Private Krankenversicherung im Griff
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Private Krankenversicherung

Warum lohnt sich der Abschluss einer privaten Krankenversicherung?

Vergleichen24 l PKVNach wie vor ist die private Krankenversicherung eine wichtige Grundlage der Absicherung von Kosten medizinischer Behandlungen. Sie steht neben der gesetzlichen Krankenversicherung verschiedenen Berufsgruppen und Einkommensgruppen zur Verf├╝gung.

Voraussetzung f├╝r die Mitgliedschaft in einer privaten Krankenversicherung (PKV) ist die gesetzliche Versicherungsfreiheit. Die Versicherungsfreiheit erm├Âglicht die freie Auswahl eines Versicherungsunternehmens.

Die private Krankenversicherung gilt als Krankenvollversicherung und umfasst den gesetzlich garantierten Umfang von Erstattungen f├╝r Behandlungskosten, sowie eine je nach Tarif unterschiedlich zusammengesetzte Anzahl von Mehrleistungen. Sie beziehen sich auf die Bereiche der ambulanten und station├Ąren Behandlung und auf zahnmedizinische Untersuchungen und Behandlungen.

Leistungsbezogene Tarife

Im Gegensatz zur anteiligen Beitragsberechnung in der gesetzlichen Krankenversicherung, werden die Tarife in der privaten Krankenversicherung am vereinbarten Leistungsrahmen gemessen. Das hei├čt:┬áUnabh├Ąngig vom Einkommen werden die Beitr├Ąge berechnet.

Auch der Versicherungsfall wirkt sich nicht auf die Beitr├Ąge aus. Wird die Versicherung in Anspruch genommen, ist das keine Grundlage f├╝r eine Beitragserh├Âhung. Die Beitragserh├Âhungen in der PKV beziehen sich auf wirtschaftliche und demografische Faktoren.

Die H├Âhe der Beitr├Ąge in einem Tarif richtet sich grundlegend nach den in diesem Tarif angebotenen Leistungen und den insgesamt angefallenen Kosten f├╝r die Gesundheitsversorgung der aktuell Versicherten in diesem Tarif.

Private Krankenversicherung f├╝r Selbstst├Ąndige

Selbstst├Ąndige sind in der Regel frei in der Wahl ihrer Krankenversicherung. Sie k├Ânnen freiwilliges Mitglied einer gesetzlichen Kasse sein (m├╝ssen jedoch Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil selbst tragen sowie den kompletten Beitragssatz, gemessen an ihren Einnahmen) oder einen freien Tarif in der privaten Krankenversicherung in Anspruch nehmen (einkommensunabh├Ąngig).

Eine Einkommensgrenze f├╝r die Mitgliedschaft in der PKV besteht f├╝r Selbstst├Ąndige f├╝r die private Absicherung nicht. Ausschlaggebend ist nur die Form der Arbeitst├Ątigkeit. Sie d├╝rfen von Beginn ihrer T├Ątigkeit an eine private Krankenversicherung abschlie├čen.

Die Tarifauswahl ist nicht vorgeschrieben. Der Leistungsbereich wird durch den jeweiligen Tarif bestimmt und kann durch den Versicherten selbst beeinflusst werden.

Die Versicherungsunternehmen stellen in einem bestimmten Tarif auch bestimmte Leistungen bereit. Diese Versicherungsleistungen k├Ânnen je nach Versicherungsunternehmen noch weiter modifiziert werden, wenn einzelne Leistungen in abge├Ąnderter Form besser auf die eigene gesundheitliche und Lebenssituation passen.

F├╝r Selbstst├Ąndige kann die private Krankenversicherung vor diesem Hintergrund g├╝nstigere Tarife bereithalten, als die gesetzlichen Kassen. Das gilt insbesondere dann, wenn der Selbstst├Ąndige fr├╝hzeitig in die PKV einsteigt und ein geringes Ma├č an Vorerkrankungen hat.

Private Krankenversicherung f├╝r Einkommen oberhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG)

Neben Selbstst├Ąndigen k├Ânnen auch Angestellte in der privaten Krankenversicherung abgesichert sein. Grundlage ist jedoch auch hier die Versicherungsfreiheit. Die erlangen Angestellte und Arbeitnehmer ab einem bestimmten Jahreseinkommen. Es wird bestimmt durch die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG). Sie darf nicht mit der Beitragsbemessungsgrenze verwechselt werden.

├ťbersteigt das Einkommen eines Angestellten bzw. eines Arbeitnehmers die JAEG im abgelaufenen Jahr und wird das auch im folgenden voraussichtlich tun, kann er seine Krankenversicherung frei w├Ąhlen.

Da sie Jahresarbeitsentgeltgrenze meist h├Âher liegt als die Beitragsbemessungsgrenze, hat der Versicherte dann diese Beitragsbemessungsgrenze schon erreicht. Er kann durch einen Wechsel in die PKV g├╝nstigere Tarife in Anspruch nehmen.

Dar├╝ber hinaus stehen ihm die verschiedenen Wechselm├Âglichkeiten zur Verf├╝gung. Der Versicherte kann zum einen innerhalb der Tarife der PKV beim selben Versicherungsunternehmen w├Ąhlen und er kann zwischen den unterschiedlichen Versicherungsunternehmen insgesamt ausw├Ąhlen. In der gesetzlichen Absicherung steht ihm nur die Wahl zwischen den verschiedenen Kassen offen. Die Tarife sind gesetzlich festgelegt.

Private Krankenversicherung f├╝r Beamte, Beamtenanw├Ąrter und Referendare

Beamte und Beamtenanw├Ąrter, dazu z├Ąhlen auch Referendare, erhalten von ihrem Dienstherren eine Beihilfe f├╝r medizinische Behandlungen. Sie liegt bei 50% der angefallenen Kosten, z.B. bei Alleinstehenden, und steigert sich gestaffelt je nach famili├Ąrer Situation ├╝ber 70% (z.B. f├╝r Verheiratete mit Kindern) bis hin zu 80% im Pensionsalter.

Die ├╝brigen Kosten aus der Grundversorgung und alle Kosten aus zus├Ątzlichen freiwilligen Behandlungsmethoden, m├╝ssen durch den Beamten selbst getragen werden. Es empfiehlt sich, diesen Teil in einer privaten Krankenversicherung abzusichern. Denn besonders bei Krankenhausaufenthalten sind die verbleibenden Kosten relativ hoch. Allerdings trifft das auch schon auf allt├Ągliche Arztbesuche zu.

Nachteil der gesetzlichen Versicherung – Vorteile der PKV
Beamte k├Ânnen sich zwar ungeachtet der Beihilfe gesetzlich versichern. Jedoch werden ihnen dann die Beitr├Ąge auf gesetzlicher Grundlage voll berechnet, ohne Arbeitgeberanteil, und ohne, dass sie f├╝r die Behandlung gesonderte Leistungen in Anspruch nehmen k├Ânnten.

Die private Krankenversicherung f├╝r Beamte tr├Ągt im Gegensatz dazu nur den Teil, der nicht durch die Beihilfe gedeckt ist, und bietet vor diesem Hintergrund g├╝nstigere Tarife an. Dar├╝ber hinaus gelten in den meisten Tarifen erweiterte Leistungen, die dem Status eines Privatpatienten entsprechen.

Private Krankenversicherung f├╝r Studierende

Auch Studierende sind f├╝r die Dauer ihres Studiums zun├Ąchst frei in der Wahl der Krankenversicherung.

Ausnahme: Ein sozialversicherungspflichtiges Besch├Ąftigungsverh├Ąltnis w├Ąhrend des Studiums steht dem entgegen oder die Sozialversicherungspflicht gilt aus anderen Gr├╝nden.

Grunds├Ątzlich k├Ânnen sich Studierende vor diesem Hintergrund also privat versichern. Vorteil: Ein fr├╝her Einstieg in die PKV mit wesentlich geringeren Risikozuschl├Ągen wegen meist weniger Vorerkrankungen.

Allerdings profitieren Studierende w├Ąhrend ihres Studiums auch von studentischen Tarifen der gesetzlichen Kassen. Die Absicherung in der PKV macht also f├╝r Studierende dann besonders viel Sinn, wenn sie perspektivisch wahrscheinlich ohnehin privat versichert sein werden. Hier k├Ânnen durch den fr├╝hen Einstieg und durch Studierendentarife Beitr├Ąge eingespart werden.

Welche Leistungen sind im Rahmen einer privaten Krankenversicherung mitversichert?

Grundlage der privaten Krankenversicherung ist die Absicherung des Versicherten gegen├╝ber allen Kosten, die ihm durch medizinische Behandlungen entstehen.

Es bestehen Unterschiede zwischen der PKV als Krankenvollversicherung und der Krankenzusatzversicherung, die von gesetzlich Versicherten zur Verbesserung bestimmter Behandlungsformen abgeschlossen werden kann. Die Krankenvollversicherung deckt grunds├Ątzlich alle versicherten Aufwendungen ab.

Der Rahmen der Absicherung kann individuell festgelegt werden.

Die Mitversicherung von Familienangeh├Ârigen kann je nach Angebot und Versicherungsunternehmen zu g├╝nstigeren Konditionen erfolgen. Auch k├Ânnen, ebenfalls abh├Ąngig vom Tarif, die Leistungen abweichend f├╝r jeden einzelnen Versicherten vereinbart werden.

Basisleistungen

Die Basisleistungen der PKV entsprechen den Leistungen der gesetzlichen Kassen. Sie beschreiben die Behandlungsleistungen, die zur Behandlung einer Krankheit oder von Unfallfolgen medizinisch unumg├Ąnglich sind.

Nicht inbegriffen ist dabei die verbesserte Unterbringung und Versorgung der Patienten im Krankenhaus. Und nicht inbegriffen ist auch das Aussch├Âpfen aller pharmazeutischen M├Âglichkeiten oder m├Âglichen Behandlungsmethoden. Sie werden in den Basisleistungen nicht mit abgebildet.

Leistungen der verschiedenen Tarifstufen

Die Basisleistungen sind in allen Tarifstufen versichert. Zus├Ątzlich gilt in der PKV die ├ťbernahme von erweiterten Behandlungskosten. Das bezieht sich sowohl auf die Art der Unterbringung w├Ąhrend eines station├Ąren Aufenthaltes als auch auf die ├ťbernahme von Behandlungskosten, die erweitert bei ambulanten Behandlungen oder bspw. in einer Reha anfallen k├Ânnen.

Leistungen bei ambulanter Behandlung (grundlegende Leistungen, je nach Tarif abweichend)

  • Freie Wahl des behandelnden Arztes
  • Freie Wahl von Fach├Ąrzten und Zweitkonsultationen
  • Verg├╝nstigungen bei Einhaltung von Hausarztprinzip
  • Erstattung von Kosten f├╝r Injektionen und Medikamente anteilig bis voll f├╝r alle zugelassenen Wirkstoffe
  • Erstattung von Kosten f├╝r Diagnose- und Untersuchungsmethoden: R├Ântgen, Ultraschall, Tomographie, etc.
  • Kostenerstattung f├╝r alternative Behandlungsmethoden und Behandlungsformen (Heilpraktiker, TCM, etc.)
  • Erstattung von Kosten f├╝r Verbandmaterial und Verbrauchsmaterial anteilig bis vollst├Ąndig
  • Erstattung von Kosten f├╝r Heilmittel und Hilfsmittel, wie Brillen, H├Ârger├Ąte oder orthop├Ądische Mittel
  • Verg├╝nstigungen bei Einhaltung von Vorgaben des Versicherungsunternehmens (z.B. f├╝r bestimmte Medikamente oder Hilfsmittel)

Leistungen bei station├Ąrer Behandlung (grundlegende Leistungen in den meisten Tarifen, je nach Tarif abweichend)

  • Freie Krankenhauswahl
  • Freie Wahl von Fach- und Spezialkliniken
  • Behandlungs├╝bernahme durch Fach├Ąrzte und Spezialisten
  • Chefarztbehandlung
  • Verbesserte Unterbringung im Doppelzimmer oder Einzelzimmer
  • Erstattung von Kosten f├╝r Verbandmaterial, Verbrauchsmaterial und Medikamente (vollst├Ąndig oder anteilig je nach Tarif)
  • Kosten f├╝r Physiotherapie zur Behandlungsunterst├╝tzung
  • Kosten f├╝r alternative und erg├Ąnzende Behandlungsmethoden je nach Tarif
  • ├ťbernahme der station├Ąren Behandlungskosten bei psychiatrischer Behandlung
  • Erstattung von Kosten f├╝r Vor- und Nachsorgeuntersuchungen bei OPs

Zahnmedizinische Leistungen

  • Kostenerstattung f├╝r Eingriffe und Behandlungen an den Z├Ąhnen
  • Kosten f├╝r Zahnprophylaxe und Vorsorgeuntersuchungen
  • Erstattung von Zahnersatz in einer vorher festgelegten H├Âhe, meist anteilig an den Gesamtkosten
  • je nach Tarif Kostenerstattung f├╝r kieferorthop├Ądische Eingriffe
  • Kosten f├╝r Vor- und Nachsorgeuntersuchungen

Leistungsspektrum wird insgesamt vom Tarif bestimmt

Die Leistungen der PKV werden in jeder Police einzeln festgelegt. Neben dem Angebot, das das Versicherungsunternehmen macht, gelten die Anforderungen des Versicherten und ggf. Ausschl├╝sse wegen Vorerkrankungen oder aus Gr├╝nder der Beitragsoptimierung.

Was sollte ich beachten, bevor ich eine private Krankenversicherung abschlie├če?

Perspektive pr├╝fen

Die Versicherung in der PKV soll in der Regel ├╝ber eine l├Ąngere Perspektive hin erfolgen. Meist bestimmen Einkommen und Art der T├Ątigkeit die Motive, eine private Krankenversicherung abzuschlie├čen. Auch die verbesserte Versorgung spielt eine gro├če Rolle bei der Entscheidung f├╝r eine PKV.

Ein Wechsel zur├╝ck in die gesetzliche Absicherung ist jedoch nicht ohne H├╝rden m├Âglich. Vor diesem Hintergrund muss insgesamt bewertet werden, ob die Absicherung in der PKV auch dauerhaft wahrscheinlich und gewollt ist. Denn ein verl├Ąsslicher Versicherungsschutz ist nur dann gew├Ąhrleistet, wenn die Absicherung dauerhaft bestehen kann.

Wichtige Faktoren daf├╝r sind:

Die Perspektive der Absicherung, die Perspektive des Einkommens und die Absicherung im richtigen Tarif mit entsprechenden Wechseloptionen.

Die Ausgestaltung mit Selbstbeteiligungen und Wartezeiten sowie die finanzielle Absicherung im l├Ąngeren Krankheitsfall m├╝ssen daf├╝r angepasst werden. Die Leistungen k├Ânnen in einem Online-Vergleich gegen├╝bergestellt werden.

Anwartschaftstarife

Wer sozialversicherungspflichtig besch├Ąftigt ist und darum keine private Krankenversicherung abschlie├čen kann, aber eine reale Perspektive auf sp├Ątere Absicherung in der privaten Krankenversicherung hat, kann einen g├╝nstigen Anwartschaftstarif abschlie├čen.

Zu sehr geringen monatlichen Beitr├Ągen sichert dieser Tarif die sp├Ątere ├ťbernahme der Risikoeinstufung zu dem Zeitpunkt zu, an dem der Anwartschaftstarif abgeschlossen worden ist.

Vorteil: Der sp├Ątere Tarif in der Krankenvollversicherung wird zu dem Status abgeschlossen, den der Versicherte bei Abschluss des Anwartschaftstarifes hatte. Sp├Ąter hinzugekommene Vorerkrankungen werden nicht ber├╝cksichtigt. Der Anwartschaftstarif kann eine wirkungsvolle Methode zur sp├Ąteren Reduzierung von Beitr├Ągen sein. Voraussetzung ist der aussagekr├Ąftige Vergleich der Versicherungsunternehmen. Denn sp├Ąter muss die PKV auch bei dem Versicherungsunternehmen abgeschlossen werden, das den Anwartschaftstarif versichert hat, damit die Verg├╝nstigungen greifen.

G├╝nstigen Tarif finden

Sowohl die Tarife als auch der Leistungsumfang der verschiedenen Angebote in der PKV sind untereinander sehr verschieden. Damit Leistungen auch tats├Ąchlich zum g├╝nstigsten Tarif versichert werden, ist ein vorheriger Vergleich aller relevanten Angebote wichtig. Denn ein Wechsel in der PKV ist von Zeit zu Zeit zwar sinnvoll – aber ist gerade zu Beginn der Absicherung wegen Regelungen zu Wartezeiten und Mindestversicherungslaufzeiten nicht spontan durchf├╝hrbar. Den g├╝nstigsten Tarif zu finden ist darum bereits vor Abschluss der PKV sinnvoll.

Die privaten Versicherungsunternehmen m├╝ssen dar├╝ber hinaus regelm├Ą├čig die bisherige Erh├Âhung ihrer Tarife ver├Âffentlichen. Auch wenn auf Grundlage zur├╝ckliegender Erh├Âhungen keine verl├Ąsslichen Aussagen ├╝ber die zuk├╝nftige Beitragsentwicklung beim betreffenden Unternehmen gezogen werden k├Ânnen, sollten die Daten dennoch zur Bewertung herangezogen werden.

Beitragsr├╝ckerstattungen pr├╝fen

Vergleichen24 l PKVDie meisten Versicherungsunternehmen bieten Beitragsr├╝ckerstattungen an, wenn der Versicherte ├╝ber einen l├Ąngeren Zeitraum hinweg keine Kostenerstattung vom Versicherungsunternehmen verlangt.

Diese sogenannte Leistungsfreiheit wird mit einer anteiligen oder pauschalen R├╝ckerstattung von Beitr├Ągen verg├╝nstigt. In vielen F├Ąllen wird die R├╝ckerstattung auch gestaffelt erh├Âht, wenn der Versicherte mehrere Jahre in Folge leistungsfrei bleibt.

Diese Beitragsr├╝ckerstattungen sind gerade f├╝r j├╝ngere und gesunde Versicherte attraktiv. Sie k├Ânnen Behandlungskosten im Rahmen der Selbstbeteiligung und dar├╝ber hinaus bis zu einem bestimmten Punkt selbst auslegen, und die Beitragsr├╝ckerstattung anstelle der Kostenerstattung f├╝r Behandlungen in Anspruch nehmen.

Das Angebot von Beitragsr├╝ckerstattungen sollte im Vorfeld in die Bewertung einbezogen werden, wie g├╝nstig der Tarif eines PKV-Angebotes tats├Ąchlich ist.

Selbstbeteiligung pr├╝fen

Ein wichtiges Mittel zur Beitragsoptimierung ist die Festlegung einer Selbstbeteiligung. Die Beitr├Ąge h├Ąngen zum Teil stark von der H├Âhe dieser Selbstbeteiligung ab und werden wesentlich g├╝nstiger, wenn die Selbstbeteiligung erh├Âht wird.

Die Selbstbeteiligung muss jedoch permanent mit eingerechnet werden, wenn medizinisch-therapeutische Leistungen in Anspruch genommen werden. So sollte die m├Âgliche H├Âhe an den gegenw├Ąrtigen und zuk├╝nftig erwartbaren Eink├╝nften ausgerichtet werden.

In welchen F├Ąllen erbringt eine private Krankenversicherung ihre Versicherungsleistungen?

Die private Krankenversicherung tritt ein, wenn der Versicherte medizinische Leistungen in Anspruch nimmt und die Rechnung daf├╝r beim Versicherungsunternehmen einreicht.

Die Rechnung des Arztes muss dabei die versicherten Leistungen aufweisen. Der Leistungskatalog wird in der Police festgehalten. Er wird nach der Geb├╝hrenordnung f├╝r ├ärzte (GO├ä) festgelegt. Die PKV erstattet festgelegte S├Ątze in der Regel als Vielfaches der GO├ä-S├Ątze.

Die PKV erbringt Leistungen nach ambulanten Behandlungen, therapeutischen Vorsorgeuntersuchungen, Krankenhausaufenthalten, Aufenthalten in psychiatrischen Kliniken, ambulanter Psychotherapie, Physiotherapie und zahnmedizinischen Eingriffen.

Wichtig: Der genaue Versicherungsumfang muss explizit versichert sein.

In welchen F├Ąllen erbringt eine private Krankenversicherung ihre Versicherungsleistungen nicht?

Leistungseintritt f├╝r den Versicherten

Die private Krankenversicherung greift nur f├╝r den Versicherten. Ihre Leistungen sind nicht ├╝bertragbar auf Familienangeh├Ârige oder Bekannte. Sie m├╝ssen ├╝ber eine eigene Versicherung verf├╝gen.

Unfallversicherung greift

Reha- oder Wiedereingliederungsma├čnahmen nach Unf├Ąllen werden je nach Sachlage von einer Unfallversicherung getragen. Die Krankenversicherung hilft bei der Zuordnung, tr├Ągt einzelne Leistungen jedoch dann nicht, wenn eine Unfallversicherung daf├╝r aufkommt.

Das gilt ├Ąhnlich, wenn jemand anders einen Unfall verursacht hat und mit seiner Haftpflicht f├╝r die Kosten haftet. Hier kann die Krankenversicherung Mittler der Kostenaufwendungen sein. Die genaue Regelung dazu wird in der Police festgehalten.

Beitr├Ąge sind r├╝ckst├Ąndig und das Versicherungsunternehmen hat die Leistungen bereits eingestellt

Der h├Ąrteste Ausschlusspunkt f├╝r den Leistungseintritt der PKV sind r├╝ckst├Ąndige Beitr├Ąge. Je nach Versicherungsunternehmen wird ein Mahnverfahren in der Regel nach dem 1. bis 3. offenen Beitrag eingeleitet. Der Versicherte verliert damit sein Anrecht auf Leistungen aus dem Versicherungsvertrag. Eine Grundsicherung bleibt bestehen. Die offenen Beitr├Ąge m├╝ssen aber weiterhin beglichen und zuk├╝nftige Beitr├Ąge auch weiterhin bedient werden. Ein Tarifwechsel kann gr├Â├čere Nachteile vermeiden helfen.

Ist es m├Âglich, zus├Ątzliche Bausteine mitzuversichern?

Verschiedene zus├Ątzliche Optionen werden Mitgliedern der privaten Krankenversicherung angeboten. Je nach Versicherungsunternehmen gelten auch unterschiedliche Angebote. Ein Tarifvergleich hilft bei der Bewertung, welche Zusatzleistungen am besten auf die eigene Situation passen.

Die Zusatzbausteine unterscheiden sich zwischen Angeboten in der Vollversicherung und grunds├Ątzlich als Zusatzleistung konzipierte Angebote f├╝r Versicherte in der gesetzlichen Sozialversicherung.

Zusatzabsicherung f├╝r Vollversicherte

  • Krankentagegeld
    Eine wichtige Absicherung ist der Zusatzabschluss zur Zahlung eines Krankentagegeldes. Die meisten Privatversicherten beziehen keine Leistungen aus der Sozialversicherung. Sie geraten bei l├Ąngerer Krankheit jedoch h├Ąufig in die Situation eines Verdienstausfalls. Sollten diese Verluste nicht anderweitig abgesichert sein, empfiehlt sich die Versicherung eines Krankentagegeldes. Die Zahlung setzt nach einer vereinbarten Frist in vorher festgelegter H├Âhe ein und kann helfen, Verdienstausf├Ąlle zu kompensieren.

 

  • Krankenhaustagegeld
    Eine Abstufung von Krankentagegeld kann ├╝ber ein Krankenhaustagegeld versichert werden. Es wird bei einem station├Ąren Krankenhausaufenthalt gezahlt.

Alternativ zur zus├Ątzlichen Versicherung von Krankenhaustagegeld bieten viele Versicherungsunternehmen eine ersatzweise Zahlung von Krankenhaustagegeld von sich aus an, wenn der Versicherte auf bestimmte Zusatzleistungen verzichtet (z.B. die besondere Unterbringung, etc.).

 

  • Mutterschaftsgeld und Geburtsleistungen
    Frauen k├Ânnen in den Leistungsumfang der PKV die Kostenerstattung von geburtsvorbereitenden Untersuchungen und Behandlungen mit einschlie├čen sowie eine Zahlung zum Zeitpunkt der Geburt.

 

  • Zusatzleistungen bei Reha-Aufenthalten
    Die Unterbringung im Rahmen eines Reha-Aufenthaltes oder bei einer Kur kann f├╝r zus├Ątzliche Aufwendungen versichert werden. Die Krankenversicherung zahlt dann erweiterte Behandlungen, alternative Behandlungsmethoden, etc.

Krankenzusatzversicherung f├╝r Mitglieder der gesetzlichen Kassen

Die Versicherungsunternehmen der PKV bieten auch Mitgliedern der gesetzlichen Kassen Zusatzabsicherungen an. Im Rahmen der Krankenzusatzversicherung k├Ânnen erweiterte Behandlungsmethoden und Kosten ambulant und station├Ąr versichert werden. Auch die gezielte Erweiterung der Kassenleistung f├╝r Zahnersatz und Prophylaxe kann versichert werden.

Die Krankenzusatzversicherung gilt neben der gesetzlichen Krankenversicherung.

Wann setzt der Versicherungsschutz der privaten Krankenversicherung ein?

Der Versicherungsschutz in der privaten Krankenversicherung beginnt ab dem ersten Versicherungstag. Das gilt mindestens f├╝r Leistungen aus der Grundversorgung. In vielen F├Ąllen kann jedoch ├╝ber typische Leistungen der privaten Krankenversicherung bereits im gr├Â├čeren Umfang vom ersten Tag an verf├╝gt werden.

Die Leistungen der Versicherung gelten nicht r├╝ckwirkend f├╝r Behandlungen, die vor Versicherungsbeginn abgeschlossen wurden. Die Abrechnung von Kosten f├╝r laufende Behandlungen muss mit dem aktuellen und im Falle eines Wechsels dem zuk├╝nftigen Versicherungsunternehmen abgesprochen werden.

Vertragsvorbehalt

Die private Krankenversicherung muss den Vertrag ihrerseits best├Ątigen, damit der Versicherungsschutz beginnt. Der Vollzug ist meist an die Zahlung des ersten Beitrags gebunden. Der Antrag zur Aufnahme in die PKV, den der Versicherte vor Versicherungsabschluss stellt, ist nicht gleichbedeutend mit einem Versicherungsabschluss. Er kann daraus keinen Leistungsanspruch ableiten.

Wartezeiten f├╝r bestimmte Leistungen

Nicht alle Leistungen der PKV k├Ânnen gleich vom ersten Versicherungstag an in Anspruch genommen werden. H├Ąufig z├Ąhlen dazu Leistungen aus der Zahnmedizin oder bei einem station├Ąren Aufenthalt.

Die Wartezeiten k├Ânnen zwischen 3 Monaten und mit gestaffelten Leistungszuw├Ąchsen innerhalb der Frist bis zu 2 Jahren betragen. Die genauen Regelungen beschreibt der Versicherungsvertrag.

Wie hoch sollte die Deckungssumme der privaten Krankenversicherung sein?

Die private Krankenversicherung ist eine Kostenversicherung. Sie funktioniert nach dem Prinzip der Kostenerstattung. Der Versicherte legt die Kosten f├╝r seine medizinische Behandlung aus und bekommt sie im Nachhinein vom Versicherungsunternehmen zur├╝ckerstattet.

Vor diesem Hintergrund ist keine Deckungssumme n├Âtig. F├╝r die Entscheidung der Absicherung spielen die ├╝bernommenen Kosten dennoch eine Rolle.

  • Welcher Satz aus der Geb├╝hrenordnung f├╝r ├ärzte wird ├╝bernommen?
  • Welcher Satz aus der Geb├╝hrenordnung f├╝r Zahn├Ąrzte wird ├╝bernommen?
  • Wie hoch sind ggf. die Leistungen von Krankentagegeld und Krankenhaustagegeld und wie lange wird es gezahlt?

Nach welchen Faktoren wird der Beitrag zur privaten Krankenversicherung berechnet?

Die private Krankenversicherung bezieht ihre Beitragskalkulation aus verschiedenen, teils individuellen, teils demografischen Grundlagen und Daten.

Dazu z├Ąhlen u.a.

  • Das Eintrittsalter bei Versicherungsbeginn: Je geringer das Alter, desto niedriger in der Regel die Beitr├Ąge
  • Vorerkrankungen und daraus resultierender Risikozuschlag: Es gelten fest vorgeschriebene Krankheitsbilder zur Risikobewertung
  • Leistungsaufkommen im Tarif und demografische Zusammensetzung der Versicherten innerhalb eines Tarifs
  • Leistungsumfang in den Versicherungsleistungen
  • Umfang anrechnungsf├Ąhiger Altersr├╝ckstellungen (nur bei einem Wechsel)

Welchen Nutzen hat ein Vergleich der privaten Krankenversicherung f├╝r mich?

Der Vergleich stellt alle relevanten Tarife einander gegen├╝ber. Gerade in der Vielfalt der Tarife zur privaten Krankenversicherung ist eine transparente und aussagekr├Ąftige Gegen├╝berstellung grundlegend wichtig f├╝r eine sinnvolle Tarifentscheidung.

Ist es m├Âglich, den Versicherungsschutz und die Versicherungsbeitr├Ąge flexibel an meine Bed├╝rfnisse anzupassen?

Im Rahmen der privaten Krankenversicherung kann der Versicherte von der Vertragsfreiheit f├╝r Versicherungsabschl├╝sse profitieren. Wie oben beschrieben, kann die Versicherung individuell zusammengestellt werden.

Das gilt bei einem Neuabschluss ebenso, wie bei einem Wechsel.

Kann ich die Versicherungsbeitr├Ąge von der Steuer absetzen?

Die Beitr├Ąge zur privaten Krankenversicherung als Krankenvollversicherung k├Ânnen im Rahmen von Vorsorgeaufwendungen anteilig steuerlich geltend gemacht werden.

Zugrundegelegt wird der sogenannte Basistarif. Die Beitr├Ąge, die dar├╝ber hinaus gehen, dienen in der Regel einem Leistungsanspruch f├╝r besondere und zus├Ątzliche Behandlungsmethoden oder medizinische Leistungen. Sie sind nur bedingt absetzbar oder m├╝ssen selbst entrichtet werden.

Die Abzugsm├Âglichkeiten werden als Sonderausgaben geltend gemacht.

Worauf muss ich bei der K├╝ndigung meiner privaten Krankenversicherung achten?

Vergleichen24 l PKVNachweis einer Folgeversicherung

Die K├╝ndigung darf vom aktuellen Versicherungsunternehmen nur dann anerkannt werden, wenn eine g├╝ltige Nachfolgeversicherung vorgelegt wird, die sp├Ątestens am Tag nach dem letzten Versicherungstag beim aktuellen Unternehmen beginnt – also l├╝ckenlosen Versicherungsschutz gew├Ąhrleistet.

Pr├╝fung der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Kasse

Tritt auf Grund des Einkommens oder der Besch├Ąftigungssituation die Sozialversicherungspflicht ein, muss auf dieser Grundlage die K├╝ndigung zum n├Ąchstm├Âglichen Zeitpunkt erfolgen und ein ├ťbertritt in die Sozialversicherung vollzogen werden.

Worauf muss ich bei einem Wechsel meiner privaten Krankenversicherung achten?

Altersr├╝ckstellungen

Die Mitnahme von Altersr├╝ckstellungen kann je nach Sachlage nur unter Anrechnung auf den Grundtarif erfolgen. Hier kann es bei einem Wechsel zu einem anderen Versicherungsunternehmen zu Verlusten kommen. Das muss vor einem Wechsel gepr├╝ft werden, um sicherzustellen, dass durch Tarifeinsparungen entsprechende Verluste ausgeglichen werden k├Ânnen.

Leistungsanpassungen nach Vorerkrankungen

Nach einem Wechsel (auch und besonders beim gleichen Versicherungsunternehmen) kann auf verschiedene Leistungen verzichtet werden, wenn dadurch neue Untersuchungen zur Risikobewertung anfallen w├╝rden. Nutzen Sie diese M├Âglichkeit zur Anpassung der Beitr├Ąge.

Erh├Âhte Tarife nach einem Wechsel beim gleichen Unternehmen, m├╝ssen nur f├╝r bis dahin noch nicht versicherte Leistungen akzeptiert werden.

Vorteile einer privaten Krankenversicherung sind:

  • Die Anpassung der Versicherungsleistungen an die individuellen Bed├╝rfnisse
  • Die Berechnung der Beitr├Ąge unabh├Ąngig vom Einkommen
  • Bereits mitversicherte Zusatzleistungen, die weit ├╝ber die Grundversorgung hinausgehen
  • F├╝r Beamte eine g├╝nstige Komplettversicherung, die die Beihilfe gezielt erg├Ąnzt

Welche Nachteile hat eine private Krankenversicherung?

Die PKV muss regelm├Ą├čig auf Aktualit├Ąt ihrer Beitr├Ąge ├╝berpr├╝ft werden. Durch Tarifwechsel m├╝ssen regelm├Ą├čig Anpassung im Versicherungsschutz erfolgen, um die Beitr├Ąge niedriger zu halten.

Ein einfacher Wechsel zur├╝ck in die gesetzliche Absicherung ist je nach Sachlage nicht h├╝rdelos m├Âglich. Die Absicherung in der privaten Krankenversicherung sollte vor diesem Hintergrund solide geplant werden.