Versicherungen f√ľr Freiberufler im Griff
mit vergleichen24.de

Versicherungen f√ľr Freiberufler

Warum lohnt sich der Abschluss einer Versicherung f√ľr Freiberufler?

Renten-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung sowie Berufshaftpflicht sind Versicherungssparten, die auch beim Freiberufler zum allgemeinen Standard geh√∂ren sollten. Leider werden diese Vertr√§ge jedoch nicht immer abgeschlossen, was sich dann im Schadensfall als nachteilig f√ľr den betreffenden Gr√ľnder oder Unternehmer erweist.

Gerade f√ľr Freiberufler gelten in Punkto Versicherungen viele Sonderregelungen, die den Abschluss einer Police sinnvoll erscheinen lassen. Diese beliebten Sonderregelungen gelten beim Freiberufler √ľber nahezu s√§mtliche Segmente der Versicherungen, also f√ľr Renten- und Krankenversicherungen ebenso, wie zum Beispiel auch f√ľr Pflege-, Arbeitslosen- oder Unfallversicherung. Freiberufler k√∂nnen sich daher praktisch ebenso umfangreich versichern wie ein normaler Angestellter. Im Unterschied zu diesem haben sie jedoch meist die freie Wahl bei der jeweils in Frage kommenden Versicherung. Auch die sogenannten Freiberufler in den kammerf√§higen Berufen sollten einige der Angebote der Versorgungskammern f√ľr ihre Versicherungen in Anspruch nehmen. Diese Versorgungswerke dienen insbesondere der Alterssicherung und der Versorgung der folgenden freien Berufe:

  • √Ąrzte
  • Apotheker
  • Architekten
  • Notare
  • Rechtsanw√§lte
  • Tier√§rzte
  • Steuerberater
  • Steuerbevollm√§chtigte
  • Wirtschaftspr√ľfer
  • Buchpr√ľfer
  • Zahn√§rzte
  • Psychotherapeuten
  • Ingenieure.

Einige Gruppen von Freiberuflern sind √ľberdies von der Pflicht, sich √ľber eine der Berufsgenossenschaften im Rahmen der Unfallversicherung zu versichern, befreit. Daher ist es besonders f√ľr

  • Zahn√§rzte, Tier√§rzte und andere selbst√§ndige √Ąrzte
  • Psychotherapeuten, Apotheker und Heilpraktiker

geboten, sich eine entsprechende Unfallversicherung zu suchen, um auf diese Art und Weise wesentliche private und betriebliche Risiken sinnvoll abzusichern.

Welche Leistungen sind im Rahmen einer Versicherung f√ľr Freiberufler mitversichert?

Freiberufler k√∂nnen im Rahmen von jeweils frei gew√§hlten Angeboten unterschiedlichste Leistungen von Versicherungen in Anspruch nehmen. Hierzu geh√∂ren zum Beispiel die Krankenversicherung, die Renten- und Arbeitslosenversicherung, aber auch die Unfall- und die Betriebshaftpflichtversicherung. Da die meisten Leistungsangebote der gro√üen Versicherungsgesellschaften √ľberdies modular und damit nach dem sogenannten Baukastenprinzip aufgebaut sind, um den Ver√§nderungen innerhalb der Gesch√§ftsentwicklung auch bei einem Freiberufler Rechnung tragen zu k√∂nnen, ist es selbstverst√§ndlich in der Mehrzahl der F√§lle problemlos m√∂glich, im sp√§teren Versicherungsverlauf auch weitere und zus√§tzliche Leistungen hinzu zu buchen.

Die wichtigsten betrieblichen Risiken, die sich nat√ľrlich teilweise erheblich von Branche zu Branche unterscheiden, sollte allerdings m√∂glichst jeder Freiberufler durch entsprechend geeignete Versicherungen gleich von Anfang an absichern.

Grunds√§tzlich ist es f√ľr Freiberufler auch m√∂glich, sich relativ umfassend durch nur eine einzige Police abzusichern. Dies kann zum Beispiel √ľber sogenannte Unternehmenspolicen f√ľr den Mittelstand erfolgen, wie sie unter anderem auch von den Volks- und Raiffeisenbanken speziell f√ľr die Zielgruppe der freien Berufe angeboten werden.

Ein Gesamtpaket, bestehend aus den wichtigsten und notwendigen Versicherungsbausteinen f√ľr den Freiberufler, l√§sst sich hierbei individuell und unter sachkundiger Anleitung zusammen stellen. Dadurch ist es dem Freiberufler letztendlich m√∂glich, sich auf recht einfache Art und Weise vor einer √úber- oder auch vor einer Unterversicherung sch√ľtzen zu k√∂nnen.

Ebenfalls lassen sich so attraktive B√ľndelnachl√§sse als Preisvorteile erzielen, die den Abschluss eines Gesamtpaketes an Versicherungen f√ľr den Freiberufler wiederum ganz besonders interessant erscheinen lassen.

Was sollte ich beachten, bevor ich Versicherungen f√ľr Freiberufler abschlie√üe?

Es wurde bereits eingangs erw√§hnt, dass der Freiberufler in vielen Bereichen rein versicherungstechnisch dem Angestellten gleicht. Der Gesetzgeber und auch die gesamte Versicherungswirtschaft haben ihm daher diverse Sonderregelungen einger√§umt, die sich √ľber nahezu alle Segmente der Versicherungen erstrecken und von denen der Freiberufler profitieren kann. Da viele freie Berufe als sogenannte nicht kammerf√§hige Berufe von der einschl√§gigen Versicherungspflicht befreit sind, besteht hier zudem f√ľr den entsprechenden Freiberufler die freie Versicherungswahl.

So k√∂nnen sich zum Beispiel viele Freiberufler von der ansonsten g√ľltigen Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherungskasse vollst√§ndig zugunsten einer privaten Vorsorge im Rahmen eines Versorgungswerkes befreien lassen. Dies ist oftmals kosteng√ľnstiger f√ľr den Freiberufler und wirkt sich g√ľnstig auf die monatliche Liquidit√§t aus.

√Ąhnliches gilt auch f√ľr die Unfallversicherung vieler Freiberufler. Von der ansonsten √ľblichen Verpflichtung, auch als Freiberufler eigens eine Unfallversicherung abschlie√üen zu m√ľssen, sind zum Beispiel bereits die nachfolgend genannten Berufsgruppen explizit befreit:

  • selbst√§ndig t√§tige √Ąrzte und Tier√§rzte der unterschiedlichsten Couleur
  • Psychotherapeuten, Heilpraktiker und Apotheker.

Diese genannten Freiberufler haben die Wahl, ob und wie sie sich privat gegen betriebliche Unfälle absichern.

Vor dem Abschluss einer Versicherung f√ľr Freiberufler ist es demzufolge sinnvoll, sich bei einer berufsst√§ndischen Kammer oder auch beim Finanzamt √ľber die Einstufung des jeweiligen freien Berufes in Bezug auf eine m√∂gliche Pflichtversicherung zu erkundigen.

Besteht keine Versicherungspflicht f√ľr einen bestimmten freien Beruf, so ist dennoch geboten, sich zumindest gegen die wichtigsten betrieblichen Risiken umfassend durch einen frei gew√§hlten Versicherungstr√§ger privat abzusichern. Dazu sollte man sich de einzelnen Angebote der in Frage kommenden Versicherungstr√§ger zusenden lassen und sie dann anschlie√üend hinsichtlich ihres jeweiligen Preis-Leistungs-Verh√§ltnisses miteinander vergleichen.

In welchen F√§llen erbringt eine Versicherung f√ľr Freiberufler ihre Versicherungsleistungen?

Jede Versicherung f√ľr Freiberufler ist ein normaler Vertrag, welcher unter das Handels- und Vertragsrecht f√§llt und die entsprechenden Verpflichtungen und Konsequenzen f√ľr die beiden vertragschlie√üenden Seiten nach sich zieht.

Rechtsquellen zur juristischen Bewertung der Leistungspflicht von Versicherungen f√ľr den Freiberufler sind demzufolge das B√ľrgerliche Gesetzbuch (BGB), das Handelsgesetzbuch (HGB) und das Versicherungsvertragsgesetz (VVG). In diesen entsprechenden Gesetzeswerken ist entsprechend kodifiziert, dass die Versicherungsgesellschaft gehalten ist, ihrer Versicherungszusage f√ľr den Schadensfall zu entsprechen und Leistungen zu erbringen. Es sei denn, dieser Verpflichtung stehen gesetzliche oder auch vertragliche Ausschlussgr√ľnde entgegen.

Wenn also der Versicherungsvertrag rechtswirksam zwischen einem Freiberufler und einer Versicherungsgesellschaft zustande gekommen ist, so wird die Gesellschaft ihrer Leistungspflicht auch gerecht werden, sofern ein Schadens- oder Versicherungsfall nach dem Beginn er Vertragslaufzeit eingetreten ist, welcher mit einem wirtschaftlichen Nachteil f√ľr den Versicherungsnehmer verbunden ist.

Jedoch muss auch der Versicherungsnehmer seinen vertraglichen Pflichten stets gerecht werden, sofern er finanzielle und andere Leistungen von der ihn versichernden Gesellschaft in Anspruch nehmen möchte. Hierzu gehören die rechtzeitige und vollständige Zahlung der vertraglich vereinbarten Versicherungsprämie und die korrekte Handhabung der Anzeige- und Meldepflichten im konkreten Schadensfall.

Die den Freiberufler versichernde Gesellschaft wird also in er Regel im Schadensfall ihrer Leistungspflicht immer gen√ľgen, sofern dem keine gesetzlichen oder vertraglichen Ausschlussgr√ľnde entgegen stehen.

In welchen F√§llen erbringt eine Versicherung f√ľr Freiberufler ihre Versicherungsleistungen nicht?

Die Versicherung f√ľr den Freiberufler kann und wird ihre vertraglich vereinbarten Versicherungsleistungen im Schadensfall nicht erbringen, wenn es gesetzliche oder vertragliche Ausschlussgr√ľnde daf√ľr gibt.

Seitens der gesetzlichen Ausschlussgr√ľnde f√ľr die Erbringung von Versicherungsleistungen durch die Gesellschaft w√§ren hier beispielhaft anzuf√ľhren:

  • der Versicherungsvertrag zwischen dem Freiberufler und der Gesellschaft ist nicht rechtswirksam zustande gekommen
  • der Versicherungsvertrag wurde inzwischen einseitig oder auch beidseitig fristgerecht aufgek√ľndigt
  • der Schadens- oder Versicherungsfall, welcher explizit eine Leistungspflicht der Versicherungsgesellschaft begr√ľnden w√ľrde, ist nicht eingetreten
  • der Schadens- und Versicherungsfall ist zwar eingetreten, bringt jedoch keinen erkennbaren wirtschaftlichen Nachteil f√ľr den Versicherungsnehmer mit sich, welcher der Kompensation durch die Versicherungsgesellschaft bed√ľrfte
  • der Versicherungsnehmer hat seine erste Versicherungspr√§mie nicht, nicht fristgem√§√ü oder nicht vollst√§ndig gezahlt, was als empfindliche einseitige Vertragsst√∂rung gilt, welche die Gesellschaft zum R√ľcktritt berechtigt.

Des weiteren k√∂nnen jedoch in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen einer Gesellschaft explizit Ausschluss gr√ľnde formuliert worden sein, welche unter gewissen Bedingungen die Gesellschaft von ihrer Leistungspflicht befreien.

Meist handelt es sich hierbei um schuldhafte Vertragsverletzungen seitens des Versicherungsnehmer, aus denen die Gesellschaftlich ein vertragliches Leistungsverweigerungsrecht ableiten kann. Wurden solche Klauseln in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen einer Gesellschaft anlässlich des Vertragsschlusses vom Versicherungsnehmer zur Kenntnis genommen und durch die entsprechende Unterschriftleistung bestätigt, so gelten sie dann im Allgemeinen als rechtskräftig und verbindlich.

Dennoch d√ľrfen auch in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen einer Gesellschaft keine Klauseln oder Formulierungen zu Leistungsausschl√ľssen der Gesellschaft formuliert worden sein, welche gegen geltendes Recht oder gegen die sogenannten guten Sitten versto√üen. Im letztgenannten Fall w√§ren diese Klauseln gem√§√ü des Gesetzes zur Regelung der Allgemeinen Gesch√§ftsbedingungen, kurz AGB-Gesetz, automatisch null und nichtig.

Ist es möglich, zusätzliche Bausteine mitzuversichern?

Versicherungen f√ľr Freiberufler, auch als sogenannte Unternehmenspolice, sind meist generell modular aufgebaut. Einzelne Versicherungsbausteine, wie zum Beispiel die Kranken-, Renten-, Unfall- oder auch weitere Elemente, lassen sich hierbei zu einem individuellen Gesamtpaket durch den Freiberufler schn√ľren, welches auch sp√§ter noch entsprechend erweitert werden kann, sofern die gesch√§ftliche Entwicklung dies verlangt.

Jede Versicherung f√ľr Freiberufler erweist sich als mehr oder minder flexibel, auch in den M√∂glichkeiten, um nachtr√§glich gesch√§ftliche Risiken mit zu versichern, die bei der Gr√ľndung des Unternehmens noch gar nicht in Betracht gezogen worden waren. Solche zus√§tzlichen Bausteine f√ľr Versicherungen f√ľr Freiberufler, die auch im Nachhinein noch in ein bestehendes Package aufgenommen werden k√∂nnen, sind zum Beispiel:

  • die Betriebshaftpflichtversicherung
  • die Geb√§udeversicherung
  • die Inhaltsversicherung
  • die Ertragsausfall-Versicherung
  • die Maschinenversicherung
  • die Elektronikversicherung
  • die Umweltanlagen-Versicherung
  • die Transportversicherung
  • die Rechtsschutz-Versicherung f√ľr Angeh√∂rige der diversen freien Berufe
  • die Warenkredit-Versicherung
  • die D & O-Managerhaftpflicht-Versicherung.

Die Haftpflichtversicherung und die Sachversicherung geh√∂ren neben der Krankenversicherung und der Unfallversicherung meist zu den sogenannten Grundbausteinen der meisten heute im Angebot befindlichen Angebote f√ľr Freiberufler. Da am Markt die mehr oder minder v√∂llige Gestaltungsfreiheit der Versicherungs-Policen insbesondere f√ľr viele freie Berufe mit den entsprechenden Sonderregelungen hierf√ľr herrscht, ist auch eine nachtr√§gliche Erweiterung und zus√§tzliche Ausgestaltung von Versicherungspolicen f√ľr Freiberufler ohne weiteres m√∂glich.

Wann setzt der Versicherungsschutz der Versicherungen f√ľr Freiberufler ein?

In Bezug auf den Beginn des Versicherungsschutzes bei Policen f√ľr Freiberufler hat der Gesetzgeber im Versicherungsvertragsgesetz (VVG) gleich drei unterschiedliche Varianten allgemein verbindlich definiert:

  • den formellen Versicherungbeginn gem√§√ü ¬ß¬ß 10 und 37 VVG
  • den materiellen Versicherungsbeginn und
  • den technischen Versicherungsbeginn gem√§√ü ¬ß 12 VVG.

Unter dem formellen Vertragsbeginn versteht der Gesetzgeber auch bei allen Versicherungen f√ľr den Freiberufler jenen konkreten und kalenderm√§√üig exakt definierten Zeitpunkt, welcher f√ľr alle beiden vertragschlie√üenden Seiten den jeweiligen Beginn des entsprechenden Versicherungsvertrages zwischen einem Freiberufler und einer ihn versichernden Gesellschaft markiert. Sichtbarer physischer Ausdruck der rechtlich verpflichtenden Vertragsangebote der Gesellschaft durch den Freiberufler innerhalb der Bindefrist ist dabei stets der sogenannte Versicherungsschein. Die F√§lligkeit der ersten Pr√§mie kann jedoch, abweichend zum Zeitpunkt des formellen Versicherungsbeginns, auch vor oder nach diesem Zeitpunkt liegen.

Der materielle Versicherungsbeginn ist hingegen der Zeitpunkt des Haftungsbeginns oder des Gefahren√ľbergangs auf die den Freiberufler entsprechend versichernde Gesellschaft. In der Bundesrepublik Deutschland ist gem√§√ü Versicherungsvertragsgesetz (VVG) der materielle Versicherungsbeginn stets auf 00:00 Uhr des jeweiligen formellen Versicherungsbeginns festgesetzt worden, sofern vertraglich nichts Abweichendes vereinbart worden ist.

Der technische Versicherungsbeginn ist hingegen ein exakter kalendarischer Tag, welcher im entsprechenden Versicherungsvertrag verbindlich fixiert werden muss. Ab dem technischen Versicherungsbeginn, muss n√§mlich der Freiberufler als Versicherungsnehmer die zuvor vertraglich festgesetzte Versicherungspr√§mie an die Gesellschaft zahlen. Der technische Versicherungsbeginn kann nach Ma√ügabe des Gesetzgebers im Versicherungsvertragsgesetz (VVG) auch vor dem formellen Versicherungsbeginn, nicht aber nach diesem, angesiedelt werden. F√ľr diesen Fall m√ľsste der Freiberufler als Versicherungsnehmer r√ľckwirkend Versicherungsbeitr√§ge entrichten. Wird die erste Pr√§mie zum F√§lligkeitszeitpunkt jedoch durch den Versicherungsnehmer nicht entrichtet, so hat die Gesellschaft das Recht, vom Vertrag zur√ľck zu treten.

Wie hoch sollte die Deckungssumme der Versicherungen f√ľr Freiberufler sein?

Auch bei den Versicherungen f√ľr Freiberufler, sofern es sich dabei um die so elementar wichtigen Schadensversicherungen handelt, wird die Deckungssumme auch als Versicherungssumme bezeichnet.

Die entsprechende Deckungssumme markiert aus versicherungsrechtlicher Sicht stets jenen Höchstbetrag, welcher im Schadensfall durch die jeweilige Police abgedeckt ist. Bis zur Höhe dieser zuvor vertraglich zwischen Freiberufler und der ihn versichernden Gesellschaft vereinbarten Deckungssumme ist der Versicherer gehalten, entstandene Schäden finanziell zu regulieren.

Reicht die vertraglich vereinbarte Deckungssumme nicht aus, um entstandene Schäden vollständig zu regulieren, so liegt die sogenannte Unterversicherung des Freiberuflers vor. Ist die Deckungssumme explizit zu hoch, so ist eine teure Überversicherung gegeben.

Wie hoch die jeweilige Deckungssumme im einzelnen zu sein hat, h√§ngt entscheidend von den Risiken der einzelnen freien Berufe und nat√ľrlich auch vom verf√ľgbaren Budget eines Freiberuflers ab. Allgemeing√ľltige oder gar pauschale Empfehlungen hinsichtlich einer Deckungssumme sollten demzufolge nicht abgegeben werden, da jeder Vertrag einer Versicherung f√ľr Freiberufler stets eine h√∂chst individuelle Angelegenheit darstellt.

Es empfiehlt sich daher f√ľr den Freiberufler, vor Vertragsabschluss mit einer Versicherungsgesellschaft eine Bewertung seiner individuellen Gesch√§ftsrisiken vornehmen zu lassen, um dann eine Deckungssumme zu vereinbaren. Hierbei sollte sich der Freiberufler jedoch auch stets der Tatsache bewusst sein, dass die H√∂he der vertraglich vereinbarten Deckungssumme auch die Kosten der jeweiligen Police mit bestimmt. Je h√∂her n√§mlich die Deckungssumme, bis zu welcher ein Versicherer m√∂glicherweise entstandene Sch√§den im Versicherungsfall zu regulieren hat, desto h√∂her sein Risiko, dass er sich nat√ľrlich dementsprechend entgelten und bezahlen l√§sst. Gerade zu Beginn einer freiberuflichen T√§tigkeit, wenn das disponible Budget noch begrenzt ist, werden daher oft niedrigere Deckungssummen vereinbart, die dann mit zunehmender Expansion der Umsatzsituation auch noch im Nachhinein angepasst werden k√∂nnen.

Nach welchen Faktoren wird der Beitrag zur Versicherung f√ľr Freiberufler berechnet?

Die Versicherungsbeitr√§ge f√ľr Freiberufler werden auch als sogenannte Versicherungspr√§mien bezeichnet. Sie sind die finanzielle Gegenleistung des Versicherten f√ľr den materiellen Versicherungsschutz, welchen die entsprechende Gesellschaft gew√§hrt.

Je nach individualvertraglicher Regelung kann die Versicherungsprämie monatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder auch jährlich als sogenannte Einmalzahlung durch den versicherten Freiberufler an die Gesellschaft entrichtet werden. Die Höhe der Prämien oder der Beiträge richtet sich hierbei nach ganz verschiedenen Kriterien und Maßgaben.

Wesentlich f√ľr die H√∂he von Versicherungspr√§mien sind das Versicherungsrisiko, dessen H√§ufigkeit und H√∂he im konkreten Schadens- oder Versicherungsfall. Je h√∂her dieses Versicherungsrisiko und je h√∂her die dabei entstehende Schadenssumme, beziehungsweise je gr√∂√üer die Frequenz, mit welcher Versicherungsf√§lle entstehen, desto teurer wird im Allgemeinen eine solche Police durch den Versicherungsnehmer bezahlt werden m√ľssen.

Einen weiteren wichtigen Einflussfaktor auf die jeweilige Beitragshöhe stellt schließlich die Deckungssumme dar, welche vertraglich fixiert werden muss. Je höher die Deckungssumme, desto größer das Risiko der versichernden Gesellschaft, desto teurer auch die einzelne Police.

Schließlich spielt auch die Zahlweise der Beiträge eine wichtige Rolle bei der Höhe der Prämie. Wird der Beitrag in Gestalt einer Einmalzahlung als Jahresbeitrag entrichtet, so honoriert eine Versicherungsgesellschaft dies in der Regel durch entsprechende Nachlässe und Rabatte, die an den versicherten Freiberufler weiter gegeben werden können.

Auch ist es f√ľr die individuelle Beitragsh√∂he ganz entscheidend, ob der Versicherungsnehmer noch andere Versicherungen bei der Gesellschaft abgeschlossen hat. Meist werden hierf√ľr auch besondere Rabatte oder Preisnachl√§sse gew√§hrt, die es bei der Realisierung der privaten und der betrieblichen Versicherungen f√ľr den Freiberufler besonders interessant erscheinen lassen, nach dem bew√§hrten Grundsatz des ‚ÄěAlles aus einer Hand‚Äú zu verwahren, um dadurch in den Genuss entsprechender Rabattstaffeln seitens des Versicherers gelangen zu k√∂nnen.

Welchen Nutzen hat ein Vergleich der Versicherungen f√ľr Freiberufler f√ľr mich?

Auch die Versicherungen f√ľr Freiberufler sind letztendlich ein Produkt, wie jedes andere auch, welches am Markt angeboten wird. Bei allen Produkten und Dienstleistungen ist generell ein Vergleich von Preisen und Leistungsumfang sinnvoll, wenn der Freiberufler in den Genuss des besten Angebotes kommen m√∂chte, welches das optimale Preis-Leistungs-Verh√§ltnis aufweist.

Da sich auch bei den Versicherungen f√ľr Freiberufler die Preise und Konditionen der einzelnen Angebote teilweise ganz erheblich voneinander unterscheiden, erscheint ein Vergleich vor dem Abschluss nicht nur sinnvoll, sondern regelrecht geboten.

Wie kann jedoch ein solcher Vergleich durchgef√ľhrt werden? Hierf√ľr gibt es unterschiedlichste Ansatzpunkte. So ist es f√ľr den Freiberufler zum Beispiel zweckm√§√üig, wenn er sich von den Handlungsbevollm√§chtigten oder von den Versicherungsvertretern der einzelnen Gesellschaften unverbindliche Angebote f√ľr einen Versicherungsvertrag unterbreiten l√§sst, um die entsprechenden Leistungen und Konditionen dann miteinander zu vergleichen.

Eine zweite Option f√ľr einen Versicherungsvergleich besteht auch beim Freiberufler in der Nutzung eines oder mehrerer der zahlreichen im Internet verf√ľgbaren Vergleichsportale. Meist sind diese auch explizit mit einem Vergleichsrechner verbunden, welcher es dem Freiberufler m√∂glich macht, auch die konkrete finanzielle Belastung entsprechend zu kalkulieren.

Auf keinen Fall sollte sich jedoch ein Freiberufler spontan f√ľr das billigste Angebot am Markt entscheiden. Extrem preiswerte Versicherungen f√ľr Freiberufler bieten n√§mlich nicht selten auch nur ein Minimum an Leistungen.

Ist es m√∂glich, den Versicherungsschutz und die Versicherungsbeitr√§ge flexibel an meine Bed√ľrfnisse anzupassen?

In den meisten F√§llen ist es m√∂glich, den Versicherungsschutz und die Versicherungsbeitr√§ge auch im Nachhinein flexibel den Bed√ľrfnissen und der individuellen Gesch√§ftsentwicklung eines Freiberuflers anzupassen. Der Hintergrund dieser Option ist die Tatsache, dass die meisten der heute am Markt befindlichen Versicherungsangebote f√ľr Freiberufler nach einem modularen System oder nach dem bew√§hrten Baukastenprinzip aufgebaut sind. Der Versicherungsnehmer kann demzufolge auch im Nachgang seinen bestehenden Versicherungsvertrag modifizieren, indem er einzelne Bausteine hinzu nimmt oder bestehende Bausteine die sich im Verlaufe der Gesch√§ftst√§tigkeit als unn√∂tig erwiesen haben, wieder abw√§hlt.

Um den stets bed√ľrfnisgerechten und optimalen Versicherungsschutz f√ľr den einzelnen Freiberufler zu garantieren ist es sinnvoll und empfehlenswert, den bestehenden Versicherungsschutz bis zu drei Mal unterj√§hrig durch einen ausgewiesenen Experten √ľberpr√ľfen zu lassen, um ihn dann bei Bedarf rechtzeitig genug anpassen zu k√∂nnen.

Kann ich die Versicherungsbeiträge von der Steuer absetzen?

Auch als Freiberufler stellen meine entsprechenden Zahlungen von Versicherungsbeiträgen sogenannte Werbungskosten dar. Diese sind bis zu einer bestimmten Höhe von der an den Fiskus zu entrichtenden Steuerlast absetzbar.

Es empfiehlt sich schon rein aus steuerlichen Gr√ľnden eine j√§hrliche Zahlweise der Versicherungsbeitr√§ge, da der Fiskus eine Rechnung der Versicherungsgesellschaft ben√∂tigt. Diese wird jedoch oft nur bei j√§hrlicher Zahlweise ausgestellt.

Worauf muss ich bei der K√ľndigung meiner Versicherungen f√ľr Freiberufler achten?

Ich muss die entsprechend in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen ausgewiesenen K√ľndigungsfristen und K√ľndigungsbestimmungen der Gesellschaft beachten. Die K√ľndigung sollte ausschlie√ülich schriftlich und per eingeschriebenen Brief seitens des Freiberuflers erfolgen. Man sollte die Zusendung einer schriftlichen K√ľndigungsbest√§tigung seitens der Gesellschaft erbitten.

Worauf muss ich bei einem Wechsel meiner Versicherungen f√ľr Freiberufler achten?

Auch hierbei gilt es zwingend, K√ľndigungsfristen und K√ľndigungsmodalit√§ten zu beachten. Alle entsprechenden Willenserkl√§rungen sollten analog als Einschreiben mit R√ľckschein durch den Freiberufler versendet werden.

Vorteile einer Versicherung f√ľr Freiberufler sind?

Der modular w√§hlbare und zusammenstellbare finanzielle Schutz f√ľr Schadens- und Versicherungsf√§lle in den unterschiedlichsten betrieblichen Bereichen, vom Unfallschutz bis hin zum Rechtsschutz und anderen Risikobereichen. Versicherungen sch√ľtzen den Freiberufler vor den wichtigsten betrieblichen Risiken. Da f√ľr viele freie Berufe jedoch in einigen Bereichen keine gesetzliche Versicherungspflicht besteht, kann der Versicherungsnehmer frei entscheiden, ob und auch bei welcher Gesellschaft er sich gegebenenfalls versichern m√∂chte. Er hat in diesem Falle das Recht auf freie Gesellschaftswahl, sofern er sich √ľberhaupt versichern m√∂chte.

Welche Nachteile hat eine Versicherung f√ľr Freiberufler?

Jede Versicherung f√ľr Freiberufler stellt nat√ľrlich eine mehr oder minder hohe finanzielle Belastung dar. Diese ist nat√ľrlich um so h√∂her, je gr√∂√üer die jeweiligen betrieblichen Risiken eines Freiberuflers ausfallen und je h√∂her die vereinbarte Deckungssumme f√ľr den Schadensfall zwischen Freiberufler und Versicherungsgesellschaft definiert worden ist.

Auch ist der Freiberufler nach dem Abschluss einer Versicherungspolice an die jeweiligen K√ľndigungsfristen gebunden und verpflichtet, seine Pr√§mien fristgerecht und vollst√§ndig zu zahlen. Viele Versicherungsmodule erweisen sich zudem gerade in der Gr√ľndungs- und Konsolidierungsphase als unn√∂tig und zu teuer, so dass mitunter √úberversicherung besteht.