Leitungswasserversicherung im Griff
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Leitungswasserversicherung

Warum lohnt sich der Abschluss einer Leitungswasserversicherung

Da in privaten Haushalten und auch in gewerblich genutzten Gebäuden teilweise erhebliche Werte in Gestalt von Wohnungseinrichtungen oder von gelagerten Warenvorräten vorhanden sein können, ist es sinnvoll, diese Dinge gegen Schäden zu versichern, welche durch austretendes Leitungswasser hervor gerufen werden können.

Als Teil einer Wohngeb√§ude- oder auch Hausratsversicherung ist die Leitungswasserversicherung jedoch f√ľr Wohnungsinhaber oder Mieter besonders zu empfehlen. Bei geplatzten Heizungsrohren, bei einem undichten Ablauf des Geschirrsp√ľlers oder alternativ auch bei einer fehlerhaft angeschlossenen Waschmaschine kann der entstehende Schaden an der jeweiligen Wohnungseinrichtung betr√§chtlich sein und zu sehr gro√üen finanziellen Belastungen f√ľr die Betroffenen f√ľhren.

Tagt√§glich ereignen sich allein innerhalb der Haushalte in der Bundesrepublik Deutschland eine Vielzahl dieser Sch√§den. Die Leitungswasserversicherung sch√ľtzt dabei vor hohen Kosten durch Wiederbeschaffung ruinierter Einrichtungsgegenst√§nde oder durch Renovierungsaufwendungen.

Die am h√§ufigsten vor allem in privaten Haushalten in der Bundesrepublik Deutschland auftretenden Sch√§den sind die Wassersch√§den. Alleine bei Wassersch√§den werden hierzulande bis zu insgesamt 3.000 Vorf√§lle pro Tag an die entsprechenden Versicherungsgesellschaften gemeldet, welche dann f√ľr die Regulierung zust√§ndig sind.

Die Reparatur von entstandenen Wasserschäden erweist sich außerdem stets als außerordentlich aufwändig und zudem auch teuer. Im ersten Schritt muss zunächst erst einmal auf professionelle Art und Weise die entsprechende Leckage geortet werden, damit der Wasserschaden letztendlich nicht noch weitaus größer werden. Bereits hierzu empfiehlt sich die Hinzuziehung eines versierten Fachbetriebes. Weitaus aufwändiger und zudem auch kostenintensiver ist dann schließlich die Beseitigung von Wasserschäden an der Wohnungseinrichtung oder an Wänden, Decken und Fußböden der betroffenen Räumlichkeiten.

Oft m√ľssen modernste und zudem auch teure Methoden, wie zum Beispiel die Trocknung der betroffenen Zimmer und die Nutzung und Installation von Luftentfeuchtern vorgenommen werden. Bautrockner, Hochleistungsventilatoren, welche zur Verbesserung de Luftzirkulation erforderlich werden und zudem auch Elektroheizer zur Erzielung einer konstant hohen Raumtemperatur f√ľr das Austrocknen der jeweiligen Zimmer, verschlingen dabei regelm√§√üig hohe Mengen an Elektroenergie.

Verunreinigungen der betroffenen R√§umlichkeiten durch Salze oder Schl√§mme, wie sie bei der Flutung von Zimmern h√§ufig zu beklagen sind, k√∂nnen zudem kostspielige Folgesch√§den in Form von gesch√§digtem Putz oder Mauerwerk, bis hin zur Schimmelbildung, initiieren. In diesem Falle steigen die Kosten nochmals, die f√ľr eine Sanierung der von einem Leitungswasserschaden betroffenen R√§umlichkeiten aufzuwenden sind.

Da Wasserschäden durch unbemerkt austretendes Leitungswasser einen durchaus gewaltigen Umfang annehmen können, vor allem immer dann, wenn austretendes Wasser, zum Beispiel aufgrund der Abwesenheit der Bewohner nicht sofort bemerkt wird, ist eine prophylaktische Absicherung durch eine moderne Leitungswasserversicherung grundsätzlich sinnvoll und dringend zu empfehlen.

Die teils massiven Folgesch√§den, welche bei einer Schimmelpilzbildung durch austretendes Leitungswasser zu beklagen sind, k√∂nnen sogar zu einer zeitweiligen Unbewohnbarkeit der betroffenen R√§umlichkeiten f√ľhren. Hierdurch k√∂nnen sich die durch austretendes Leitungswasser initial verursachten Kosten letztendlich noch einmal ganz erheblich steigern. Vor dem Hintergrund der hier geschilderten Auswirkungen und Konsequenzen, z√§hlt daher die moderne Leitungswasserversicherung zu den wichtigsten Schutzmechanismen, vor allem im privaten Bereich.

Welche Schäden sind im Rahmen einer Leitungswasserversicherung mitversichert?

Jede moderne Leitungswasserversicherung greift f√ľr eine Vielzahl unterschiedlicher Sch√§den, die im entsprechenden Versicherungsschutz inkludiert sind. Die Leitungswasserversicherung unterscheidet jedoch im Allgemeinen zwischen folgenden unterschiedlichen Arten von Sch√§den:

  • den eigentlichen Leitungswassersch√§den
  • den Frost- und sonstigen Bruchsch√§den.

Als eigentliche Leitungswasserschäden, die im Versicherungsumfang enthalten sind, gelten zum Beispiel nicht nur Schäden an Wasser-, Abwasser- oder Heizungsrohren innerhalb von Gebäuden, sondern auch Wasserschäden, welche durch Bruch oder Undichtigkeit von innerhalb von Gebäuden verlaufenden Regenwasserrohren hervor gerufen werden können.

Frost- und sonstige Bruchsch√§den an Wasser f√ľhrenden Rohren k√∂nnen meist im Rahmen zus√§tzlicher Policen einer modernen Leitungswasserversicherung mit abgedeckt werden . Zu diesen Sch√§den geh√∂ren zum Beispiel alle Arten von Sch√§den an Wasserzuleitungs- und Heizungsrohren, die nicht unmittelbar der Versorgung von versicherten Geb√§uden oder Anlagen dienen, jedoch auf dem versicherten Grundst√ľck verlaufen.

Ebenfalls z√§hlen zu diesem zus√§tzlichen und erweiterten Versicherungsschutz im Kontext einer modernen Leitungswasserversicherung Wassersch√§den an einem versicherten Grundst√ľck, welche auf Bruch oder Undichtigkeiten von Wasserzuleitungs- oder Heizungsrohren zur√ľckzuf√ľhren sind, die sich au√üerhalb des versicherten Grundst√ľcks befinden.

Auch s√§mtliche Arten von Ableitungsrohren, die sich entweder auf einem versicherten Grundst√ľck oder alternativ auch au√üerhalb desselben befinden, k√∂nnen im Rahmen einer Erweiterung der jeweiligen Police in den Versicherungsschutz einer modernen Leitungswasserversicherung einbezogen werden.

Was sollte ich beachten, bevor ich eine Leitungswasserversicherung abschließe?

Bevor man heutzutage die elementar wichtige Leitungswasserversicherung abschlie√üt, sollte man nach dem Workflow ‚Äěvergleichen, bewerten und erst dann abschlie√üen‚Äú vorgehen. Ein entsprechend gro√ües Augenmerk sollte auch gerade bei der Leitungswasserversicherung der jeweils vertraglich zu vereinbarenden Deckungssumme gewidmet werden.

Da die Schäden, welche durch bestimmungswidrig austretendes Leitungswasser an einer Wohnungseinrichtung oder auch an einem gelagerten Warenbestand verursacht werden können, im Allgemeinen enorm hoch sind, ist es hier falsch, Kosten sparen zu wollen, indem die Deckungssumme bewusst niedrig angesetzt wird.

Au√üerdem sollte der potenzielle Versicherungsnehmer einer modernen Leitungswasserversicherung sich nach M√∂glichkeit ein Bild davon verschaffen, welche zu- und abf√ľhrenden Wasserrohre oder Wasserleitungen f√ľr seine Immobilie jeweils relevant sein k√∂nnten.

Da der Versicherungsnehmer im Falle eines durch bestimmungswidrig ausgetretenes Wasser verursachten Schadens auf eine möglichst schnelle und reibungslose Regulierung des Schadens angewiesen ist, kommt auch der Auswahl eines kulanten Versicherungsträgers ein Höchstmaß an Bedeutung zu.

Die m√∂glichen Versicherungsunternehmen sollten auch in Bezug auf ihr jeweiliges Preis-Leistungs-Verh√§ltnis und auf ihre Reputation gr√ľndlich miteinander verglichen werden. Ein solcher Versicherungsvergleich ist zum Beispiel recht einfach und bequem anhand der Portale der unabh√§ngigen Versicherungsmakler im Internet m√∂glich. Hier gilt es dann, unter der Rubrik Leitungswasserversicherung, vor allem die Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AGBs) der einzelnen Versicherungstr√§ger gr√ľndlich und penibel miteinander zu vergleichen, um so letztendlich die optimale Gesellschaft f√ľr den individuellen Versicherungsbedarf ermitteln zu k√∂nnen.

Generell gilt jedoch auch bei einem Vergleich der Versicherungstr√§ger im Rahmen der Leitungswasserversicherung, dass nicht zwangsl√§ufig auch die Versicherungsgesellschaft mit den niedrigsten Pr√§mien auch der beste Anbieter sein muss. Je gr√ľndlicher und genauer die Preise und die Leistungspakete der einzelnen Gesellschaften miteinander verglichen werden, desto sicherer ist der Versicherungsnehmer im Falle eines konkreten Schadens.

Welche Leistungen sind bei einer Leitungswasserversicherung im Schadensfall mit inbegriffen?

Versicherte Leistungen sind bei der modernen Leitungswasserversicherung heute im Allgemeinen die Schadensminderungskosten, die m√∂glichen Aufr√§umungs- und Abbruchkosten, ferner die Bewegungs- und Schutzkosten, der Mietausfall im Falle von vor√ľbergehender Unbewohnbarkeit der entsprechend gesch√§digten R√§ume, m√∂gliche Dekontaminationskosten, m√∂gliche Mehrkosten nach beh√∂rdlichen Wiederherstellungsbeschr√§nkungen f√ľr Restwerte, m√∂gliche Kosten durch Geb√§udebesch√§digungen durch sogenannte unbefugte Dritte, Kosten durch Wasserverlust sowie die Kosten f√ľr Sachverst√§ndige und Gutachten.

Leistungen erbringt eine moderne Leitungswasserversicherung heute im Allgemeinen auch dann, sofern es um juristische Streitigkeiten in Bezug auf die jeweilige Schadensh√∂he geht. Inkludiert in die Leistungspakete der Gesellschaften sind hierbei wiederum die Kosten f√ľr entsprechende Gutachten oder auch f√ľr einen Ombudsmann.

Bei gewerblichen Versicherungsnehmern sind dann im Rahmen einer modernen Leitungswasserversicherung besondere Leistungen in die am Markt erh√§ltlichen Policen inkludiert. Auch hier werden Leistungen erbracht, sofern bestimmungswidrig aus entsprechenden Leitungen ausgetretenes Wasser zu Sch√§den an den Geb√§uden oder den sonstigen Einrichtungen eines Unternehmens gef√ľhrt hat.

Die Kosten unterschiedlichster Arten von durch austretendes Wasser verursachten Sch√§den werden im gewerblichen Bereich von der Leitungswasserversicherung √ľbernommen. Abgedeckt sind jedoch ebenfalls alle m√∂glichen professionellen Leistungen, die f√ľr den gewerblichen Versicherungsnehmer erbracht werden m√ľssen, um an eine solche Leckage erst einmal r√§umlich heran zu kommen.

Abgedeckt werden durch eine gewerblich abgeschlossene Leitungswasserversicherung auch alle Leistungen, wie sie im Rahmen von notwendigen Abbruch- oder auch Aufräumarbeiten entstehen können.

Getragen werden durch die Versicherungsgesellschaft ebenso alle Leistungen im Zusammenhang mit Bewegung und Schutz von betroffenen Wirtschaftsg√ľtern bei einem Wasserschaden, Leistungen zur Wiederherstellung von gesch√§ftlichen Unterlagen und Mehrkosten, die durch gestiegene Preise infolge eines Wasserschadens verursacht worden sind.

Welche Leistungen sind bei einer Leitungswasserversicherung im Schadensfall nicht mit inbegriffen?

In den meisten Policen von modernen Leitungswasserversicherungen ist bestimmungswidrig austretendes Wasser entsprechend versichert. Bestimmungswidrig austretendes Wasser muss dabei stets gegen den Willen des Versicherungsnehmers aufgetreten sein und darf zudem h√∂chstens auf grobe Fahrl√§ssigkeit zur√ľck gef√ľhrt werden k√∂nnen.

Dies impliziert naturgemäß, dass Leistungen im Rahmen einer rechtsverbindlich abgeschlossenen Leitungswasserversicherung immer dann nicht erbracht werden können, sofern das bestimmungswidrig ausgetretene Wasser auf einem Vorsatz oder auf einem bewussten Handeln des Versicherungsnehmers beruht.

Als typische Ursachen f√ľr ein bestimmungswidriges Austreten von Leitungswasser werden heute im Allgemeinen durch die Versicherungsgesellschaften anerkannt:

  • durchgerostete Rohre, die Wasser f√ľhren
  • durchgerostete Heizk√∂rper
  • verrostete Verbindungsst√ľcke oder Fittings
  • geplatzte Zuleitungen an elektronischen Haushaltsger√§ten
  • verstopfte Abfl√ľsse
  • fahrl√§ssig offen gelassene Zuleitungen, die Wasser f√ľhren.

Nicht im Leistungsumfang einer modernen Leitungswasserversicherung enthalten sind in der Regel auch s√§mtliche Arten von Frostsch√§den, die sich auf grobe Fahrl√§ssigkeit eines Versicherungsnehmers zur√ľck f√ľhren lassen und die dann letztendlich zu geplatzten Wasserleitungen oder auch Heizungsrohren f√ľhren.

Ebenso greift eine moderne Leitungswasserversicherung nicht f√ľr Wassersch√§den, wie sie zum Beispiel durch Defekte oder Undichtigkeit von Wasser f√ľhrenden Rohren w√§hrend der Bauphase eines Geb√§udes entstehen k√∂nnen. Erst nach der finalen Fertigstellung eines Geb√§udes greift die Leitungswasserversicherung.

Ebenfalls sind Leistungen bei sogenannten Elementarsch√§den nicht im Leistungsumfang einer Leitungswasserversicherung enthalten. Hierzu z√§hlen zum Beispiel durch R√ľckstau oder alternativ auch durch Hochwasser hervor gerufene Wassersch√§den. Diese Arten von Sch√§den fallen nicht in die Leistungspflicht der Leitungswasserversicherung, sondern m√ľssen durch die sogenannte Elementarschadensversicherung reguliert und finanziell ausgeglichen werden.

Was sollte ich tun, wenn ein Schadensfall eintritt?

Da sich gerade Wasserschäden ihrem Umfang und ihrer möglichen Schadenshöhe nach verheerend auswirken können, muss der Versicherungsnehmer hierbei besonders seiner Pflicht zur Schadensminimirung gerecht werden, um seinen Versicherungsschutz nicht durch entsprechendes Fehlverhalten zu gefährden.

Bei der Entdeckung eines Wasserschadens gelten daher stets ganz besondere Maßregeln. Wird nämlich ein Wasserschaden im Haushalt oder im Betrieb durch einen Versicherungsnehmer oder einen seiner Beauftragten entdeckt, dann ist seitens dieser genannten Personen stets schnelles und richtiges Agieren gefragt, um mögliche gravierende Schadensfolgen abwenden zu können.

Zun√§chst ist es daher bei einem Wasserschaden unerl√§sslich, weiteres Austreten von Wasser zu verhindern, indem schnellstm√∂glich die Wasserzufuhr gestoppt wird. Dies gilt nicht nur bei einem Rohrbruch, sondern alternativ auch bei s√§mtlichen Arten von Undichtigkeiten oder von geplatzten Zu- und Ableitungen sowie von Ventilen. Alle entsprechend vorhandenen und letztendlich auch erreichbaren Absperrh√§hne sollten daher unverz√ľglich geschlossen werden. Sind solche Absperrh√§hne nicht erreichbar, so muss schnellstm√∂glich der Hauptwasserhahn im jeweiligen Geb√§ude geschlossen werden. Hierbei ist stets zu beachten, dass s√§mtliche Absperrh√§hne und auch der Hauptwasserhahn in einem Geb√§ude nur im Uhrzeigersinn geschlossen werden d√ľrfen.

Da Wasser ein hervorragender Stromleiter ist, kann es bei entsprechenden Wassersch√§den nicht nur zu einem Kurzschluss oder zum Stromschlag bei Personen, sondern unter Umst√§nden auch zu den besonders gef√ľrchteten Folgebr√§nden kommen. Daher gilt der Grundsatz bei einem entdeckten Wasserschaden, wonach nicht nur der Wasserzufluss unverz√ľglich gestoppt werden muss, um eine Ausweitung des Schadens m√∂glichst zu verhindern, sondern auch die Stromzufuhr sofort zu unterbrechen ist. Hierzu ist der Kippschalter der f√ľr den betroffenen Bereich relevanten Sicherung umzulegen. Bei √§lteren Sicherungsk√§sten kann es jedoch auch erforderlich werden, unter Beachtung der notwendigen Vorsichtsma√ünahmen die gesamte Sicherung aus der Fassung heraus zu schrauben.

An n√§chster Stelle steht nun im Kontext der Verhaltensma√üregeln bei einem entdeckten Wasserschaden die Beseitigung des ausgetretenen Wassers, was zu einer deutlichen Minimierung von Sch√§den an Hausrat und gewerblich genutzten Wirtschaftsg√ľtern unerl√§sslich wird. Dazu ist die Schadensstelle zu sichern und ausgetretenes Wasser kann nun beispielsweise mit trockenen T√ľchern aufgenommen und entsprechend beseitigt werden. Sind jedoch extrem gro√üe Wassermengen ausgetreten, so kann die Verwendung eines sogenannten Nasssaugers angezeigt sein. Au√üerdem kann in diesen F√§llen, zum Beispiel bei bereits vollst√§ndig √ľberfluteten R√§umlichkeiten, die √∂rtliche Feuerwehr zur Beseitigung der ausgetretenen Wassermengen hinzu gezogen werden. Auch entsprechende Fachunternehmen sind dazu imstande, eine schadhafte Stelle an Wasser f√ľhrenden Leitungen professionell zu sichern und leistungsstarke Pumpen zur Wasserbeseitigung zum Einsatz zu bringen.

Sind die genannten Ma√ünahmen durch den Versicherungsnehmer oder durch seine Beauftragten bereits erfolgreich eingeleitet oder durchgef√ľhrt worden, so ist es nun im Zuge der Schadensminimierung erforderlich, gef√§hrdeten Hausrat zu retten oder vom ausgetretenen Wasser bedrohte gewerblich genutzte Wirtschaftsg√ľter zu retten und sie entsprechend zu bergen. Insbesondere Teppiche und andere Textilien, die vom Schimmelbefall betroffen werden k√∂nnten sowie Mobiliar aus Holz oder aus Spanplatten, welches entsprechend durch das ausgetretene Wasser aufquellen k√∂nnte, gilt es, umgehend zu bergen und in Sicherheit zu bringen. Lediglich definitiv wasserfeste Materialien, die weder aufquellen, noch vom Schimmel befallen werden k√∂nnen, d√ľrfen an Ort und Stelle verbleiben.

Ist im Kontext der hier erw√§hnten Ma√ünahmen nach einem eingetretenen Wasserschaden der Pflicht zur Schadensminimierung Gen√ľge getan worden, so muss nun er entstandene Schaden der Ursache nach, dem Umfang und der m√∂glichen H√∂he nach, wahrheitsgem√§√ü durch den Versicherungsnehmer oder alternativ auch durch seinen Beauftragten dokumentiert werden. Hierzu ist es zun√§chst erst einmal zwingend notwendig, die eigentliche Schadensstelle, zum Beispiel also einen Rohrbruch, zu fotografieren. Ebenso sollten s√§mtliche gesch√§digten Gegenst√§nde, die zum Haushalt oder zur Ausstattung eines betroffenen Unternehmens geh√∂ren, aus verschiedenen Blickwinkeln heraus durch den Versicherungsnehmer oder durch seine Beauftragten fotografiert werden.

Ist die Dokumentation er entstandenen Wassersch√§den fachgerecht realisiert worden, so sollte der Schaden nun unverz√ľglich, also ohne weitere schuldhafte Verz√∂gerung durch den entsprechenden Versicherungsnehmer, an den zust√§ndigen Versicherungstr√§ger gemeldet werden. Hierzu sind die entsprechend vertraglich vereinbarten Meldewege durch den Versicherungsnehmer zu nutzen. Dabei kann es sich zum Beispiel um ein der Police anh√§ngendes Schadensformular, um eine Hotline der zust√§ndigen Versicherungsgesellschaft, um ein Faxformular oder auch um einen E-Mail-Account zur Schadensmeldung handeln.

Verlangt der zuständige Versicherungsträger jedoch die Inaugenscheinnahme des Wasserschadens durch einen Gutachter oder Sachverständigen, so sollte seitens des Versicherungsnehmers nichts am Schadensort verändert werden, was geeignet ist, die Tatsachen zu verfälschen.

Wann setzt der Versicherungsschutz der Leitungswasserversicherung ein?

Um die Frage zu beantworten, wann der Versicherungsschutz einer modernen Leitungswasserversicherung einsetzt, können jeweils die unterschiedlichsten Rechtsquellen heran gezogen werden. Dies sind:

  • das B√ľrgerliche Gesetzbuch (BGB)
  • das Handelsgesetzbuch (HGB)
  • das Versicherungsvertragsgesetz (VVG)
  • die Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AGBs) des jeweiligen Versicherungstr√§gers
  • weitere individuelle vertragliche Regelungen zwischen Versicherungstr√§ger und Versicherungsnehmer.

Grunds√§tzlich definiert das B√ľrgerliche Gesetzbuch (BGB) den Versicherungsbeginn als Resultat eines rechtsverbindlich abgeschlossenen Versicherungsvertrages √ľber eine entsprechende Leitungswasserversicherung. Liegt also eine Police vor und das auf ihr vermerkte Datum des Versicherungsbeginns der Leitungswasserversicherung bereits in der Vergangenheit, so kann der Versicherungsnehmer davon ausgehen, dass der Versicherungsbeginn bereits eingesetzt hat.

Wesentlich konkreter wird jedoch auch in Bezug auf den Versicherungsbeginn bei der Leitungswasserversicherung das Versicherungsvertragsgesetz (VVG). Es unterscheidet nämlich:

  • den formalen Versicherungsbeginn
  • den materiellen Versicherungsbeginn
  • den technischen Versicherungsbeginn.

Der formale Versicherungsbeginn ist stets an das Vorliegen eines rechtsverbindlich abgeschlossenen Versicherungsvertrages gebunden und wird meist durch die Aush√§ndigung der entsprechenden Police dokumentiert, welche der Versicherungsnehmer aus der Hand des Versicherungstr√§gers entgegen nimmt. Oft wird der Beginn der Zahlungspflicht f√ľr die vertraglich vereinbarte Versicherungspr√§mie mit dem formalen Versicherungsbeginn harmonisiert. Davon abweichende Regelungen sind aus der Sicht des Gesetzgebers grunds√§tzlich m√∂glich, sofern dadurch nicht ein bereits beim Versicherungsnehmer eingetretener Schaden auch noch r√ľckwirkend versichert werden soll.

Der materielle Versicherungsbeginn repr√§sentiert jedoch stets den sogenannten Haftungs√ľbergang im Schadensfall auf den jeweiligen Versicherungstr√§ger. Ab dem Zeitpunkt es materiellen Versicherungsbeginns ist auch bei der modernen Leitungswasserversicherung ein Versicherungstr√§ger vertraglich dazu verpflichtet, im Schadensfall die Deckungssumme zu zahlen. In der Bundesrepublik Deutschland ist es heute allgemein √ľblich, dass der materielle Versicherungsbeginn stets um genau 00:00 Uhr des Tages des formalen Versicherungsbeginns einsetzt. Davon abweichende Regelungen sind grunds√§tzlich zul√§ssig, sofern dadurch nicht das bereits erw√§hnte Verbot der r√ľckwirkenden Versicherung bereits eingetretener Sch√§den beim Versicherungsnehmer tangiert wird.

Der technische Versicherungsbeginn sollte stets exakt als fassbares kalendarisches Datum in den jeweiligen Versicherungsunterlagen dokumentiert werden. Es ist in der Bundesrepublik Deutschland √ľblich, den technischen Versicherungsbeginn mit dem Beginn der Zahlungsverpflichtung f√ľr die vertraglich vereinbarte Versicherungspr√§mie seitens des Versicherungsnehmers zu harmonisieren. Der technische Versicherungsbeginn hat au√üerdem Konsequenzen f√ľr den Beginn und das Ende des jeweiligen Versicherungsschutzes und f√ľr die Gestaltung der konkreten Versicherungsperiode f√ľr den betreffenden Versicherungsnehmer.

Wie hoch sollte die Deckungssumme der Leitungswasserversicherung sein?

Auf die zentrale Bedeutung der Versicherungssumme f√ľr die Leitungswasserversicherung und die jeweilige Schadensregulierung wurde bereits an anderer Stelle verwiesen. Ist die Deckungssumme zu niedrig, so liegt Unterdeckung oder Unterversicherung des jeweiligen Versicherungsnehmers vor und die vertraglich vereinbarte Deckungssumme reicht nicht aus, um entstandene Wassersch√§den regulieren zu k√∂nnen.

√úbersteigt die Deckungssumme bei einer Leitungswasserversicherung hingegen den Schadensumfang, dann ist die teure √úberdeckung oder √úberversicherung gegeben. Neuwert, Zeitwert oder gemeiner Wert des jeweils versicherten Geb√§udes sowie er in ihm befindlichen M√∂bel, Gesch√§ftsausstattungen oder gelagerten Waren, sollten jeweils die Berechnungsgrundlage bei der Ermittlung er jeweiligen Deckungssumme f√ľr die Leitungswasserversicherung bilden. Die entsprechenden Deckungssummen m√ľssen dabei jeweils individuell errechnet werden. Hierzu sollte man generell einen sachkundigen Experten heran ziehen.

Nach welchen Faktoren wird der Beitrag zur Leitungswasserversicherung berechnet?

Der Beitrag zur modernen Leitungswasserversicherung orientiert sich an allen Faktoren, die das Risiko des Schadenseintritts f√ľr den Versicherungstr√§ger bestimmen. Ma√ügeblich sind die Schadenswahrscheinlichkeit, die m√∂gliche Schadensh√∂he und die prognostizierte individuelle Schadensfrequenz bei einem Versicherungsnehmer innerhalb der Versicherungsperiode.

Auch die Deckungssumme, die H√∂he der Selbstbeteiligung f√ľr den Versicherungsnehmer und die Art der Zahlung der Versicherungspr√§mie (j√§hrlich, halbj√§hrlich oder aber auch quartalsweise) bestimmen die Beitragsh√∂he bei der Leitungswasserversicherung.

Welchen Nutzen hat ein Vergleich der Leitungswasserversicherung f√ľr mich?

Er erm√∂glicht es mir, denjenigen Versicherungstr√§ger mit dem besten Preis-Leistungs-Verh√§ltnis und dem gr√∂√üten Ma√ü an Kulanz am Versicherungsmarkt der Bundesrepublik Deutschland ausfindig zu machen. Gerade bei der modernen Leitungswasserversicherung sind diese Kriterien f√ľr die Wahl eines Versicherungstr√§gers entscheidend.

Kann ich die Versicherungsbeiträge von der Steuer absetzen?

F√ľr gewerbliche Versicherungsnehmer stellen die Pr√§mienzahlungen f√ľr eine moderne Leitungswasserversicherung Betriebsausgaben dar, die gegen Vorlage der Pr√§mienrechnung beim Fiskus abgesetzt werden k√∂nnen. Alle Privatpersonen oder auch Mieter, welche eine Leitungswasserversicherung als Unterform der Wohngeb√§udeversicherung abgeschlossen haben, k√∂nnen diese Kosten leider nicht steuerlich geltend machen.

Worauf muss ich bei der K√ľndigung meiner Leitungswasserversicherung achten?

Auf K√ľndigungsmodalit√§ten und auf K√ľndigungsfristen muss unbedingt geachtet werden. Die K√ľndigung einer bestehenden Leitungswasserversicherung sollte aus Gr√ľnden der Beweissicherung generell nur schriftlich erfolgen. Das K√ľndigungsschreiben sollte der k√ľndigungswillige Versicherungsnehmer generell als eingeschriebenen Brief mit R√ľckschein an den zust√§ndigen Versicherungstr√§ger absenden. Au√üerdem sollte der Versicherungsnehmer den Versicherungstr√§ger um die √úbermittlung einer K√ľndigungsbest√§tigung in schriftlicher Form bitten.

Worauf muss ich bei einem Wechsel meiner Leitungswasserversicherung achten?

Erst sollte ein Versicherungsvergleich erfolgen. Durch den Wechsel d√ľrfen keine versicherungsfreien Zeiten entstehen. Ansonsten gelten die gleichen Empfehlungen wie bereits bei der Vertragsk√ľndigung.

Welche Vorteile hat eine Leitungswasserversicherung?

Sie sch√ľtzt vor hohen Kosten bei sogenanntem bestimmungswidrig ausgetretenem Wasser. Auch viele zus√§tzliche Kosten, so zum Beispiel f√ľr Sachverst√§ndige und Gutachter, f√ľr eine Dekontamination und f√ľr Mietausfall, sind im Versicherungsumfang enthalten. Die Leitungswasserversicherung ist f√ľr gewerbliche und private Versicherungsnehmer eine der wichtigsten und sinnvollsten Versicherungsarten.

Welche Nachteile hat eine Leitungswasserversicherung?

Die moderne Leitungswasserversicherung lässt sich leider nur durch gewerbliche Versicherungsnehmer als Betriebsausgabe gegen Vorlage der entsprechenden Prämienrechnung des Versicherungsträgers steuerlich beim Fiskus absetzen. Private Versicherungsnehmer können dies leider nicht.