Betriebsrechtsschutzversicherung im Griff
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Betriebsrechtsschutzversicherung


Manchmal ist er unausweichlich: der Streit um sein gutes Recht. Für Unternehmer ist es sogar recht wahrscheinlich, dass sie einmal in eine Rechtsstreitigkeit verwickelt werden. Denn Geschäftsbeziehungen, der Umgang mit Mitarbeitern oder dem Vermieter bergen ein hohes Potential für Unstimmigkeiten, die sich schnell zu einem handfesten Rechtsstreit auswachsen können. Auch Fehler, die im Arbeitsalltag geschehen, können eine Strafverfolgung nach sich ziehen. Die Kosten für Anwalt, Prozess oder Gutachter belasten die Firmenkasse; im schlimmsten Fall kann ein Rechtsstreit ein Unternehmen in finanzielle Nöte bringen.

Warum lohnt sich der Abschluss einer Betriebsrechtsschutzversicherung?

Vergleichen24 | BetriebsrechtsschutzversicherungDer Betriebsrechtsschutz, auch bekannt als Firmenrechtsschutz, Gewerberechtsschutz oder Unternehmensrechtsschutz, kommt für die Kosten in allen Phasen eines Rechtsstreits auf. Das Versicherungspaket Betriebsrechtsschutz beinhaltet in aller Regel eine juristische Erstberatung, unterstützt eine außergerichtliche Einigung und übernimmt außerdem die Kosten, wenn ein Prozess nicht mehr abzuwenden ist. Somit ist die Betriebsrechtsschutzversicherung eigentlich eine unverzichtbare Absicherung für Selbstständige, egal ob sie ein großes Unternehmen oder einen kleinen Handwerksbetrieb leiten. Schließlich deckt die Betriebsrechtsschutzversicherung alle und die zum Teil sehr hohen Kosten ab, die durch Rechtsstreitigkeiten entstehen. Mit der Police erwirbt man sich die Sicherheit, im Falle eines Falles nicht selbst für Anwalts- und Prozesskosten aufkommen zu müssen. Das ist umso wichtiger, wenn sich ein Rechtsstreit über mehrere Instanzen zieht und viel Zeit und Geld kostet. Voraussetzung ist dabei allerdings, dass der Rechtsstreit im Zusammenhang mit der betrieblichen Tätigkeit steht.

Welche Schäden sind im Rahmen einer Betriebsrechtsschutzversicherung mitversichert?

Mit einer guten Betriebsrechtsschutzversicherung schalten Unternehmer das Risiko aus, für einen Rechtsstreit tief in die Tasche greifen zu müssen. Mögliche Prozessgegner sind

  • Geschäftspartner
  • Lieferanten
  • Kunden
  • Mitarbeiter
  • Finanzamt
  • Berufsgenossenschaft
  • Vermieter

Dem Unternehmer können also von vielen Seiten Rechtsstreitigkeiten drohen, bei denen die Betriebsrechtsschutzversicherung finanziell und mit Rat und Rat zur Seite steht. Beispielsweise, wenn eine Mitarbeiterin ihr Gehalt durch den wiederholten Griff in die Portokasse aufbessert und die fristlose Kündigung folgt. Bestreitet die Mitarbeiterin die Vorwürfe und klagt auf Wiedereinstellung, wird der Unternehmer gegen sie vor Gericht ziehen müssen.

Oder wenn der zuständige Sachbearbeiter beim Finanzamt die Höhe der Abschreibungs­beträge infrage stellt und den Betrieb zu saftigen Steuernachzahlungen auffordert. Bleibt das Widerspruchs­verfahren erfolglos, wird auch hier der Rechtsweg beschritten. Viel Ärger gibt es außerdem immer wieder mit Vermietern von Geschäftsräumen. Allzu oft ist die Nebenkosten­abrechnung zu hoch und nach Prüfung tatsächlich falsch. Zeigt sich der Vermieter dennoch uneinsichtig und beharrt auf saftige Nachzahlungen für Strom, Wasser oder Gas, bleibt dem Unternehmer nichts anderes übrig als mit Hilfe eines Anwalts sein Recht einzufordern.

Was sollte ich beachten, bevor ich eine Betriebsrechtsschutzversicherung abschließe?

So unterschiedlich die Unternehmen, so different die Ansprüche an eine Betriebsrechtsschutzversicherung. Sie wird deshalb von den meisten Anbietern im Baukastenprinzip angeboten. So können zum Basisschutz die Komponenten ausgewählt werden, die für den Betrieb wichtig sind. Vor Abschluss der Betriebsrechtsschutzversicherung sollte also genau überlegt werden, welche Bereiche im Unternehmensalltag besonders anfällig für Rechtsstreitigkeiten sind. Denn der Firmenrechtsschutz sichert nachher ausschließlich die Gebiete ab, die im Versicherungsschein angegeben sind. Der Versicherungsnehmer muss deshalb seine berufliche Tätigkeit möglichst detailliert umreißen und risikobehaftete
Tätigkeiten identifizieren.

Für einige Leistungsarten der betrieblichen Rechtsschutz­versicherung gibt es eine Wartezeit. Die beträgt zumeist drei Monate, in Einzelfällen kann diese Karenzzeit auch länger ausfallen. Erst nach dieser in der Police festgelegten Wartezeit tritt der Rechtsschutz in Kraft. Typische Module, für die eine Wartezeit gilt, sind der Arbeitsrechtsschutz, Wohnungs-und Grundstücksrechtsschutz oder der Verwaltungs­rechtsschutz. In den drei Monaten Wartezeit bezahlt der Versicherungsnehmer seine Beiträge, erhält jedoch noch keine Leistungen durch die Versicherung. Damit verhindern Versicherer, dass eine Police nur abgeschlossen wird, um in Kürze einen Prozess zu führen. Die Wartezeiten können entfallen, wenn Versicherte von einer Rechtsschutz­versicherung zu einer anderen wechseln und die gewünschten Leistungsbausteine bereits mit dem alten Vertrag versichert waren. Um in den Genuss einer Betriebsrechtsschutzversicherung ohne Wartezeit zu kommen, muss allerdings ein nahtloser Übergang von der alten zur neuen Police gewährleistet sein.

Für manche kann sich der Abschluss eines Kombiproduktes lohnen, das bei vielen Versicherern im Angebot ist. Dabei lässt sich der Rechtsschutz für den gewerblichen Bereich sowie den Privatbereich in einem Vertrag bündeln. Die Police umfasst dann alle nötigen Komponenten für das Unternehmen und außerdem Module, die für den privaten Sektor wichtig sind, wie die Beratung und Betreuung in Familien- und Erbangelegenheiten. Bei der Auswahl der Police sollten Versicherte unbedingt darauf achten, ob es für bestimmte Versicherungsfälle Grenzen bei der Kostenübernahme durch die Versicherung gibt. Ein Augenmerk ist außerdem darauf zu legen, ob die Police eine freie Anwaltswahl zulässt. Manchen Versicherten ist zudem ein Schutz bei außergerichtlichem Streit mit Ämtern und Behörden wichtig.

Welche Leistungen sind bei einer Betriebsrechtsschutzversicherung im Schadensfall mit inbegriffen?

Eine Betriebsrechtsschutzversicherung übernimmt alle Kosten, die rund um eine Rechtsstreitigkeit anfallen, also

  • Anwaltskosten
  • Gerichtskosten
  • Zeugengelder
  • Sachverständigen- und Gutachterkosten
  • Reisekosten
  • aber auch die Kosten des Prozessgegners, soweit der Versicherte diese Kosten zu tragen hat.

Vergleichen24 | BetriebsrechtsschutzversicherungVersicherer unterstützen außerdem die Beilegung eines Konfliktes durch Mediation, die einen Prozess vor Gericht verhindern kann. Zum Portfolio einer Betriebsrechtsschutzversicherung kann auch die Bonitätsprüfung von Kunden gehören. Ob und welche Kosten im Falle eines Rechtsstreits von der Versicherung übernommen werden, hängt von der gewählten Police und deren Leistungsumfang ab. Deshalb ist es bei Abschluss einer Betriebsrechtsschutzversicherung wichtig, die richtigen Module in den Vertrag mit aufzunehmen.

Eigentlich alle Anbieter von Firmenrechtsschutz­versicherungen bieten einen telefonischen Beratungsservice, bei dem Juristen Auskünfte zu firmenrechtlichen Fragen geben und für eine Erstberatung zur Verfügung stehen. Bei einigen Versicherern können Unternehmer an sieben Tagen in der Woche und rund um die Uhr Kontakt mit einem Anwalt aufnehmen. Oft lassen sich Fragen zu einem Vertrag, zu einem Arbeitszeugnis oder zum Wettbewerbsrecht schnell und unkompliziert klären. Eine solche Beratung kann vielen Versicherern schon vor einem drohenden Prozess helfen und den Gang vor das Gericht vielleicht abwenden. Zu den Leistungen einer Betriebsrechtsschutzversicherung gehört zudem die Zahlung von Kautionen als Darlehen, wenn etwa ein Unternehmer im Ausland verhaftet wird.

Der Basisschutz der Betriebsrechtsschutzversicherungen leistet, wenn der Ver­si­che­rungs­nehmer, Mit­ar­bei­ter, Zeit­ar­beits­kräf­te, Aus­hil­fen und Aus­zu­bil­den­de juristischen Beistand benötigen. Im Firmenrechtsschutz sind außerdem meist Streitigkeiten vor Finanzgerichten als Steuerrechtsschutz regulär mitversichert. Zum Beispiel, wenn das Finanzamt betriebliche Sonderausgaben nicht in voller Höhe anerkennt. Zudem sind in aller Regel Differenzen mit der Berufsgenossenschaft durch den Betriebsrechtsschutz abgedeckt. Der sogenannte Sozialrechtsschutz tritt ein, wenn etwa Regressansprüche gegen den Unternehmer geltend gemacht werden.

Je nach Betätigungsfeld und Größe des Unternehmens sollte der Basisschutz um weitere Rechtsbausteine erweitert werden. Das Modul Arbeitsrechtsschutz unterstützt den Unternehmer bei arbeitsrechtlichen Streitigkeiten mit einem Mitarbeiter. Es schützt bei Klagen eines Mitarbeiters, beispielsweise nach einer Abmahnung oder Kündigung, bei Differenzen um Lohnzahlungen oder Konflikten wegen eines Arbeitszeugnisses.

Der Baustein Verkehrsrechtsschutz hilft in verkehrsrechtlichen Angelegenheiten. Zum Beispiel, wenn der Versicherte geschäftlich mit dem Dienstwagen unterwegs ist und in einen Verkehrsunfall verwickelt wird. Der Verkehrsrechtsschutz ist besonders allen Unternehmen zu empfehlen, die ihr Geld mit motorisierten Vehikeln verdienen. Also Firmen mit Fahrzeug-Flotten wie Logistik- oder Taxiunternehmen. Aber auch für jeden anderen Unternehmer, der sich von Geschäfts wegen im Straßenverkehr bewegt, ist das Modul Verkehrsrechtsschutz sinnvoll.

Der Immobilienrechtsschutz sichert Versicherungsnehmer bei Rechtsstreitigkeiten ab, die sich aus der Anmietung von gewerblich genutzten Immobilien ergeben. Der Immobilienrechtsschutz kann in Anspruch genommen werden, wenn beispielsweise eine Mieterhöhung nicht rechtmäßig ist oder die Nebenkostenabrechnung Fehler aufweist, die der Vermieter nicht einsehen will. Wichtig: Die Vermietung gewerblicher Wohneinheiten ist in diesem Modul des Betriebsrechtsschutzes nicht versichert. Vermieter von gewerblich genutzten Räumen müssen dafür einen separaten Rechtsschutzvertrag, einen sogenannten Vermieterrechtsschutz, abschließen.

Der Bereich Strafrechtsschutz ist in der Regel im allgemeinen Basisrechtsschutz integriert. Allerdings weist der Grundschutz einige Ausschlüsse auf. Er schließt zum Beispiel die Abwehr von Vorwürfen aus, die vom Versicherten vorsätzlich begangen wurden; außerdem Delikte wie Betrug oder Beleidigung. Wer sich gegen solche Anschuldigungen zur Wehr setzen möchte, braucht den Erweiterten Strafrechtsschutz.

Der Firmenvertragsrechtsschutz tritt auf den Plan, wenn Werk- oder Dienstleistungsverträge zu gerichtlichen Auseinandersetzungen mit Kunden oder Zulieferern führen. Bei vielen Anbietern kann der Firmenvertragsrechtsschutz als Modul in die Police mit aufgenommen werden. Bei anderen muss für diese Extraleistung ein separater Vertrag abgeschlossen werden. Außerdem kann es vorkommen, dass Rechtsschutzversicherer Leistungen im Rahmen des Firmenvertragsrechtsschutzes erst ab einem bestimmten Mindeststreitwert erbringen. Dieser Wert liegt üblicherweise je nach zu versichernder Branche zwischen 1500 Euro und 5000 Euro.

Ist Forderungsmanagement Teil der Betriebsrechtsschutz-Police, steht man im Falle von offenen, unstrittigen Forderungen nicht alleine da. Schließlich können gerade hohe Außenstände die Existenz eines Betriebes gefährden. Mit dem Forderungsmanagement des Versicherers spart man sich zeitaufwendige, teure und nicht zuletzt nervenaufreibende Verwaltungsarbeit, ausstehende Forderungen selbst einzutreiben.

Bei manchen Versicherungsunternehmen kann der Leistungsbaustein “Außergerichtliche Tätigkeit eines Anwaltes” in den Vertrag mit aufgenommen werden. Dann zahlt der Versicherer das Honorar nach der Gebührenordnung, wenn ein Anwalt für das Unternehmen beratend tätig wird, für die Firma Schreiben aufsetzt oder mit der Gegenseite verhandelt.

Welche Leistungen sind bei einer Betriebsrechtsversicherung im Schadensfall nicht mit inbegriffen?

Wer eine Betriebsrechtsschutzversicherung abschließt, kann einige Leistungen häufig erst nach einer Wartezeit von mindestens drei Monaten in Anspruch nehmen. Kosten für die Beilegung von Streitigkeiten, deren Ursprung in die Wartezeit fällt, werden von der Rechtsschutzversicherung nicht übernommen. Diese Regelung wird auch dann angewendet, wenn der Streitfall durch Verzögerungen erst nach der Wartezeit vor Gericht landet. Liegt die Ursache des Streites bereits vor Vertragsabschluss, muss die Versicherung die Kosten für eine Prozessführung ebenfalls nicht übernehmen.

Versichert ist nur, was schwarz auf weiss in der Police steht. Deshalb unbedingt darauf achten, dass die für ein Unternehmen notwendigen Module auch tatsächlich mitversichert sind. Urheber-, Patent- und Markenrechtsverletzungen gehören normalerweise nicht zum Versicherungsumfang einer Betriebsrechtsschutzversicherung. Für diese gesonderten Fachgebiete muss eine auf solche Fälle spezialisierte Versicherung gefunden werden.

Was sollte ich tun, wenn ein Schadensfall eintritt?

Wie bei allen Schadensfällen ist auch bei einem eingetretenen Schaden im Bereich Rechtsschutz die Versicherung so schnell wie möglich zu verständigen. Die meisten Versicherer haben dafür eine Schadenshotline eingerichtet. Der zuständige Sachbearbeiter wird dann im Detail mit dem Versicherungsnehmer besprechen, wie das weitere Vorgehen aussieht.

Sagt die Rechtsschutzversicherung die Regulierung des Schadensfalls zu, kann sich der Versicherte mit seinem Rechtsanwalt in Verbindung setzen oder sich von seiner Versicherung einen kompetenten Anwalt empfehlen lassen. Der Versicherte hat den Rechtsanwalt sowie die Versicherungsgesellschaft wahrheitsgemäß und detailliert über den Sachverhalt zu unterrichten. Sind Beweismittel vorhanden, müssen diese angegeben werden. Relevante Unterlagen sollten ausgehändigt werden. Besonders wichtig ist es, bestehende Fristen einzuhalten und behördliche Schreiben daraufhin genau zu prüfen. Wartet der Versicherungsnehmer nach einem Schaden zu lange, drohen Leistungskürzungen seitens des Versicherers.

Wann setzt der Versicherungsschutz der Betriebsrechtsschutzversicherung ein?

Vergleichen24 | BetriebsrechtsschutzversicherungDer Versicherungsbeginn für eine Betriebsrechtsschutzversicherung ist auf dem Versicherungsschein vermerkt. Sofern der erste Beitrag spätestens zwei Wochen nach Rechnungsstellung gezahlt wurde, beginnt der Versicherungsschutz zum angegebenen Datum. Begleicht man die erste Rechnung für die Betriebsrechtsschutzversicherung nicht fristgemäß, verzögert sich der Versicherungsbeginn bis zum Eingang der geforderten Zahlung.

Auch wenn es eine rückwirkende Versicherung eigentlich nicht gibt, bieten manche Versicherer ihren Kunden an, den Vertragsbeginn vorzuverlegen. Eine solche Vereinbarung ist allerdings stets eine Einzelfallentscheidung und wird für den zu Versichernden individuell getroffen. Die rückwirkende Versicherung soll Wartezeiten des Neukunden umgehen. Auf keinen Fall wird sie gewährt, um Leistungen für einen zurückliegenden Versicherungsfall zu erhalten. Wird der Versicherungsbeginn zum Beispiel drei Monate vor den eigentlichen Vertragsabschluss gelegt, hat der Versicherte entsprechend rückwirkend die monatlichen Prämien zu entrichten. Damit erkauft sich der Versicherte eine Police, deren Datum des Vertragsabschlusses quasi vorverlegt wurde und entsprechend bestimmte Wartezeiten aufhebt.

Wie hoch sollte die Deckungssumme der Betriebsrechtschutzversicherung sein?

Die Deckungssumme für eine Betriebsrechtsschutzversicherung hängt von der Branche und Betriebsart des Unternehmens ab. Je mehr Gefahren und Risiken ein Unternehmen mit sich bringt, desto höher sollte die Deckungssumme ausfallen. Außerdem muss die Versicherungssumme auch dann ausreichen, wenn ein Prozess über mehrere Instanzen geht und sich die Prozesskosten häufen. Aus diesem Grund sollte die Deckungssumme auch bei mindestens 500.000 Euro pro Schadensfall liegen. Die meisten Versicherer empfehlen heute pauschal eine Deckungssumme von 1 Million Euro, um bei allen Rechtsstreitigkeiten auf der sicheren Seite zu sein. Sehr gute Anbieter verzichten sogar komplett auf eine Begrenzung der Leistung für Schadensfälle innerhalb Europas oder auch weltweit.

Nach welchen Faktoren wird der Beitrag zur Betriebsrechtsschutzversicherung berechnet?

Die zu entrichtenden Prämien für einen Gewerberechtsschutz variieren je nach Anbieter und zu versicherndem Unternehmen ganz beträchtlich. Als Indikatoren für die Beitragsbemessung verwenden viele Versicherer den Jahresumsatz eines Betriebes und/oder die Anzahl der mitversicherten Mitarbeiter. Wie hoch der Beitrag letztendlich ausfällt, hängt außerdem von der individuellen Risikoeinschätzung des Versicherers ab. Offenbaren sich in einem Unternehmen hohe Risiken für mögliche Rechtsstreitigkeiten, wird der Beitrag steigen. Schließlich wirkt sich selbstverständlich auch die vereinbarte Versicherungssumme auf die Höhe der Prämie aus. Mit dem Instrument der Selbstbeteiligung kann der Versicherungsnehmer die Beitragszahlungen senken. Auch Verträge mit einer mehrjährigen Laufzeit werden in der Regel günstiger angeboten als jährlich kündbare Policen.

Welchen Nutzen hat ein Vergleich der Betriebsrechtsschutzversicherung für mich?

Welche Leistungen enthält die Police? Wie lange sind die Wartezeiten für die ausgewählten Module? Wie hoch sind die Versicherungsbeiträge? Genügt die Versicherung den Anforderungen des Unternehmens? Wer eine passende Betriebsrechtsschutzversicherung sucht, muss viele Aspekte prüfen. Will man nicht alle erforderlichen Informationen mühsam zusammentragen und die Vertragswerke der zahlreichen Anbieter einzeln durchforsten, bietet sich ein Rechtsschutzversicherungs-Vergleich an. Ein Vergleich spart Zeit und Geld und garantiert, dass zum Schluss das richtige Produkt ausgewählt wird.

Beim Online-Vergleich von Betriebsrechtsschutzversicherungen eröffnen sich dem Nutzer bequem, unkompliziert und schnell geeignete Angebote von verschiedenen Versicherern, die ganz in Ruhe verglichen werden können. Einfach die gestellten Fragen beantworten und das Vergleichsportal offeriert verschiedene Tarife, die auf Wunsch sogar direkt online abgeschlossen werden können. Wer sich mehr Zeit lassen möchte, fordert einfach ein unverbindliches Angebot an.

Auch bei bestehenden Betriebsrechtsschutzversicherungspolicen lohnt sich übrigens von Zeit zu Zeit ein Vergleich mit anderen Anbietern. Regelmäßig sollten Versicherte prüfen, ob das Rechtsschutzpaket noch zu den Anforderungen des Unternehmens passt und vielleicht weitere Bausteine in den Vertrag mit aufgenommen werden müssen. Bei einem Vergleich offenbaren sich dann möglicherweise Anbieter, die ein umfangreicheres Leistungspaket zu besseren Konditionen in Aussicht stellen. Zu empfehlen ist auch zu prüfen ob eine Betriebshaftpflichtversicherung gebraucht wird.

Kann ich die Versicherungsbeiträge von der Steuer absetzen?

Die Betriebsrechtsschutzversicherung wird vom Finanzamt als Betriebsausgabe anerkannt und ist damit von der Steuer absetzbar. Hat ein Gewerbetreibender oder Selbständiger eine kombinierte Rechtsschutzversicherung abgeschlossen, welche die gesamte Palette von Betriebs-, Privat-, Berufs- und Verkehrsrechtsschutz umfasst, muss für die betriebliche Steuererklärung der Anteil für den privaten Bereich herausgerechnet werden. Nur wenn der betriebliche Part der Betriebsrechtsschutzversicherung vom Leistungspaket für den privaten Bereich abgegrenzt werden kann, ist die anteilige Versicherungsprämie als Betriebsausgabe abzusetzen. Um exakte Angaben beim Finanzamt machen zu können, lässt sich der Versicherte am besten einen Beleg über die Kosten für den Baustein Betriebsrechtsschutz von der Versicherung ausstellen.

Worauf muss ich bei der Kündigung meiner Betriebsrechtsschutzversicherung achten?

Vergleichen24 | BetriebsrechtsschutzversicherungDer GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft) empfiehlt in seinen Musterbedingungen eine Kündigungsfrist von drei Monaten. Die meisten Versicherer haben die Dreimonatsfrist für ihre Policen übernommen. Einige Gesellschaften weichen jedoch von dieser Frist ab und schreiben in ihren Bedingungen mitunter eine deutlich kürzere Kündigungsfrist von bis zu einem Monat fest.
Vor der Kündigung ist also ein Blick in die Police ratsam. Bei den meisten Betriebsrechtschutzversicherungen muss nach wie vor spätestens drei Monate vor Vertragsablauf gekündigt werden. Liegt die Kündigung nicht fristgerecht vor, verlängert sich der Vertrag stillschweigend um ein weiteres Jahr.
Unter bestimmten Umständen kann die Betriebsrechtsschutzversicherung trotz Kündigungsfrist und Mindestvertragslaufzeit zu einem früheren Zeitpunkt gekündigt werden. Ein außerordentliches Sonderkündigungsrecht hat der Versicherte bei einer Erhöhung der Prämie. Die Versicherung ist dann bis zum Termin der Beitragserhöhung kündbar. Auch wenn sich eine Betriebsrechtsschutzversicherung weigert, rechtmäßig geforderte Leistungen zu zahlen, darf der Versicherungsnehmer den Vertrag lösen. Der Versicherungsvertrag wird außerdem aufgehoben, wenn der Versicherungsgrund wegfällt, also zum Beispiel ein Betrieb schließt. Um das außerordentliche Kündigungsrecht in Anspruch nehmen zu können, muss dem Versicherer die schriftliche Kündigung spätestens einen Monat nach dem entsprechenden Bescheid vorliegen.

Worauf muss ich bei einem Wechsel meiner Betriebsrechtsschutzversicherung achten?

Ein Wechsel muss sich lohnen. Und zwar nicht nur in finanzieller Hinsicht. Der neue Anbieter sollte zumindest den gleichen Leistungsumfang bieten. Allzu gerne übersehen Versicherte angesichts attraktiver Prämien, dass bestimmte Module gar nicht oder nur gegen Aufpreis in der Police enthalten sind.

Wer von einem zum anderen Anbieter wechselt, muss zumeist keine Wartezeiten für bestimmte Leistungsbausteine in Kauf nehmen. Voraussetzung hierfür ist allerdings ein nahtloser Übergang der beiden Rechtsschutz­versicherungen. Außerdem müssen die in der neuen Police aufgenommenen Leistungsbausteine auch schon Bestandteil des alten Vertrages gewesen sein. Neu zu versichernde Risiken werden dagegen weiterhin mit einer Wartezeit belegt. Bei Vorversicherten mit vergleichbarem Policeninhalt gehen die Anbieter andererseits davon aus, dass keine absehbare Rechtsstreitigkeit vorliegt und die neue Versicherung nicht allein deshalb abgeschlossen wird, um sogleich vor Gericht ziehen zu können. Da die Bedingungen und Leistungen der einzelnen Versicherer zum Teil erheblich variieren, ist bei einem Wechsel besondere Vorsicht geboten. Damit ein lückenloser und geeigneter Versicherungsschutz gewährleistet ist, sollten Details zu den versicherten Modulen sowie Wartezeiten beachtet werden.

Welche Vorteile hat eine Betriebsrechtsschutzversicherung?

Auch für Unternehmer wird der Dschungel aus Gesetzen, Verordnungen und Urteilen immer komplexer und undurchdringlicher. Wer sich lieber auf sein Kerngeschäft konzentrieren möchte, hat mit einer Betriebsrechtsschutzversicherung Experten zur professionellen Unterstützung bei rechtlichen Fragen und Problemen auf seiner Seite.

Gerade bei Rechtsstreitigkeiten von Unternehmen kann es um hohe Streitwerte gehen. Ein Rechtsstreit droht deshalb zu einem teuren Unterfangen zu werden. Oft können berechtigte Ansprüche nicht durchgesetzt werden, weil Unternehmer die galoppierenden Kosten fürchten oder vielleicht gar keine finanziellen Reserven für einen Rechtsstreit vorhanden sind. Die Betriebsrechtsschutzversicherung dagegen übernimmt alle Kosten um eine rechtliche Auseinandersetzung.

Die Versicherer bieten mit Betriebsrechtsschutzversicherungen maßgeschneiderte Lösungen für jeden Betrieb. Rechtsschutz genießen nicht nur die Inhaber einer Firma, sondern zudem Mitarbeiter oder Auszubildende. Sogar Familienangehörige, die im Unternehmen mithelfen, werden in den Versicherungsschutz mit eingeschlossen.

Wer will, kann sich einen wirksamen Rundum-Schutz zusammenbauen. Eine Absicherung gibt es für nahezu alle Rechtsbereiche. Probleme mit dem Steuer-, Verwaltungs-, Arbeits- oder Sozialrecht können Versicherte dann einfach an die Profis ihrer Rechtschutzversicherung abgeben. Dies schließt auch Inkassoangelegenheiten oder Unstimmigkeiten bei Miet- oder Kaufverträgen ein.

Welche Nachteile hat eine Betriebsrechtsschutzversicherung?

Vergleichen24 | BetriebsrechtsschutzversicherungEine Betriebsrechtsschutzversicherung gehört nicht zu den preiswerten Versicherungen, wenn mehrere Risiken abgedeckt werden müssen. Bei  knapper Kasse entscheiden sich deshalb vor allem kleinere Betriebe gegen den Abschluss einer solchen Police. Das große Plus der Betriebsrechtsschutzversicherung – ihre Flexibilität – kann gleichzeitig ein großer Stolperstein sein. Rechtsschutzversicherungen werden im Baukasten-Prinzip angeboten. Der Versicherte wählt aus, für welche Rechtsbereiche er sich absichern will und kann genau für die Geschäftsbereiche vorsorgen, die ihm besonders wichtig erscheinen. Wer hier nicht sorgfältig überlegt, steht später quasi ohne Versicherungsschutz da. Denn eine Betriebsrechtsschutzversicherung, die nicht aus den richtigen Modulen besteht, ist für den Versicherten am Ende nichts wert.