Veranstaltungsversicherung im Griff
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Veranstaltungsversicherung

Lohnt sich der Abschluss einer Veranstaltungsversicherung?

Die Veranstaltungsversicherung ist ein Oberbegriff f√ľr unterschiedlichste Policen der modernen Haftpflichtversicherung f√ľr die Ausrichter von Veranstaltungen und von Events. Die Veranstaltungsversicherung wird auch auf dem deutschen Markt seit geraumer Zeit durch sogenannte Spezialversicherungsmakler angeboten, um die Zielgruppe der Veranstalter vor Schadensersatzforderungen und teuren finanziellen Nachteilen zu sch√ľtzen, die ihnen im Zusammenhang mit der Durchf√ľhrung von Veranstaltungen und unterschiedlichsten Arten von Events m√∂glicherweise erwachsen k√∂nnten.

Da die Veranstaltungsversicherung meist nur f√ľr einzelne Ereignisse gilt und daher durch den Versicherungsnehmer auch lediglich von Fall zu Fall abgeschlossen werden kann, wird sie oft und gern auch als Eventversicherung bezeichnet. Sie ergibt sich grunds√§tzlich aus der umfangreichen und sowohl gesetzlich, wie auch vertraglich fixierten umfangreichen Haftung des jeweiligen Veranstalters f√ľr Personen-, f√ľr Sach- und f√ľr Verm√∂genssch√§den Dritter, welche in einem unmittelbaren urs√§chlichen Zusammenhang mit der betreffenden Veranstaltung stehen.

Der Berufszweig des Veranstalters oder des Veranstaltungsmanagers ist stets auch dadurch gekennzeichnet, dass er n√§mlich ein nur sehr schwer √ľberschaubares und erhebliches Gefahrenpotenzial aufweist, aus welchem, vor allem bei Personensch√§den, Haftungs- und Ersatzanspr√ľche gegen√ľber dem betreffenden Veranstalter und Ausrichter eines Events erwachsen k√∂nnen, die schnell die H√∂he von mehreren Millionen Euro erreichen k√∂nnen.

Dennoch zählt die moderne Veranstaltungsversicherung leider immer noch zu all jenen Arten der betrieblichen Haftpflichtversicherungen, welche dem betreffenden Personenkreis leider am wenigsten bekannt sind.

Je gr√∂√üer die Zahl der Teilnehmer einer Veranstaltung im Allgemeinen ist, desto gr√∂√üer ist auch das jeweilige Gefahrenpotenzial, welches f√ľr den entsprechenden Veranstalter aus ihr erw√§chst. Auch Sportveranstaltungen sind, trotz modernster Schutz- und Sicherheitsma√ünahmen, stets durch ein signifikant hohes Ausma√ü an Risiken gekennzeichnet. Die Veranstalter aller Arten von Sportveranstaltungen oder auch von Gro√üevents k√∂nnen daher wohl am deutlichsten von den Vorz√ľgen und¬† Sicherheitsmechanismen einer modernen Veranstaltungsversicherung profitieren, indem sie diese abschlie√üen.

Bei den meisten aktuellen Veranstaltungsversicherungen, insbesondere jedoch bei s√§mtlichen Arten von Gro√üveranstaltungen, m√ľssen im Vorfeld detaillierte Angaben gegen√ľber dem Versicherer gemacht werden, damit der Versicherungsschutz rechtswirksam ist und entsprechend im Schadensfall auch greifen kann.

Welche Schäden sind im Rahmen einer Veranstaltungsversicherung mitversichert?

Mögliche Schäden, die dem Ausrichter einer Veranstaltung oder dem Veranstalte eines Events finanziell gefährlich werden können, indem sie seine betriebliche Liquidität bis hin zum völligen finanziellen Ruin belasten, gibt es im Zusammenhang mit einer Veranstaltung leider in recht großer Anzahl.

Hier wären als Schadensquellen und Risikopotenziale unter anderem beispielhaft zu nennen:

  • die defekte Technik
  • der Totalausfall der Veranstaltung aufgrund von unterschiedlichsten Problemfeldern
  • die Besch√§digung der angemieteten B√ľhnentechnik oder des sonstigen Equipments
  • Personensch√§den, die beim Aufbau der B√ľhne oder auch w√§hrend des Events selbst entstehen k√∂nnen und vieles andere mehr.

Die Schadensfälle, welche also mit einer entsprechenden Veranstaltungsversicherung oder einer Eventversicherung abzudecken sind, umfassen daher im Einzelnen:

  • Leistungsanspr√ľche, basierend auf Personensch√§den
  • Leistungsanspr√ľche aus Sachsch√§den
  • Leistungsanspr√ľche aus Verm√∂genssch√§den.

Alle Arten von Sch√§den sind somit √ľber eine effektive Veranstaltungsversicherung abdeckbar, welche Dritten im Zusammenhang mit der entsprechenden Veranstaltung entstehen k√∂nnen und diese dann zu Forderungen auf Schadensersatz und Kompensation berechtigen.

Der jeweils √ľber eine Veranstaltungshaftpflicht versicherbare Personenkreis ist unterschiedlich gro√ü dimensioniert. Meist ist es dabei jeweils eine Sache der einzelvertraglichen Regelungen zwischen der jeweiligen Versicherungsgesellschaft und dem Veranstalter, welcher Personenkreis √ľber die Veranstaltungsversicherung versichert werden kann. Die Angaben und Details hierzu werden dann √ľblicherweise in der betreffenden Police hinterlegt und festgehalten.

In Abh√§ngigkeit von Art und Umfang der jeweiligen Veranstaltungsversicherung umfasst der konkrete Versicherungsschutz meist nicht nur den Veranstalter selbst und sein Team, sondern unter Umst√§nden auch alle auf der Veranstaltung oder auf dem Event anwesenden Mitarbeiter von Personal- oder auch von entsprechenden K√ľnstleragenturen. Aber auch Catering und Gastronomie, Ausstattungsverleiher und selbstverst√§ndlich die zust√§ndigen und auf der Veranstaltung stets anwesenden Sicherheitsunternehmen, k√∂nnen √ľber eine Veranstaltungsversicherung wirksam gesch√ľtzt werden.

Was sollte ich beachten, bevor ich die Versicherung abschließe?

Es wurde bereits auf die Tatsache hingewiesen, dass die Veranstaltungsversicherung oder Eventversicherung durch einen Veranstalter oder Ausrichter eines Events immer nur von Fall zu Fall und meist auch nur f√ľr eine singul√§re Veranstaltung abgeschlossen werden kann. Dies f√ľhrt dann letztendlich dazu, dass der jeweilige Veranstaltungsmanager im Verlaufe seines langj√§hrigen Berufslebens dazu gezwungen ist, eine wahre Vielzahl entsprechender Veranstaltungsversicherungen abzuschlie√üen und dabei am Ende ein gewisses Ma√ü an Routine entwickelt.

Diese Routine sollte dann allerdings keinesfalls je dazu f√ľhren, dass das Procedere des Abschlusses einer Veranstaltungsversicherung auf die leichte Schulter genommen wird. Denn fehlerhafte Angaben gegen√ľber der zust√§ndigen Versicherung, vor allem in Bezug auf die zu erwartende Teilnehmer oder auch die Nichterf√ľllung entsprechender beh√∂rdlicher Auflagen, k√∂nnen zum sofortigen Erl√∂schen des entsprechenden Versicherungsschutzes der Veranstaltungsversicherung und damit zum wirksamen Leistungsausschluss des Versicherungstr√§gers f√ľhren.

An erster Stelle sollte vor dem jeweiligen Vertragsabschluss ein fundierter und gr√ľndlicher Vergleich der einzelnen am Markt erh√§ltlichen Angebote f√ľr eine entsprechende Veranstaltungsversicherung stehen. Hierbei muss der Veranstalter vor allem das Preis-Leistungs-Verh√§ltnis der jeweiligen Gesellschaften √ľberpr√ľfen.

Hat man sich dann schlie√ülich f√ľr eine bestimmte Gesellschaft entschieden, so ist es zweckm√§√üig, deren Versicherungsvertreter im Vorfeld der auszurichtenden Veranstaltung einzuladen, um Details des Events und auch den Vertrag f√ľr den abzuschlie√üenden Versicherungsschutz zu besprechen.

Dazu ben√∂tigt der jeweilige Tr√§ger des Versicherungsschutzes f√ľr eine Veranstaltungshaftpflichtversicherung eine Vielzahl unterschiedlichster Angaben und wahrheitsgem√§√üer Informationen vom Veranstalter. Diese Informationen sollten strikt wahrheitsgem√§√ü sein.

Sie beziehen sich insbesondere auf:

  • die Art der jeweiligen Veranstaltung
  • den Ort, an welchem der Event stattfinden soll
  • die voraussichtliche Dauer
  • die voraussichtlich zu erwartende Teilnehmeranzahl
  • m√∂glicherweise eingebundene Fremd-Dienstleister
  • eventuelle beh√∂rdliche Auflagen bez√ľglich der Veranstaltung
  • Art und Umfang der eingesetzten Technik und Logistik
  • und anderes mehr.

Ebenso sollte bereits vor der Unterzeichnung des entsprechenden Vertrages mit dem Versicherungstr√§ger der jeweils zu versichernde Personenkreis im Rahmen der Veranstaltungsversicherung besprochen und individuell abgestimmt werden. Weitere wichtige Details sind dann schlie√ülich die individuell zu errechnende Deckungs- oder Versicherungssumme f√ľr den Schadens- oder Versicherungsfall, die H√∂he der Selbstbeteiligung und die Kl√§rung des Versicherungsbeginns und des Versicherungsendes, also die Definition der jeweiligen Versicherungsperiode.

Erst nach der Kl√§rung aller dieser f√ľr die Wirksamkeit es jeweiligen Vertrages wichtigen Details, kann es schlie√ülich zur Unterschriftleistung unter das Dokument und zur Aush√§ndigung des Versicherungsscheins an den Veranstalter kommen. Mitunter wird durch den Beauftragten des jeweiligen Versicherungstr√§gers jedoch auch noch eine Vor-Ort-Besichtigung der betreffenden Location vorgenommen, um sich ein objektives Bild √ľber einen m√∂glichen Schadensumfang und das daraus resultierende Versicherungsrisiko f√ľr die Gesellschaft verschaffen zu k√∂nnen.

Welche Leistungen im Schadensfall mit inbegriffen?

Die Veranstaltungsversicherung selbst und ihre zusätzlichen Policen, die bei Bedarf nach dem Baukastensystem ausgewählt und durch den jeweiligen Veranstalter abgeschlossen werden können, deckt im konkreten Schadens- oder Versicherungsfall eine wahre Vielzahl von unterschiedlichsten Leistungspaketen ab, die im Versicherungsfall mit inbegriffen sind.

Hieraus resultieren alle Sch√§den im Zusammenhang mit der betreffenden Veranstaltung und s√§mtliche Schadensersatzspr√ľche Dritter, welche konkret aus diesen Sch√§den resultieren k√∂nnten. So sind im Einzelnen durch eine Veranstaltungsversicherung Sch√§den versicherbar, die involvierten Personen w√§hrend des Transports zum betreffenden Event entstehen k√∂nnten. Das Gleiche gilt f√ľr Sch√§den, die w√§hrend des Aufbaus der Technik oder auch der B√ľhne am jeweiligen Veranstaltungsort entstehen k√∂nnen.

Aber auch alle Sch√§den, resultierend aus der professionellen Bewachung des jeweiligen Events, verbunden mit der hierf√ľr erforderlichen Verkehrssicherungspflicht eines Veranstalters, k√∂nnen durch die Veranstaltungsversicherung finanziell abgesichert werden.

Ebenfalls inkludiert sind bei einer solchen Police, die dem Veranstalter nach Vertragsabschluss ausgehändigt wird, Schäden, die sich aus Besitz oder aus der Nutzung von Hebezeugen oder von Werbe- und Reklameeinrichtungen im ursächlichen Zusammenhang mit dem betreffenden Event ergeben können.

Durch die meisten aktuellen Anbieter von Veranstaltungserweiterungen werden au√üerdem unterschiedlichste Arten einer sinnvollen und n√ľtzlichen Deckungserweiterung des Versicherungsschutzes f√ľr Veranstaltungen und f√ľr Events angeboten, die sich insbesondere bei allen Arten von Gro√üveranstaltungen der unterschiedlichsten Art recht schnell bezahlt machen k√∂nnen, sollte der gef√ľrchtete Schadensfall doch einmal eintreten.

Policen f√ľr Veranstaltungsversicherungen gew√§hrleisten in diesen F√§llen finanzielle Deckung auch f√ľr den Fall, dass Gegenst√§nde aus dem Besitz von Unternehmensangeh√∂rigen w√§hrend der Veranstaltung abhanden kommen, dass Mietsachsch√§den an R√§umen, an Geb√§uden oder auch an anderen angemieteten Sachen entstehen k√∂nnen, dass Sch√§den am Verm√∂gen Dritter zu beklagen sind oder, dass die strengen bundesdeutschen Datenschutzgesetze durch den betreffenden Veranstalter oder seine Angeh√∂rigen oder Beauftragten m√∂glicherweise verletzt worden sind.

Auch Leistungen f√ľr eventuell notwendig werdende Gutachter und Sachverst√§ndige sowie selbstverst√§ndlich auch m√∂gliche Kosten eines aus Schadensersatzforderungen erwachsenden Rechtsstreits, werden durch die moderne Veranstaltungsversicherung aufgefangen und entsprechend f√ľr den versicherten Veranstalter √ľbernommen.

Welche Leistungen sind im Schadensfall nicht mit inbegriffen?

Nicht automatisch mit in jeder Veranstaltungsversicherung inkludiert ist in der Regel jene Gefahr, die aus der Abgabe von Speisen und von Getränken an die entsprechenden Veranstaltungsbesucher resultieren kann. Dies mag seine Ursache darin haben, dass nicht auf jeder Veranstaltung auch automatisch ein entsprechendes Catering oder eine gastronomische Versorgung der Gäste zum Standard des Events gehört. Jeder Veranstalter, welcher sich dazu entschlossen hat, seine Gäste nicht nur zu unterhalten, sondern sie außerdem auch noch zu bewirten, sollte daher tunlichst auf den entsprechenden Baustein achten, um Risiken, wie sie zum Beispiel aus verdorbenen Lebensmitteln oder aus gewissen Unverträglichkeiten, wie zum Beispiel Laktoseintoleranz oder Glutenunverträglichkeit, resultieren könnten.

Eine weitere Besonderheit bei jeder Art von Veranstaltungsversicherung ergibt sich stets auch aus der Tatsache, dass das Event m√∂glicherweise in einem Zelt und nicht in einem festen Geb√§ude stattfinden wird. Gefahren, welche sich f√ľr den betreffenden Veranstalter aus dem Auf- und Abbau des Zeltes sowie aus dem Unterhalt und Betrieb des Zeltes w√§hrend de gesamten Veranstaltung ergeben k√∂nnen, sind n√§mlich keineswegs automatisch in einer standardm√§√üigen Veranstaltungsversicherung mit abgedeckt. Auch hierauf sollte vom Veranstalter bereits im Vorfeld des Events geachtet werden, sofern der Aufbau und die Nutzung von Zelten im Veranstaltungskonzept vorgesehen sind. Gleiches gilt f√ľr den Auf- und Abbau und die Nutzung von Trib√ľnen, die ebenfalls nicht automatisch zum Deckungsumfang jeder modernen Veranstaltungsversicherung z√§hlen.

Ebenso ist die m√∂glicherweise auftretende Produktion oder Verunreinigung entsprechender Arten von Abw√§sser nicht automatisch in den Versicherungsschutz einer Veranstaltung oder eines Events inkludiert. Wird mit Abw√§ssern auf der Veranstaltung gearbeitet, dann sollten diese √ľber ein entsprechendes Modul versicherungstechnisch in den Deckungsumfang der betreffenden Veranstaltungsversicherung inkludiert werden.

Weitere Leistungsausschl√ľsse der Veranstaltungsversicherung k√∂nnen sich schlie√ülich auf Sch√§den beziehen, die aus der Nutzung von Kraftfahrzeugen, von Pferden und von anderen Tieren w√§hrend des Events resultieren k√∂nnen. Auch solche Arten von Sch√§den geh√∂ren n√§mlich keineswegs automatisch zum Deckungsumfang der Veranstaltungshaftpflicht und m√ľssen daher grunds√§tzlich separat beim entsprechenden Anbieter nachgefragt werden.

Schlie√ülich sollte an dieser Stelle auch noch ein m√∂gliches Schadensszenario erw√§hnt werden, dass sich aus dem Abhandenkommen fremder Schl√ľssel w√§hrend einer solchen Veranstaltung ergeben kann. Auch dieses Schadensereignis ist bei der Veranstaltungsversicherung nicht automatisch im jeweiligen Leistungsumfang inbegriffen und muss ebenso separat beim Versicherungsvertreter nachgefragt werden.

Weitere Details, die nicht automatisch im Leistungsportfolio der Veranstaltungsversicherung mit inbegriffen sind, stellen die sogenannten Nebenrisiken einer solchen Veranstaltung oder eines Events dar. Hierbei handelt es sich zum Beispiel um Personen-, um Sach- oder auch um Verm√∂genssch√§den, wie sie aus dem im Zusammenhang mit der Veranstaltung stehenden Be- und Entladen von Kfz resultieren k√∂nnen. Auch alle Arten von Leitungssch√§den, Sch√§den durch Abwasser, Sch√§den durch Brand, Explosion, Sch√§den durch beleuchtungs- und Beschallungsanlagen, Sch√§den, verursacht durch Feuerwerk und Fackeln, sind nicht automatisch im Leistungsumfang jeder modernen Veranstaltungsversicherung f√ľr den Schadensfall inkludiert und m√ľssen daher stets durch den jeweiligen Veranstalter nachgefragt werden.

W√§hrend die Veranstaltungsversicherung f√ľr folgende Arten von Veranstaltungen und Events sinnvoll ist:

  • Ausstellungen
  • B√ľrger- und Kinderfete
  • Tanzveranstaltungen
  • Sommerfeste, Umz√ľge und Stra√üenfeste
  • Flohm√§rkte und Zeltlager
  • Events, B√§lle und Konzerte
  • Kongresse und Tagungen
  • Sch√ľtzenfeste und Tierschauen,

weisen bestimmte Arten von öffentlichen Veranstaltungen einen so hohen Gefährdungsgrad auf, dass sie nicht durch entsprechende Leistungen der Versicherungsgesellschaften im Rahmen einer Veranstaltungsversicherung gedeckt werden können. Hierzu zählen im Allgemeinen:

  • Politische Veranstaltungen
  • Demonstrationen
  • Hardrock-Konzerte
  • Motorsportveranstaltungen.

Ebenso bestehen grunds√§tzlich Leistungsausschl√ľsse f√ľr s√§mtliche Arten von Personen-, von Sach- oder von Verm√∂genssch√§den, wie sie auf Veranstaltungen resultieren k√∂nnen aus zum Beispiel:

  • Krieg
  • terroristischen Anschl√§gen
  • inneren Unruhen
  • Atomunf√§llen oder Strahlung.

Was tun, wenn ein Schadensfall eintritt?

Ist nach dem rechtsverbindlichen Abschluss einer Veranstaltungsversicherung oder einer Eventversicherung der gef√ľrchtete Schadensfall eingetreten, so gelten f√ľr den betreffenden Versicherungsnehmer dieselben Anforderungen, wie beim Schadenseintritt bei s√§mtlichen anderen Arten von betrieblichen Haftpflichtversicherungen auch. Diese beziehen sich insbesondere stets auf die melde- und auf die Schadenminderungspflichten des Versicherungsnehmers, welcher Leistungen von der Gesellschaft, die ihn versichert hat, beanspruchen m√∂chte.

Die Meldepflichten: Ist bei einer Veranstaltungsversicherung der Schadensfall eingetreten, so ist der Versicherungsnehmer verpflichtet, den eingetretenen Schaden unverz√ľglich der zust√§ndigen Gesellschaft zu melden und anzuzeigen. Dies muss grunds√§tzlich ohne schuldhaftes Verz√∂gern geschehen und sollte auf der Basis der entsprechenden Meldewege und unter Einhaltung der entsprechenden Regularien geschehen. Viele Versicherungsgesellschaften unterhalten als Meldewege inzwischen eine 24-Stunden-Schadenshotleins oder E-Mail-Accounts zur Schadensanzeige. Alternativ h√§ngt jedoch vielfach an der Police der Veranstaltungsversicherung ein entsprechendes Schadensformular an oder das Formular wird dem Versicherungsnehmer nach Eingang der Schadensmeldung durch die Gesellschaft zugeschickt. Auch der onlinebasierte Meldeweg wird bei der Veranstaltungsversicherung heute schon von vielen Versicherungstr√§gern angeboten. In jedem Falle sollten die entsprechenden Angaben des Versicherungsnehmers jedoch unbedingt der Wahrheit entsprechen und dabei m√∂glichst nachpr√ľfbar sein (Angabe der Tagebuchnummer, wenn die Polizei vor Ort war, Benennung von Zeugen), da ansonsten ein Versicherungsbetrug vermutet werden kann.

Die Schadenminderungspflicht: Jeder Versicherungsnehmer einer modernen Haftpflichtversicherung ist durch den Gesetzgeber dazu verpflichtet, entstandene Sch√§den m√∂glichst zu minimieren und zu begrenzen, anstatt durch entsprechendes Handeln oder auch durch Unterlassen zur Schadensausweitung beizutragen. Eine entsprechende Verletzung der gesetzlich verankerten Schadenminderungspflicht durch den Versicherungsnehmer kann daher empfindliche versicherungsrechtliche Konsequenzen, bis hin um vollst√§ndigen Leistungsausschluss, nach sich ziehen. Im Rahmen seiner gesetzlichen Schadenminderungspflicht kann es f√ľr den betroffenen Versicherungsnehmer zum Beispiel geboten sein, Polizei, Krankenwagen und Notarzt, Feuerwehr oder andere √∂ffentlich-rechtliche Institutionen (THW, Forstamt, Naturschutzbeh√∂rde, Denkmalschutzbeh√∂rde, Amt f√ľr Katastrophenschutz u.a.m.) und Organisationen zur Begrenzung des entstandenen Schadens zu verst√§ndigen und vor Ort zu bestellen.

Die Dokumentationspflicht: Der Versicherungsnehmer ist au√üerdem verpflichtet, den entstandenen Schaden m√∂glichst objektiv und f√ľr den Versicherungstr√§ger nachvollziehbar in Wort und Bild zu dokumentieren. Hierzu kann es zum Beispiel angezeigt erscheinen, Fotos oder Videos vom Schadensumfang aufzuzeichnen und Zeugen zu dokumentieren.

Die juristischen Verpflichtungen: Trotz Schocks und Schuldgef√ľhlen hat es der betreffende Veranstalter tunlichst zu unterlassen, Schuldeingest√§ndnisse gegen√ľber den Gesch√§digten oder gegen√ľber der vor Ort m√∂glicherweise anwesenden Polizei abzugeben. Auch d√ľrfen seitens des betroffenen Veranstalters oder Ausrichters des Events keine voreiligen Schadensersatzleistungen an die Gesch√§digten gezahlt werden.

Wann setzt der Versicherungsschutz ein?

Auch die moderne Veranstaltungsversicherung stellt im formalen juristischen Sinne ein Vertragswerk wie jedes andere dar, dessen Beginn und Ende an bestimmte juristische Voraussetzungen und Erfordernisse gebunden ist. Daher sind Umst√§nde f√ľr das Einsetzen des rechtswirksamen Versicherungsschutzes auch der modernen Veranstaltungsversicherung umfassend in den entsprechenden Rechtsquellen des B√ľrgerlichen Gesetzbuches (BGB), des Handelsgesetzbuches (HGB) und im Speziellen auch des sogenannten Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) dokumentiert worden, die es zum Ansatz zu bringen gilt, bei der Frage, ob der Versicherungsschutz bei der Veranstaltungsversicherung bereits rechtswirksam eingesetzt hat.

Insbesondere jedoch formuliert das Versicherungsvertragsgesetz (VVG) gleich drei unterschiedliche Arten des Versicherungsbeginns:

  • den formellen Versicherungsbeginn
  • den materiellen Versicherungsbeginn
  • den technischen Versicherungsbeginn.

Der formelle Versicherungsbeginn ist an die Unterzeichnung des Versicherungsvertrages und an die Aushändigung der entsprechenden Police gebunden. Meist fällt er, aus rein praktischen Erwägungen, mit der Zahlungspflicht der ersten Prämie zusammen.

Der materielle Versicherungsbeginn ist der Zeitpunkt des Haftungs√ľberganges im Schadensfall auf den Versicherungstr√§ger. Im Rechtsgef√ľge der Bundesrepublik Deutschland f√§llt er meist auf 00:00 Uhr des jeweiligen Tages des formellen Versicherungsbeginns.

Der technische Versicherungsbeginn ist meist der Tag der F√§lligkeit der ersten Versicherungspr√§mie und sollte einen exakt kalendarisch zu spezifizierenden Tag umfassen. Er hat Konsequenzen nicht nur f√ľr Beginn¬† und Ende des Versicherungsschutzes, sondern auch f√ľr die gesamte Versicherungsperiode.

Wie hoch sollte die Deckungssumme ein?

Die Deckungssumme einer Veranstaltung oder eines Events ist stets abhängig von der Art der jeweiligen Veranstaltung, von der betreffenden Location, von der Dauer der Veranstaltung und vor allem jedoch von der zu erwartenden Anzahl der möglichen Teilnehmer. Um Unter- oder auch die teure Überversicherung möglichst zu vermeiden, sollte die Deckungssumme vor jedem Event individuell errechnet und bestimmt werden.

Die deutsche Versicherungswirtschaft empfiehlt den Veranstaltern f√ľr kleinere Veranstaltungen Deckungssummen bis zu 3 Millionen Euro. F√ľr Gro√üveranstaltungen sind Deckungssummen von bis zu 5 Millionen Euro ratsam.

Nach welchen Faktoren wird der Beitrag berechnet?

Der Beitrag zur Veranstaltungsversicherung, die Versicherungspr√§mie, ist von der H√∂he des zu erwartenden Risikos abh√§ngig, welches der Versicherungstr√§ger versichern muss. Die Art der jeweiligen Veranstaltung, ihr Durchf√ľhrungsort, die zu erwartende Teilnehmeranzahl, die Dauer der Veranstaltung und m√∂gliche zus√§tzliche Risiken und Gefahren bestimmen die H√∂he des Beitrages ebenso, wie auch die vertraglich vereinbarte Deckungssumme und die jeweilige Selbstbeteiligung des Veranstalters.

Welchen Nutzen hat ein Vergleich der Veranstaltungsversicherung f√ľr mich?

Er erm√∂glicht es mir, die Preis-Leistungs-Verh√§ltnisse und den Leistungsfall im Schadensfall zu betrachten, welchen die einzelnen Gesellschaften offerieren. Dadurch ist es mir, als interessiertem potenziellen Versicherungsnehmer, letztendlich m√∂glich, denjenigen Versicherungstr√§ger mit dem f√ľr mich optimal passendem Angebot zu eruieren.

Kann ich die Versicherungsbeiträge von der Steuer absetzen?

Jede Art von betrieblicher Haftpflichtversicherung, zu der auch die Veranstaltungsversicherung geh√∂rt, stellt f√ľr den Unternehmer eine Betriebsausgabe dar und ist daher gem√§√ü Einkommenssteuergesetz (EStG) von der Steuerlast absetzbar.

Worauf muss ich bei der K√ľndigung¬† achten?

Die K√ľndigungsfristen und die K√ľndigungsmodalit√§ten, die sich meist in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen finden, sollten unbedingt beachtet werden. Die K√ľndigung sollte stets aus Gr√ľnden der Beweissicherung in Schriftform, also per eingeschriebenen Brief mit R√ľckschein, erfolgen. Man sollte den Versicherer um die Zusendung einer schriftlichen K√ľndigungsbest√§tigung bitten.

Worauf muss ich bei einem Wechsel achten?

Es d√ľrfen grunds√§tzlich auch durch einen Wechsel der Veranstaltungsversicherung keine L√ľcken im Versicherungsschutz entstehen, die eine Privathaftung des Veranstalters nach sich ziehen w√ľrden. Vor jedem Wechsel der Veranstaltungsversicherung sollte ein gr√ľndlicher Versicherungsvergleich durchgef√ľhrt werden. Der Wechsel lohnt nur dann, wenn ein Versicherungstr√§ger mit deutlich g√ľnstigerem Preis-Leistungs-Verh√§ltnis eruiert werden konnte. Es gelten rein formell die analogen Modalit√§ten wie bei der K√ľndigung der Veranstaltungsversicherung (Schriftform, Fristen, K√ľndigungsbest√§tigung etc.).

Welche Vorteile hat eine Veranstaltungsversicherung?

Sie sch√ľtzt den Veranstalter und Ausrichter eines Events vor m√∂glichen hohen Schadensersatzforderungen Gesch√§digter, resultierend aus Personen-, aus Sach- und auch aus Verm√∂genssch√§den. Sie ist modular und nach dem vielfach bew√§hrten Baukastensystem aufgebaut, so dass viele spezielle Module (z.B. Versicherung von Abwassersch√§den) bei Bedarf nachgekauft werden k√∂nnen.

Welche Nachteile hat eine Veranstaltungsversicherung?

Sie wird immer nur von Fall zu Fall abgeschlossen und ist in der Bundesrepublik Deutschland bislang noch kaum bekannt. Viele Arten von Veranstaltungen (z.B. politische Veranstaltungen und Demonstrationen) sind sogar gänzlich vom Versicherungsschutz ausgeschlossen.