernahme ein.

Sollten bereits vor dem Abschluss des Vermieterrechtsschutzes oder während des Abschlusses ein Rechtsstreit zwischen Ihnen und Ihrem Mieter bestehen, so sind diese nicht automatisch durch den neuen Vermieterrechtsschutz mitversichert. Bei den meisten Anbietern ist es so, dass sogar eine Wartezeit von drei Monaten ab dem Tag des Abschlusses des Versicherungsvertrags besteht. Dies bedeutet, dass Streitigkeiten, die während dieser Wartezeit aufkommen sollten, ebenfalls nicht mitversichert sind.

Daneben gibt es aber auch weitere F√§lle, in denen der Vermieterrechtsschutz die Erbringung von Leistungen verweigert. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn Sie selbst vors√§tzlich eine Straftat begangen haben sollten, welche zu den Streitigkeiten gef√ľhrt hat, oder aber, wenn es sich um eine Ordnungswidrigkeit handelt, die Sie selbst zu verantworten haben.

6. Ist es möglich, zusätzliche Bausteine mitzuversichern?

Bei vielen Versicherungen f√ľr einen Vermieterrechtsschutz ist es so, dass der Leistungsumfang bereits bei Abschluss des Versicherungsvertrages feststeht. Es gibt aber in der Regel immer auch Tarife, bei denen Sie die M√∂glichkeit haben, den Leistungsumfang um zus√§tzliche Bausteine zu erweitern. Dies h√§ngt jedoch immer vom jeweiligen Anbieter und auch vom Tarif ab. Deshalb sollten Sie sich noch vor dem Abschluss eines Vermieterrechtsschutzes die Vertragsbedingungen genau durchlesen und den Anbieter bei Bedarf auch fragen, ob eine von Ihnen gew√ľnschte Leistung zus√§tzlich mit in den Vermieterrechtsschutz mit reingenommen werden kann.

7. Wann setzt der Versicherungsschutz des Vermieterrechtsschutzes ein?

Bei den meisten Versicherungen setzt der Versicherungsschutz sp√§testens mit der Zahlung des Erstbeitrags ein. Nicht so jedoch beim Vermieterrechtsschutz. Hier ist es f√ľr gew√∂hnlich so, dass es eine Wartezeit von drei Monaten ab Unterzeichnung des Versicherungsvertrags beziehungsweise nach Erhalt der Police gibt. Kommt es noch innerhalb dieser Wartezeit zu einem Streitfall, so ist dieser nicht versichert. Erst nach dieser Wartezeit besteht daher der Versicherungsschutz. Es gibt aber auch Anbieter, die generell auf die Vereinbarung einer solchen Frist verzichten, w√§hrend bei einigen anderen Versicherungsunternehmen wiederum die M√∂glichkeit besteht, die Wartezeit gegen entsprechenden Aufpreis zumindest zu verk√ľrzen oder sogar vollst√§ndig zu streichen.

8. Wie hoch sollte die Deckungssumme des Vermieterrechtsschutzes sein?

Es gibt Tarife, bei denen wird Ihnen eine unbegrenzte Deckungssumme f√ľr Ihren Vermieterrechtsschutz geboten. Dies jedoch in der Regel nur gegen entsprechenden Aufpreis. Bei den meisten Tarifen ist die H√∂he der Deckungssumme jedoch gedeckelt. Zwar kann ein Rechtsstreit durchaus sehr teuer werden, vor allem, wenn es mehrere juristische Auseinandersetzungen geben sollte. In den meisten F√§llen reicht eine Deckungssumme von 300.000 Euro bis 500.000 Euro jedoch aus, denn nur in den seltensten F√§llen liegt der Streitwert in Millionenh√∂he.

9. Nach welchen Faktoren wird der Beitrag zum Vermieterrechtsschutz berechnet?

Die H√∂he der Beitr√§ge f√ľr einen Vermieterrechtsschutz wird in der Regel anhand von zwei Methoden berechnet, die jedoch je nach Anbieter und Tarif unterschiedlich ausfallen kann:

  • nach der Anzahl der Wohneinheiten, welche sich im zu versichernden Objekt befinden
  • nach der Summe der Bruttomieteinnahmen, also der Warmmiete, des gesamten Jahres
  • Daneben bestimmen auch noch weitere Faktoren die H√∂he der Beitr√§ge. Dies sind zum Beispiel:
  • Ihr Alter
  • Ihr Beruf
  • die Qualit√§t der Wohneinheiten

Sie haben jedoch die Möglichkeit, die Beiträge zu senken, indem Sie zum Beispiel einen Selbstbehalt vereinbaren. Schon eine Selbstbeteiligung in Höhe von 150 Euro bis 300 Euro je Streitfall kann die Beitragshöhe deutlich senken.

10. Welchen Nutzen hat ein Vergleich des Vermieterrechtsschutzes f√ľr mich?

Auf Ihrer Suche nach einem guten Vermieterrechtsschutz sollten Sie sich niemals f√ľr den erstbesten Tarif entscheiden, den Ihnen irgendjemand empfohlen hat. Auch sollten Sie sich nicht pauschal f√ľr den g√ľnstigsten Tarif entscheiden, den Sie finden k√∂nnen. Der wichtigste Faktor, der bei Ihrer Entscheidung eine Rolle spielen sollte, ist der Umfang der Leistungen. Mit einem Vergleichsrechner haben Sie die M√∂glichkeit, sich recht schnell und vor allem ohne gro√üen Aufwand einen √úberblick √ľber alle am Markt verf√ľgbaren Tarife f√ľr einen Vermieterrechtsschutz zu machen. Bei einem Vergleich geben Sie in der Regel erst einmal die wichtigsten Informationen an, die f√ľr einen Abschluss und zur Berechnung der Beitr√§ge erforderlich sind. Au√üerdem k√∂nnen Sie Ihren pers√∂nlichen Bedarf angeben, woraufhin Sie eine Auflistung der Tarife erhalten, welche am besten zu Ihren individuellen Anforderungen passen, woraufhin Sie sich schlie√ülich einen direkten √úberblick der Leistungen verschaffen k√∂nnen. Nicht selten werden Ihnen bereits der g√ľnstigste und der leistungsst√§rkste Vermieterrechtsschutz vom Vergleichsrechner als Empfehlung angezeigt. Lesen Sie sich aber unbedingt selbst die Leistungskataloge der jeweiligen Anbieter durch und richten Sie sich ausdr√ľcklich danach, was Sie von einem guten Vermieterrechtsschutz erwarten. Erst dann sollten Sie sich auf die Suche nach einem g√ľnstigen Anbieter machen.

11. Ist es m√∂glich, den Versicherungsschutz und die Versicherungsbeitr√§ge flexibel an meine Bed√ľrfnisse anzupassen?

Der Versicherungsschutz kann beim Vermieterrechtsschutz bei vielen Anbietern individuell an die eigenen Bed√ľrfnisse angepasst werden. Gleiches gilt auch f√ľr die Beitragsh√∂he. Insbesondere die Beitr√§ge k√∂nnen Sie in den meisten F√§llen individuell beeinflussen, indem Sie zum Beispiel eine Selbstbeteiligung mit dem Versicherer vereinbaren. Je h√∂her der Selbstbehalt gew√§hlt wird, desto mehr fallen auch die Beitr√§ge. Bei kleineren Betr√§gen von wenigen Hundert Euro ist es ohnehin empfehlenswert, die Kosten selbst zu tragen, da Ihnen sonst unter Umst√§nden seitens des Anbieters eine K√ľndigung des Versicherungsvertrags drohen k√∂nnte. Aber auch die Leistungen k√∂nnen h√§ufig angepasst werden. Dies ist jedoch je nach Anbieter und Versicherungstarif recht unterschiedlich, weshalb Sie diesbez√ľglich unbedingt mit dem jeweiligen Anbieter Kontakt aufnehmen sollten.

12. Kann ich die Versicherungsbeiträge von der Steuer absetzen?

Die Beitr√§ge f√ľr den Vermieterrechtsschutz k√∂nnen grunds√§tzlich durchaus von der Steuer abgesetzt werden. Allerdings ist es dazu erforderlich, dass dieser in direktem Zusammenhang mit Ihrer Arbeit steht. Diese k√∂nnen Sie jederzeit als Werbungskosten in der Einkommensteuererkl√§rung geltend machen. Da jedoch auch viele weitere Versicherungen unter die Werbungskosten fallen, ebenso wie etwa Kosten f√ľr Ihr B√ľro oder Instandhaltungskosten, der maximal absetzbare Betrag aber begrenzt ist, ist es ohnehin fraglich, ob die gesamten Beitr√§ge f√ľr den Vermieterrechtsschutz steuerlich ber√ľcksichtigt werden.

13. Worauf muss ich bei der K√ľndigung meines Vermieterrechtsschutzes achten?

Wenn Sie Ihren bestehenden Vermieterrechtsschutz k√ľndigen m√∂chten, dann haben Sie hierzu verschiedene M√∂glichkeiten:

  • die ordentliche K√ľndigung
  • die au√üerordentliche K√ľndigung

Besonders sinnvoll kann eine K√ľndigung etwa dann sein, wenn Sie einen Anbieter mit einem besseren Preis-Leistungs-Verh√§ltnis gefunden haben. Bei der ordentlichen K√ľndigung k√∂nnen Sie den Vermieterrechtsschutz jederzeit zum Ende des aktuellen Vertragsjahres k√ľndigen. Hierzu ist es lediglich erforderlich, Ihrem Versicherer noch vor dem Ablauf der vertraglich vereinbarten K√ľndigungsfrist Ihren K√ľndigungswunsch zu √ľbermitteln. Die K√ľndigungsfrist betr√§gt f√ľr gew√∂hnlich drei Monate. Sollten Sie den Vermieterrechtsschutz gleich auf mehrere Jahre abgeschlossen haben, um beispielsweise die Beitr√§ge zu senken, dann ist eine K√ľndigung fr√ľhestens zum Ende dieser Mindestvertragslaufzeit m√∂glich.

Als Ende des Versicherungsjahres gilt normalerweise immer der Tag vor dem Datum, an dem Sie den Vertrag f√ľr den Vermieterrechtsschutz unterzeichnet haben. Bei einigen Anbietern kann es aber auch sein, dass das Ende des Versicherungsjahres dem Ende des Kalenderjahrs entspricht. Deshalb sollten Sie immer einen pr√ľfenden Blick in die Vertragsunterlagen werfen, um auch garantiert auf der sicheren Seite zu sein.

Daneben gibt es noch die M√∂glichkeit der au√üerordentlichen K√ľndigung. Diese k√∂nnen sie immer dann durchf√ľhren, wenn

  • die Beitr√§ge f√ľr den Vermieterrechtsschutz erh√∂ht werden
  • ein Versicherungsfall eingetreten ist
  • es zu einem Risikowegfall kommt
  • sich die Gefahrenumst√§nde ver√§ndert haben

In diesen F√§llen haben Sie ein sogenanntes Sonderk√ľndigungsrecht. Dies bedeutet, dass Sie den Vermieterrechtsschutz innerhalb eines Zeitraums von nur einem Monat ab dem Tag, an dem Sie Kenntnis √ľber die Ver√§nderung erlangt haben, k√ľndigen k√∂nnen. In den meisten F√§llen ist die K√ľndigung dann mit sofortiger Wirkung m√∂glich.

Die K√ľndigung schicken Sie am besten per Briefpost an den Versicherer, idealerweise sogar per Einschreiben, sodass der Brief noch vor dem Ablauf der K√ľndigungsfrist beim Versicherer eingeht. Geht er erst sp√§ter ein, verl√§ngert sich der Vertrag der Vermieterrechtsschutz Versicherung automatisch um ein weiteres Jahr und die K√ľndigung wird erst dann g√ľltig.

14. Worauf muss ich bei einem Wechsel meines Vermieterrechtsschutzes achten?

Viele Menschen bleiben, wenn sie sich einmal f√ľr einen Vermieterrechtsschutz entschieden haben, √ľber Jahre hinweg bei ein und demselben Anbieter. Da sich die verschiedenen Versicherungen jedoch immer wieder erbitterte Duelle liefern um m√∂glichst viele Kunden zu locken, gibt es immer wieder neue Tarif mit einem neuen Leistungsumfang und mitunter sogar noch g√ľnstigeren Beitr√§gen. Deshalb sollten Sie im Idealfall jedes Jahr einen Versicherungsvergleich vornehmen, um festzustellen, ob sich ein Wechsel f√ľr Sie nicht sogar auszahlen w√ľrde.

Sollten Sie tats√§chlich einen Tarif gefunden haben, der besser ist als der aktuelle Vermieterrechtsschutz, dann steht einem Wechsel eigentlich nichts mehr im Wege. Wichtig dabei ist jedoch, dass Sie sich an die K√ľndigungsfrist halten. Diese betr√§gt in den meisten F√§llen drei Monate, wobei das Ende des Versicherungsjahres variieren kann. Normalerweise ist dies einen Tag vor der Vertragsunterzeichnung. Wurde der Vermieterrechtsschutz also beispielsweise am 10. Juli abgeschlossen, dann endet der Vermieterrechtsschutz f√ľr gew√∂hnlich am 09. Juli. Es kann aber auch sein, dass das Ende des Versicherungsjahres gleich dem Ende des Kalenderjahres entspricht. Deshalb sollten Sie sich unbedingt vorher dar√ľber informieren, zu wann Sie den bestehenden Vermieterrechtsschutz k√ľndigen m√ľssen. Geht die K√ľndigung zu sp√§t beim bisherigen Anbieter ein, kommt es sonst zu √úberschneidungen mit dem neuen Anbieter.

15. Vorteile eines Vermieterrechtsschutzes sind?

Der Vermieterrechtsschutz bewahrt Sie vor allen Risiken eines Rechtsstreits mit Ihren Mietern. Ganz gleich, ob Ihr Mieter seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt, beim Auszug aus der Mietwohnung oder dem Mietshaus Sch√§den hinterlassen hat, f√ľr die er nicht zahlen m√∂chte, oder es im Winter mangels Schneedienst zu einem Schadensfall kommt. S√§mtliche Kosten, welche Ihnen in der Rolle des Vermieters entstehen, werden im Falle eines Rechtsstreits durch den Vermieterrechtsschutz √ľbernommen, sodass Ihnen keine finanziellen Verluste entstehen.

16. Welche Nachteile hat ein Vermieterrechtsschutz?

Kommt es in Ihrer Rolle als Vermieter zu Streitigkeiten mit einem Mieter, dann kommt der Vermieterrechtsschutz nur dann f√ľr die Ihnen entstehenden Kosten auf, wenn die Streitigkeiten auch vor Gericht ausgetragen werden. Bei au√üergerichtlichen Streitigkeiten hingegen werden die Kosten nicht √ľbernommen