Drohnenversicherung im Griff
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Drohnenversicherung

Warum lohnt sich der Abschluss einer Drohnenversicherung?

FĂŒr VermessungstĂ€tigkeiten, fĂŒr professionelle Film- und Fotoaufnahmen, fĂŒr Bodenbeobachtungen und Fassadenkontrollen, fĂŒr PR-Maßnahmen oder einfach just for fun – fĂŒr Drohnen gibt es heutzutage eine Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten. Die kleinen unbemannten Flugobjekte sind sowohl im privaten wie auch im gewerblichen Bereich beliebt. Diese Tatsache erstaunt wenig, da die Drohnen, Multi- oder Quadrocopter eine deutliche Arbeitserleichterung darstellen. Waren bislang riskante Baubesteigungen oder aufwendige bemannte FlugeinsĂ€tze nötig, ĂŒbernehmen heute die Drohnen diverse EinsĂ€tze vor allem an Stellen in großen Höhen, die fĂŒr Menschen schwer erreichbar sind.

So praktisch die ferngesteuerten FluggerĂ€te auch sind, ihr Einsatz ist jedoch stets mit einem gewissen Risiko verbunden. Ein Sach- oder im schlimmeren Fall ein Personenschaden kann schnell passieren, wenn die Drohne unsachgemĂ€ĂŸ landet oder sogar abstĂŒrzt. Der Abschluss einer Drohnenversicherung, um sich vor dem Risiko von SchadensersatzansprĂŒchen von Dritten zu schĂŒtzen, ist daher nicht nur empfehlenswert, sondern sogar gesetzlich vorgeschrieben.

UnabhĂ€ngig davon, ob die Drohne gewerblich oder privat genutzt wird, unterliegt seit 2005 jede Person, die ein unbemanntes und motorisiertes Flugobjekt im Außenbereich steuert, gemĂ€ĂŸ § 43 Abs. 2 LuftVG einer gesetzlichen (Haftpflicht-)Versicherungspflicht.

Wer sich nicht daran hÀlt und keine entsprechende Drohnenversicherung nachweisen kann, muss sogar mit einer hohen Geldstrafe rechnen.

Eine Drohnenversicherung, auch Quadrocopter-Versicherung genannt, ist eine Haftpflichtversicherung, deren Leistungsumfang speziell auf den Einsatz von Drohnen zugeschnitten ist und vor allem die hÀufig unberechenbaren Haftungsrisiken von

  • menschlichen
  • technischen
  • witterungsbedingten

Fehlerquellen abdeckt und sowohl bei Personen- als auch SachschĂ€den leistet, die Dritten entstanden sind. Versichert ĂŒber eine Drohnenversicherung ist dabei nicht nur der Versicherungsnehmer, sondern eine nicht eingeschrĂ€nkte Anzahl von berechtigten Piloten, zum Beispiel die Mitarbeiter eines Unternehmens. Ausgeschlossen vom Versicherungsschutz sind dahingegen Kunden, an die das Flugobjekt weitervermietet wird.

 

Welche SchÀden sind im Rahmen einer Drohnenversicherung mitversichert?

Mit einer Drohnenversicherung erhalten Sie Leistungen bei SchadensersatzansprĂŒchen von Dritten, die aus einem Absturz oder aus einer unsachgemĂ€ĂŸen Landung einer Drohne mit Einschlag, Aufprall, Touchieren oder Streifen resultieren und zu folgenden SchĂ€den fĂŒhren:

  • PersonenschĂ€den
  • SachschĂ€den (zum Beispiel an Fahrzeugen und GebĂ€uden, an beweglichen GegenstĂ€nden, auch Glas, sowie an Strom- und Kommunikationsanlagen)
  • VermögensschĂ€den, die aus einem Sach- oder Personenschaden resultieren

Ein berechtigter Anspruch auf Schadensersatz besteht bei der Drohnenversicherung bei SchÀden, die entstanden sind

  • durch einen technischen Defekt der Drohne, zum Beispiel ein Funkabriss, ein Ausfall des Akkus oder ein Motorschaden
  • durch einen witterungsbedingten Unfall oder Absturz der Drohne, zum Beispiel durch Hagel, Gewitter oder Sturmböen
  • durch einen menschlichen Fehler, zum Beispiel eine Fehlbedienung oder -steuerung sowie fahrlĂ€ssige Unachtsamkeit

Mögliche Schadensszenarien, bei denen ein Leistungsanspruch der Drohnenversicherung besteht, sind zum Beispiel:

  • Ein plötzlicher starker Regen fĂŒhrt dazu, dass die Drohne nicht sachgemĂ€ĂŸ landen kann. Sie touchiert einen stehenden PKW, der einige Schrammen und Dellen davontrĂ€gt.
  • Ein technischer Defekt sorgt dafĂŒr, dass der Motor der Drohne ausfĂ€llt, diese in der Folge herabstĂŒrzt und in die Windschutzscheibe eines fahrenden LKWs prallt. Der Fahrer wird nicht nur verletzt, sondern verliert zudem die Kontrolle ĂŒber sein Fahrzeug, welches sich auf der Straße querstellt. Mehrere Autos fahren in den LKW.
  • Aufgrund einer Fehlsteuerung des Piloten misslingt die Landung der Drohne und trifft einen Passanten. Seine Kopfverletzungen sind so schwerwiegend, dass dieser irreversible geistige SchĂ€den zurĂŒckbehĂ€lt.

 

Was sollte ich beachten, bevor ich eine Drohnenversicherung abschließe?

Bevor Sie eine Drohnenversicherung abschließen, sollte genau festgelegt werden, ob die Drohne

  • privat und /oder
  • gewerblich

genutzt wird. Ein gewerblicher Tarif einer Drohnenversicherung unterscheidet sich von einem privaten vor allem in der Beitragshöhe, da das Risiko fĂŒr einen Schaden fast immer höher ist.

Wer den Multicopter ausschließlich fĂŒr private Zwecke nutzt, fĂŒr den kann der Versicherungsschutz ĂŒber die private Haftpflichtversicherung ausreichen. In dem Fall muss die Drohne jedoch bei der betreffenden Versicherung angemeldet werden. Hierbei ist jedoch nicht gewĂ€hrleistet, dass der volle Versicherungsschutz wie bei einer Drohnenversicherung greift. Sollte die Drohne sowohl privat wie auch gewerblich zum Einsatz kommen, bedarf es einer gewerblichen Drohnenversicherung. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn Sie mit Ihrer Drohne Film- oder Fotoaufnahmen machen, die sie verkaufen oder auch nur in einem öffentlichen sozialen Netzwerk publizieren. Wer eine gewerbliche Drohnenversicherung abschließt, erhĂ€lt einen Versicherungsschein (gemĂ€ĂŸ § 108 LuftVZO (1) 5 e). Diesen muss der Versicherungsnehmer nach gesetzlichen Vorschriften bei jedem Drohneneinsatz bei sich tragen und auf Anfrage auch vorzeigen.

Ganz gleich, ob privat oder gewerblich, mit dem Abschluss einer Drohnenversicherung erhalten Sie Versicherungsschutz einer Drohnenversicherung grundsĂ€tzlich nur fĂŒr die in der Police angegebene Drohne. Es ist auch möglich, mehrere Drohnen ĂŒber eine Drohnenversicherung zu versichern. Dementsprechend mĂŒssen sĂ€mtliche relevanten Daten der Drohne, wie der Name des Herstellers, die Seriennummer, die Typbezeichnung sowie das maximale Startgewicht, in die Versicherungspolice eingetragen werden.

Wer eine Drohne im öffentlichen Raum steuert, unterliegt neben dem Abschluss einer Drohnenversicherung weiteren gesetzlichen Vorschriften:

  • Wird die Drohne gewerblich genutzt, bedarf es einer behördlichen Aufstiegsgenehmigung, die das Luftfahrtamt des betreffenden Bundeslandes erteilt.
  • Es gibt geografische EinschrĂ€nkungen fĂŒr den Einsatz der Drohne: So ist es generell untersagt, die Drohne ĂŒber kontrolliertem Luftraum (der Umkreis von 1,5 Kilometern eines Flughafens), ĂŒber Menschenansammlungen, PrivatgrundstĂŒcken, Kraftwerken, KrankenhĂ€usern oder UnglĂŒcksstellen fliegen zu lassen. Mit speziellen ICAO-Luftfahrtkarten können Sie sich informieren, welcher Luftraum fĂŒr die Drohnen freigegeben ist.
  • Die Drohne darf sich immer nur im eigenen Kontrollbereich und damit in Sichtweite des Piloten in der Luft befinden.
  • Die Drohne darf eine maximale Flughöhe von 762 Meter erreichen.

VerstĂ¶ĂŸt der Pilot gegen diese Auflagen, besteht grundsĂ€tzlich auch kein Anspruch auf Leistungen aus der Drohnenversicherung, SchadensersatzansprĂŒche von Dritten werden dann von der Drohnenversicherung nicht ĂŒbernommen.

Um BeitrĂ€ge der Drohnenversicherung zu sparen, ist es möglich, das Gebiet fĂŒr den Drohnenflug vertraglich einzuschrĂ€nken. Sollte eine Drohne zum Beispiel nur auf speziellen FlugplĂ€tzen oder auf nicht öffentlichem Gebiet zum Einsatz kommen, ist das Schadensrisiko geringer und sollte sich daher in aller Regel beitragsreduzierend auswirken.

 

Welche Leistungen sind bei einer Drohnenversicherung im Schadensfall mit inbegriffen?

Werden unbeteiligte Dritte durch eine Drohne geschĂ€digt, ĂŒbernimmt die Drohnenversicherung folgende Kosten fĂŒr die daraus resultierenden SchadensersatzansprĂŒche:

  • die Kosten zur PrĂŒfung der Forderung durch einen Gutachter oder einen SachverstĂ€ndigen
  • die Reparatur- oder Wiederherstellungskosten bei beschĂ€digten oder zerstörten Sachen
  • die Kosten fĂŒr Therapien und Behandlungen, fĂŒr Schmerzensgeld, fĂŒr Kuren und Rehabilitationsmaßnahmen, fĂŒr Renten- und Pflegegelder bei PersonenschĂ€den
  • die Kosten fĂŒr VermögensschĂ€den als Konsequenz eines Sach- oder Personenschadens, zum Beispiel Umsatzeinbußen oder VerdienstausfĂ€lle
  • die Kosten zur Abwehr von unberechtigten Forderungen, gegebenenfalls auch mit rechtlichen Mitteln

 

Welche Leistungen sind bei einer Drohnenversicherung im Schadensfall nicht mit inbegriffen?

Jeder, der eine Drohnenversicherung abschließt, sollte sich darĂŒber bewusst sein, dass es sich dabei ausschließlich um eine Haftpflichtversicherung handelt und dementsprechend keine SchĂ€den an der eigenen Drohne abgedeckt sind. Wer sich gegen das Risiko von EigenschĂ€den versichern möchte, dem ist zusĂ€tzlich eine Vollkaskoversicherung empfohlen. Neben dem Flugobjekt selbst gehört zum Versicherungsumfang einer Kaskoversicherung auch das gesamte Zubehör der Drohne.

Kein Anspruch auf Leistungen aus der Drohnenversicherung besteht zudem dann, wenn der Versicherungsnehmer gegen behördliche Auflagen verstĂ¶ĂŸt, zum Beispiel

  • wenn keine gewerbliche Aufstiegsgenehmigung vorliegt.
  • wenn sich die Drohne im nicht freigegebenen Luftraum befand.
  • wenn sich die Drohne nicht in Sichtweite des Piloten befand.
  • wenn die Drohne die maximale Flughöhe ĂŒberschritten hat.

Sollte eine jeweilige Sondergenehmigung vorliegen, dann wird der Versicherungsschutz der Drohnenversicherung nicht beeintrÀchtigt.

DarĂŒber hinaus gibt es weitere FĂ€lle, die bei der Drohnenversicherung im Schadensfall nicht mit inbegriffen sind:

  • Der Schaden ist auf vorsĂ€tzliches oder grob fahrlĂ€ssiges Verhalten des Piloten zurĂŒckzufĂŒhren.
  • Es handelt sich um polizeiliche oder militĂ€rische EinsĂ€tze.
  • Der Versicherungsnehmer hat technische Hilfsmittel verwendet, um die Sichtweite zu verbessern.
  • Die Drohne wurde gewerblich an Kunden vermietet, die nicht in der Versicherungspolice als berechtigte Personen aufgefĂŒhrt sind.
  • Die Drohne wiegt mehr als 25 Kilogramm (gewerbliche Nutzung) beziehungsweise mehr als fĂŒnf Kilogramm (private Nutzung).
  • Der vertraglich vorgegebene Mindestabstand zwischen Drohne und Gegenstand beziehungsweise Person wurde nicht eingehalten.
  • Es handelt sich bei dem Schaden um eine Eigentumsrechtsverletzung, ohne dass eine SachbeschĂ€digung vorliegt.
  • Der Pilot stand unter Alkohol- oder Drogeneinfluss.
  • Das vertraglich vereinbarte Einsatzgebiet wurde missachtet.

 

Was sollte ich tun, wenn ein Schadensfall eintritt?

Im Falle eines Schadens, der mit der Drohne passiert, stehen Sie als Versicherungsnehmer der Drohnenversicherung zunÀchst in einer gesetzlichen Schadensminderungspflicht. So gilt es zunÀchst, die Unfallstelle zu sichern und gegebenenfalls die Polizei oder einen Krankenwagen zu rufen.

Weiterhin sollten Sie zeitnah die Drohnenversicherung ĂŒber den entstandenen Schaden informieren. Eine Schadensmeldung kann telefonisch ĂŒber eine meist kostenlose Hotline des Versicherers erfolgen oder alternativ ĂŒber ein Online-Schadensformular, welches in der Regel auf der Homepage des Versicherers zu finden ist. Die Drohnenversicherung wird von Ihnen detaillierte Angaben zum Unfallhergang verlangen: Wann und wo hat sich der Schaden ereignet? Was ist die Ursache beziehungsweise wer ist der Verursacher des Schadens? Um welche Art von Schaden handelt es sich und wie hoch ist die geschĂ€tzte Schadenshöhe? Geben Sie der Drohnenversicherung zudem sĂ€mtliche relevanten Daten zum GeschĂ€digten oder zu möglichen Zeugen und reichen beweisrelevante Dokumente ein. Das können zum Beispiel Fotos oder ein Polizeibericht sein.

Die Drohnenversicherung wird den Schaden eingehend prĂŒfen, auch im Hinblick darauf, ob der Versicherte alle gesetzlichen wie vertraglichen Bedingungen beim Drohnenflug eingehalten hat. Bei grĂ¶ĂŸeren SchĂ€den wird in aller Regel ein SachverstĂ€ndiger zu Rate gezogen. Bei einem berechtigten Schadensersatzanspruch trĂ€gt die Drohnenversicherung die Kosten bis zur maximalen Höhe der Deckungssumme.

 

Wann setzt der Versicherungsschutz der Drohnenversicherung ein?

Durch die gesetzliche Verpflichtung einer Drohnenversicherung sollte der Versicherungsschutz einer Drohnenversicherung spĂ€testens mit dem ersten Flugeinsatz des unbemannten Flugobjekts beginnen. Nach dem Abschluss der Drohnenversicherung sowie der Zahlung der ersten BeitrĂ€ge beginnt in aller Regel auch der Versicherungsschutz, mit einer Wartezeit ist nicht zu rechnen. Ein spĂ€terer Versicherungsbeginn ist jedoch nach individueller Vereinbarung möglich und zum Beispiel bei einem Anbieterwechsel sinnvoll, um einen lĂŒckenlosen Versicherungsschutz zu gewĂ€hrleisten.

Versicherungsschutz ĂŒber die Drohnenversicherung besteht dann fĂŒr die Dauer der vertraglich festgelegten Laufzeit. Diese betrĂ€gt mindestens ein Jahr. Um BeitrĂ€ge zu sparen, können aber auch lĂ€ngere Laufzeiten vereinbart werden. Im Gegensatz zu anderen Haftpflichtversicherungen können Nach- oder RĂŒckhaftungsklauseln mit einem verlĂ€ngerten Versicherungsanspruch ĂŒber die Laufzeit hinaus bei der Drohnenversicherung jedoch nicht vereinbart werden. Sollte durch die Drohne ein Schaden entstehen, ist davon auszugehen, dass dieser auch unmittelbar ersichtlich wird.

 

Wie hoch sollte die Deckungssumme der Drohnenversicherung sein?

Da es sich bei der Drohnenversicherung um eine gesetzlich vorgeschriebene Pflichtversicherung handelt, wird auch eine gesetzliche Mindestversicherungssumme der Drohnenversicherung vorgegeben. Diese betrĂ€gt fĂŒr Sach- und PersonenschĂ€den je Drohne eine Million Euro. In Anbetracht der Tatsache, dass im Falle eines Schadens der Verursacher im unbegrenzten Haftungsrisiko steht und fĂŒr die SchadensersatzansprĂŒche im Zweifel mit seinem gesamten Vermögen aufkommen muss, werden deutlich höhere Deckungssummen fĂŒr die Drohnenversicherung empfohlen. Einige Anbieter fĂŒr gewerbliche Tarife bieten sogar Summen im zweistelligen Millionenbereich an.

Neben den pauschalen Empfehlungen gilt es darĂŒber hinaus fĂŒr die optimale Deckungssumme der Drohnenversicherung das individuelle Risiko zu berĂŒcksichtigen. Kommt eine Drohne privat ausschließlich auf FlugplĂ€tzen zum Einsatz, fĂ€llt das Risiko eines Schadens deutlich geringer aus, als wenn die Drohne fĂŒr gewerbliche Zwecke, zum Beispiel fĂŒr Fassadenkontrollen oder sogar bei EinsĂ€tzen an Atomreaktoren, genutzt wird.

 

Nach welchen Faktoren wird der Beitrag zur Drohnenversicherung berechnet?

Maßgeblichen Einfluss auf den Beitrag hat die Höhe der Deckungssumme. Je höher diese gewĂ€hlt ist, desto höher dĂŒrfte auch der Beitrag ausfallen. Weiterhin können weitere Faktoren den Beitrag zur Drohnenversicherung beeinflussen:

  • die Art der Nutzung: Besteht ein gewerblicher Tarif der Drohnenversicherung ist dieser teurer als ein privater Tarif.
  • die geografische Eingrenzung: Wird in der Police ein Flugeinsatz ausschließlich auf FlughĂ€fen vereinbart, ist dies gĂŒnstiger, als wenn die Drohne „frei“ fliegen darf.
  • die zusĂ€tzlichen Leistungen: Werden Sondergenehmigungen erteilt, zum Beispiel fĂŒr Videoaufnahmen ĂŒber öffentlichen Veranstaltungen, können diese den Beitrag erhöhen.
  • die Kombination mit anderen Versicherungen: Wird eine Drohnenversicherung mit einer Vollkaskoversicherung als Versicherungspaket abgeschlossen, kann die Gesamtsumme geringer ausfallen, als wenn beide Versicherungen als Einzelpolicen abgeschlossen werden.
  • die Selbstbeteiligung: Die Vereinbarung einer Selbstbeteiligung beinhaltet, dass der Versicherungsnehmer der Drohnenversicherung den Schaden bis zur vereinbarten Höhe selbst zahlen muss. Je höher der Selbstbehalt, desto geringer der Beitrag.
  • die Laufzeit der Police: Wird eine Laufzeit vereinbart, die lĂ€nger als ein Jahr ist, wirkt sich dies beitragsreduzierend aus.
  • die ZahlungsmodalitĂ€ten: Wer die BeitrĂ€ge in jĂ€hrlichen Intervallen im Voraus begleicht, kann mit einem gĂŒnstigeren Beitrag rechnen, als wenn eine monatliche Zahlungsweise vereinbart wird.

Als Anhaltspunkt können Sie mit folgenden jÀhrlichen BeitrÀgen der Drohnenversicherung kalkulieren:

  • bei privater Nutzung: circa 50 bis 120 Euro
  • bei gewerblicher Nutzung: circa 200 bis 400 Euro

Besteht die Möglichkeit, die Drohne ĂŒber die private Haftpflichtversicherung mitzuversichern, dĂŒrfte dies den Beitrag der Haftpflichtversicherung nicht grundlegend verĂ€ndern. Im besten Fall ist die Leistungserweiterung um eine Drohnenversicherung sogar kostenfrei. Wer Mitglied in einem Modellflugverband ist, sollte sich zudem erkundigen: Teilweise ist in einer Mitgliedschaft automatisch eine Drohnenversicherung inkludiert.

 

Welchen Nutzen hat ein Vergleich der Drohnenversicherung fĂŒr mich?

Auf dem Versicherungsmarkt gibt es eine Vielzahl an Versicherern, die eine Drohnenversicherung anbieten. Diese Tatsache liegt nicht nur darin begrĂŒndet, dass jeder Drohnenbesitzer auch zum Abschluss einer Drohnenversicherung verpflichtet ist, sondern auch darin, dass sich der Einsatz von Drohnen, Multi- und Quadrocoptern immer grĂ¶ĂŸerer Beliebtheit sowohl im privaten wie auch gewerblichen Bereich erfreut. Die grĂ¶ĂŸere Nachfrage lĂ€sst auch das Angebot einer Drohnenversicherung auf dem Markt steigen. Die einzelnen Tarife unterliegen zudem stĂ€ndigen Schwankungen, sowohl was Beitragshöhe als auch Leistungsumfang betrifft. Dementsprechend kann sich ein Vergleich nicht nur vor dem Neuabschluss einer Drohnenversicherung lohnen, sondern auch in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden bei einer bereits bestehenden Police, um die aktuelle Marktlage zu sondieren.

FĂŒr einen umfassenden Vergleich der Drohnenversicherung bietet sich zum Beispiel ein kostenloser Vergleichsrechner im Internet an. Dieser Service ist in der Regel kostenlos, anonym und unverbindlich. Nach Eingabe Ihres persönlichen Bedarfs und Ihren Vorstellungen ermittelt der Tarifrechner eine ĂŒbersichtliche Auflistung möglicher in Frage kommender Tarife sortiert nach Preis und nach Leistung. Ein direkter Online-Abschluss ist fast immer möglich. Vor allem im gewerblichen Bereich, wenn mehrere Drohnen auch mal risikobehaftete EinsĂ€tze fliegen, ist es zu empfehlen, sich von einem unabhĂ€ngigen Versicherungsexperten professionell beraten lassen. Dieser kann eine persönliche Risikoanalyse erstellen und mehrere Angebote verschiedener Versicherer einer Drohnenversicherung zum Vergleich einholen.

 

Kann ich die VersicherungsbeitrÀge von der Steuer absetzen?

Bei der Drohnenversicherung handelt es sich um eine Haftpflichtversicherung. Diese kann grundsÀtzlich steuerlich abgesetzt werden, ganz gleich ob die Drohne privat oder gewerblich genutzt wird. Dennoch sollte unterschieden werden:

Wird die Drohne fĂŒr berufliche Zwecke eingesetzt, dann gelten die BeitrĂ€ge fĂŒr die Drohnenversicherung als Betriebsausgaben, welche dazu dienen, betriebliche Risiken abzusichern. Als solche können sie in unbegrenzter Höhe bei der Steuer geltend gemacht werden.

Die BeitrĂ€ge fĂŒr eine private Drohnenversicherung gelten als Vorsorgeaufwendungen in der EinkommenssteuererklĂ€rung. Absetzbar sind die Zahlungen jedoch nur bis zu jĂ€hrlichen Höchstgrenzen: Angestellte und Beamte dĂŒrfen maximal 1.900 Euro absetzen, SelbststĂ€ndige 2.800 Euro. Da auch Kranken-, Pflege- oder Rentenversicherungen zu den Vorsorgeaufwendungen gehören, kann der Betrag bereits durch diese BeitrĂ€ge ausgeschöpft sein.

 

Worauf muss ich bei der KĂŒndigung meiner Drohnenversicherung achten?

Da es eine bundesweit geltende gesetzliche Haftpflichtversicherungspflicht fĂŒr den Einsatz der Drohnen gibt, darf eine KĂŒndigung der bestehenden Drohnenversicherung nur unter folgenden Voraussetzungen erfolgen:

  • Die Drohne kommt nicht mehr zu Einsatz, es besteht demnach kein Bedarf mehr.
  • Der Anbieter der Drohnenversicherung soll gewechselt werden.

Wurde jedoch eine neue Drohne angeschafft und die alte „ausrangiert“, so sind eine KĂŒndigung und ein Neuabschluss der Drohnenversicherung nicht immer nötig. Unter UmstĂ€nden lĂ€sst sich die bestehende Police auf das neue FluggerĂ€t umstellen. Fragen Sie am besten bei Ihrem Anbieter nach.

GrundsĂ€tzlich ist die KĂŒndigung der Drohnenversicherung immer zum Ende einer jeweiligen Laufzeit möglich. Wer eine lĂ€ngere Laufzeit gewĂ€hlt hat, um BeitrĂ€ge zu sparen, der ist demnach im Umkehrschluss auch lĂ€nger an den jeweiligen Anbieter gebunden. Eine KĂŒndigung der Drohnenversicherung muss schriftlich ohne Angabe von GrĂŒnden und unter Einhaltung der KĂŒndigungsfrist erfolgen: Diese betrĂ€gt abhĂ€ngig vom Anbieter zwischen einem Monat und drei Monaten. Erfolgt die KĂŒndigung der Drohnenversicherung nicht fristgerecht oder wird gĂ€nzlich versĂ€umt, verlĂ€ngert sich der Vertrag meist stillschweigend um ein Jahr.

Unter bestimmten Voraussetzungen ist auch eine außerordentliche KĂŒndigung der Drohnenversicherung möglich. DafĂŒr mĂŒssen triftige GrĂŒnde vorliegen, zum Beispiel eine Beitragserhöhung des Anbieters, ein (bereits regulierter) Schadensfall oder ein gestörtes VertrauensverhĂ€ltnis zwischen Versicherer und Versicherungsnehmer. Die KĂŒndigungsfrist betrĂ€gt hierbei einen Monat.

 

Worauf muss ich bei einem Wechsel meiner Drohnenversicherung achten?

Der Wechsel einer Drohnenversicherung sollte immer nur dann erfolgen, wenn Sie den bestehenden Tarif möglichst zeitgleich mit einem Neuabschluss kĂŒndigen können. Ansonsten kommt es zu

  • einer zeitlichen Überschneidung: In dem Fall besitzen Sie fĂŒr einen gewissen Zeitraum zwei Policen fĂŒr eine Drohnenversicherung und zahlen doppelte BeitrĂ€ge, ohne von einem höheren Leistungsumfang zu profitieren.
  • einer zeitlichen LĂŒcke: FĂŒr einen begrenzten Zeitraum besteht kein Versicherungsschutz und demnach kein Anspruch auf Leistungen der Drohnenversicherung. Sollte die Drohne in diesem Zeitraum zum Einsatz kommen, machen Sie sich aufgrund der gesetzlichen Versicherungspflicht sogar strafbar und können mit einer Geldstrafe rechnen.

Im Allgemeinen wird der Tarif einer Drohnenversicherung gewechselt, um weniger BeitrĂ€ge bei einem gleichbleibenden oder sogar höheren Leistungsumfang zu zahlen. Möglich ist aber auch ein verĂ€nderter Bedarf (wie ein grĂ¶ĂŸeres Einsatzgebiet oder höhere Deckungssummen), der zu einem Anbieterwechsel fĂŒhrt. Nicht zuletzt können auch persönliche GrĂŒnde, wie Unzufriedenheit mit dem Versicherer, vorliegen, die dazu fĂŒhren, dass der Tarif der Drohnenversicherung gewechselt wird. Damit Sie letztlich von einem Wechsel profitieren, sollten Sie fĂŒr einen umfassenden Vergleich der Drohnenversicherung zum Beispiel einen Online-Tarifrechner nutzen oder auch die Beratung eines Versicherungsfachmanns beanspruchen.

 

Welche Vorteile hat eine Drohnenversicherung?

GrundsĂ€tzlich stellt sich bei der Drohnenversicherung nicht die Frage, ob diese sinnvoll oder gar vorteilhaft ist – schließlich unterliegt jeder, der eine motorisierte Drohne im öffentlichen Raum fliegen lĂ€sst, einer gesetzlichen Verpflichtung zur Drohnenversicherung. Dennoch profitiert der Versicherungsnehmer durch den Abschluss einer Drohnenversicherung von folgenden Vorteilen:

  • Im Schadensfall gegenĂŒber Dritten bietet die Drohnenversicherung einen umfassenden Schutz und kann im schlimmsten Fall vor dem privaten wie beruflichen Ruin bewahren.
  • Der Leistungsumfang der Drohnenversicherung lĂ€sst sich flexibel auf den jeweiligen Bedarf anpassen (zum Beispiel das Einsatzgebiet, Risikofaktoren etc.)
  • Unter UmstĂ€nden ist eine kostenlose Mitversicherung in einer privaten Haftpflichtversicherung möglich.
  • Die Drohnenversicherung bietet Schutz vor einer Vielzahl von Risiken durch Mensch, Technik und Witterung.
  • Es besteht die Möglichkeit, die Drohnenversicherung mit einer Vollkaskoversicherung zu kombinieren.

 

Welche Nachteile hat eine Drohnenversicherung?

Mit dem Abschluss einer Drohnenversicherung gehen nur wenige Nachteile einher, zum Beispiel,

  • dass es eine Vielzahl an LeistungsausschlĂŒssen gibt und sich der Versicherungsnehmer an viele gesetzliche Auflagen halten muss.
  • dass der Versicherungsschutz ausschließlich fĂŒr die in der Versicherungspolice namentlich aufgefĂŒhrte Drohne gilt.