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Bootsversicherung

Warum lohnt sich der Abschluss einer Bootsversicherung?

Vergleichen24 | BootsversicherungGanz gleich, ob kleines Segelschiff, Motorboot, Jet-Ski oder Luxusyacht, wer sich den Traum von einem eigenen Boot erfĂŒllt, der kann auf dem Fluss, dem See oder dem Meer die unbeschwerte Freiheit genießen. Wer mit einem Boot unterwegs ist, der ist aber auch einer Vielzahl von Risiken und Gefahren ausgesetzt, die ihm selbst oder anderen einen Schaden zufĂŒgen können. So kann das Boot beispielsweise mit einem anderen durch Fehlsteuerung kollidieren und dabei einen hohen Sach- und Personenschaden verursachen. Möglicherweise sinkt das Boot und muss sogar geborgen werden. Beim Betanken lĂ€uft Öl ins Wasser und muss von der Feuerwehr abgepumpt werden. Oder aber es wird bei einem Diebstahl die gesamte AusrĂŒstung entwendet oder die AußenwĂ€nde des Schiffs mit Graffiti beschmiert. Ein denkbares Schadensszenario ist auch, dass mit dem Boot auf dem Transportweg ins Winterlager ein Unfall passiert.

Mit dem Abschluss einer Bootsversicherung sind Sie auf der sicheren Seite: Ähnlich wie eine Kfz-Versicherung schĂŒtzt eine Bootsversicherung vor SchĂ€den, die Sie mit Ihrem Boot Dritten zufĂŒgen, sowie vor SchĂ€den, die am eigenen Boot entstehen. Somit beinhaltet eine Bootsversicherung in der Regel immer eine Haftpflichtversicherung und eine Kaskoversicherung, welche jeweils auf den individuellen Bedarf sowie die speziellen Risiken, die das Halten und FĂŒhren eines Bootes mit sich bringt, zugeschnitten sind. Im Gegensatz zur Kfz-Haftpflichtversicherung besteht fĂŒr die Bootsversicherung jedoch keine gesetzliche Verpflichtung. Jedem Eigner von Booten, die entweder mit Motor oder Segel angetrieben werden, ist jedoch eine Bootsversicherung unbedingt zu empfehlen. Die Kaskoversicherung lohnt sich vor allem fĂŒr EigentĂŒmer von neuen Booten, die hĂ€ufig unterwegs sind. Das Schadensrisiko eines Bootsunfalls ist nicht nur groß, im Schadensfall auch meist sehr teuer. Wer den Schaden nicht aus eigener Tasche zahlen möchte, sollte rechtzeitig eine Bootsversicherung abschließen.

ErgÀnzt werden kann der Versicherungsschutz der Bootsversicherung zum Beispiel um

  • eine Unfallversicherung fĂŒr die Insassen (teilweise in der Kaskoversicherung integriert)
  • eine Rechtsschutzversicherung fĂŒr das Boot
  • eine Krankenversicherung fĂŒr Langzeitsegler

 

Welche SchÀden sind im Rahmen einer Bootsversicherung mitversichert?

Nach allgemeinem VerstÀndnis umfasst eine Bootsversicherung zwei Versicherungsbereiche:

  • eine Haftpflichtversicherung fĂŒr SchĂ€den, die mit dem Boot gegenĂŒber Dritten verursacht werden und fĂŒr die SchadensersatzansprĂŒche gestellt werden
  • eine Teil- oder Vollkaskoversicherung fĂŒr eigene SchĂ€den am Boot des Versicherungsnehmers

Haftpflichtversicherung der Bootsversicherung

Die Haftpflichtversicherung der Bootsversicherung leistet dann Schadensersatz, wenn durch das Boot Dritten ein Schaden entsteht. Zum Versicherungsumfang gehören dabei folgende SchÀden:

  • SachschĂ€den, zum Beispiel an anderen Booten, Landungsstegen oder GrundstĂŒcken
  • PersonenschĂ€den, zum Beispiel bei Skippern oder GĂ€sten von anderen Booten. Teilweise versichert eine Bootsversicherung auch PersonenschĂ€den aus dem Ziehen von WasserskilĂ€ufern.
  • VermögensschĂ€den, die aus Sach- oder PersonenschĂ€den resultieren
  • UmweltschĂ€den, zum Beispiel auslaufendes Öl beim Betanken

Kaskoversicherung der Bootsversicherung

Die Kaskoversicherung der Bootsversicherung bietet dann Versicherungsschutz, wenn dem Versicherungsnehmer selbst ein Schaden am eigenen Boot entstanden ist. Zum Versicherungsumfang gehört dabei das Boot selbst sowie das sich darin befindliche, fest verbaute Inventar. Üblich ist es zudem, die sogenannten persönlichen Effekte mitzuversichern. Hierbei handelt es sich um gĂ€ngige GebrauchsgegenstĂ€nde auf einem Boot, zum Beispiel ein Fernglas, Sextant oder Kleidung.

Zwar gibt es bei der Bootsversicherung auch eine Unterscheidung in Teil- und Vollkaskoversicherung, diese unterliegt jedoch keiner allgemeingĂŒltigen Definition. Vielmehr sind es vertragliche Bestimmungen, die die Grenze zwischen einer Teilkasko und einer Vollkasko der Bootsversicherung ziehen. GrundsĂ€tzlich ist der Leistungsumfang einer Teilkaskoversicherung geringer. Diese deckt hĂ€ufig nur TeilschĂ€den und keinen Totalschaden ab. Und auch selbstverschuldete UnfĂ€lle sind in der Regel nicht Bestandteil einer Teilkasko.

Eine Vollkaskoversicherung der Bootsversicherung beinhaltet meist eine sogenannte Allgefahrendeckung. Das bedeutet, dass sĂ€mtliche SchĂ€den, die nicht explizit in der Police der Bootsversicherung ausgeschlossen werden, automatisch mitversichert sind. FĂŒr den Versicherungsnehmer stellt diese Allgefahrendeckung einen deutlichen Vorteil dar, da im Vorwege nicht unbedingt absehbar ist, aus welchem Grund sich ein Schaden ereignet.

Mögliche SchĂ€den, die ĂŒber die Kaskoversicherung der Bootsversicherung abgedeckt sind, können zum Beispiel sein:

  • Diebstahl, Vandalismus und Brandstiftung von Dritten
  • FolgeschĂ€den durch Konstruktions- und MaterialschĂ€den
  • Sturm, Regen, Hagel
  • Brand und Explosion
  • Blitzschlag (zum Beispiel ÜberspannungsschĂ€den)
  • Auf-Grund-Laufen, Kentern, Sinken, Stranden
  • Kollisionen mit stehenden oder schwimmenden GegenstĂ€nden
  • Mastbruch (Vollkasko)
  • selbst verschuldete UnfĂ€lle (Vollkasko)
  • Navigationsfehler, Bedienfehler

Zum Versicherungsumfang der Bootsversicherung (Haftpflicht und Kasko) gehören dabei nicht nur SchÀden, die auf dem Wasser oder am Hafen entstehen, sondern auch sÀmtliche

  • Transportwege auf der Straße oder der FĂ€hre (zum Beispiel zum Winterlager)
  • Aufenthalte im Winterlager oder in der Werft
  • das Slippen des Boots (ins Wasser lassen)
  • das Kranen des Boots (aus dem Wasser herausholen)
  • optional: Teilnahmen an Regatten

 

Was sollte ich beachten, bevor ich eine Bootsversicherung abschließe?

Vergleichen24 | BootsversicherungBevor Sie eine Bootsversicherung abschließen, sollten Sie sich erkundigen, ob diese fĂŒr Ihr jeweiliges Wasserfahrzeug ĂŒberhaupt notwendig ist: GrundsĂ€tzlich ist fĂŒr alle Boote, die nicht mit eigener Kraft, sondern mit einem Motor oder Segel angetrieben werden, eine Bootsversicherung sinnvoll. In dem Fall ist ein Abschluss einer Haftpflicht Bootsversicherung jedoch nur möglich, wenn Sie in Besitz eines gĂŒltigen Boots- beziehungsweise SegelfĂŒhrerscheins sind.

Dahingegen können Tretboote, Ruderboote, Kanus oder Paddelboote (ohne Antrieb) in der Regel ĂŒber die private Haftpflichtversicherung mitversichert werden. Auch Wasserfahrzeuge mit weniger als 15 PS sind meistens ĂŒber die Privathaftpflicht versicherbar. Sollte ein Boot nur fĂŒr eine kurze Zeit gemietet werden, ist im Mietpreis in der Regel bereits eine Bootsversicherung enthalten. Fragen Sie im Zweifel aber beim Vermieter des Boots nach. Wer ein Boot chartert und Passagiere befördert, der kann eine Skipper-Haftpflichtversicherung abschließen. Teilweise ist die Skipper-Haftpflichtversicherung auch im Versicherungsumfang einer Bootsversicherung inkludiert.

Ist eine Bootsversicherung fĂŒr Ihren Bedarf sinnvoll, dann sollten Sie vor dem Abschluss einer Bootsversicherung das jeweilige Fahrgebiet festlegen. Diese Information wird jede Bootsversicherung abfragen, da sie einen wichtigen beitragsbeeinflussenden Aspekt ausmacht. Fahrgebiete können beispielsweise deutsche BinnengewĂ€sser, FlĂŒsse oder Meere (Nord- und Ostsee) sein. Der Versicherungsschutz lĂ€sst sich auch auf das europĂ€ische Ausland ausweiten, zum Beispiel Bootsfahrten auf dem Mittelmeer oder dem Atlantik. Diese Regelung gilt jedoch in der Regel nur fĂŒr die Kaskoversicherung. Bei der Haftpflichtversicherung besteht in der Regel weltweiter Versicherungsschutz. Wer mit seinem Boot im Ausland fĂ€hrt, sollte zudem beachten, dass dort zum Teil andere Gesetze gelten und der Nachweis einer Bootsversicherung fĂŒr das Befahren von GewĂ€ssern verpflichtend ist, zum Beispiel in Spanien, Italien oder Griechenland. Nimmt der Bootseigner mit dem versicherten Schiff zudem regelmĂ€ĂŸig an Segelregatten teil, ist dies ebenfalls der Bootsversicherung mitzuteilen.

Weiterhin wird die Bootsversicherung weitere wichtige Daten zu Ihrem Boot vor einem Abschluss verlangen, zum Beispiel:

  • Name des Schiffes
  • Hersteller und Registriernummer
  • CE-Nummer
  • Motorleistung und Art des Motors
  • Baujahr
  • LĂ€nge, Breite, Tiefgang
  • Höchstgeschwindigkeit
  • Liegeplatz im Sommer und im Winter

Sollte Ihr Boot Besonderheiten aufweisen, wie beispielsweise einen Turbinenantrieb oder eine Motorleistung von ĂŒber 80 km/h, oder sollte es sich um ein spezielles Wasserfahrzeug, wie Jet-Ski oder Luftkissenfahrzeug handeln, sind diese Daten ebenfalls bei der Bootsversicherung anzugeben.

DarĂŒber hinaus mĂŒssen Sie vor dem Abschluss einer Bootsversicherung Angaben ĂŒber eine mögliche Vorversicherung oder eventuelle VorschĂ€den machen. Einige Anbieter bieten Ă€hnlich wie bei der Kfz-Versicherung sogenannte Schadensfreiheitsrabatte an. Ein Rabatt wird hĂ€ufig auch dann gewĂ€hrt, wenn das Wasserfahrzeug saisonal, zum Beispiel nur in den Sommermonaten, genutzt wird. Der jĂ€hrliche Beitrag der Bootsversicherung kann dann je nach Anbieter auf bis zu 20 Prozent reduziert werden.

Machen Sie sich zudem darĂŒber Gedanken, ob es sich lohnt, den Versicherungsschutz zu erweitern. So kann beispielsweise eine Insassen-Unfallversicherung abgeschlossen werden. Teilweise ist diese bereits im Leistungsumfang einer Kasko Bootsversicherung enthalten. Versichert im Falle eines Unfalls sind dann neben dem Eigner, auch der Skipper, die Crew sowie sĂ€mtliche GĂ€ste. Möglicherweise kann auch eine Boots-Rechtsschutzversicherung sinnvoll sein. Diese leistet bei rechtlichen Streitigkeiten, die im Zusammenhang mit dem Eigentum und dem Fahren von Booten stehen.

 

Welche Leistungen sind bei einer Bootsversicherung im Schadensfall mit inbegriffen?

Um Leistungen aus der Bootsversicherung zu beanspruchen, muss unterschieden werden, ob es sich um einen Eigen- oder einen Fremdschaden handelt. Ist Dritten ein Schaden entstanden, den der Bootseigner schuldhaft verursacht hat, handelt es sich um einen Fremdschaden, der vom Haftpflichtbereich der Bootsversicherung abgedeckt ist. In dem Fall ĂŒbernimmt die Bootsversicherung folgende Kosten, unabhĂ€ngig davon, wo der Schaden entstanden ist (weltweiter Versicherungsschutz):

  • die Kosten zur PrĂŒfung auf Berechtigung der Forderung, zum Beispiel mit einem SachverstĂ€ndigen
  • die Kosten zur Wiederherstellung und Reparatur bei SachschĂ€den, dazu gehören auch die Kosten zur Wrackbergung und -beseitigung
  • die Kosten zur Wiederherstellung der Gesundheit bei PersonenschĂ€den, zum Beispiel Therapie- und Behandlungskosten, Kosten fĂŒr Heil- und Hilfsmittel, Pflege- und Rentenzahlungen
  • die Kosten bei VermögensschĂ€den infolge eines Personen- oder Sachschadens
  • die Kosten zur Beseitigung von UmweltschĂ€den
  • die Kosten zur Abwehr von unberechtigten Forderungen, gegebenenfalls auch mit rechtlichen Mitteln (passiver Rechtsschutz)

Ist dem Versicherungsnehmer selbst ein Eigenschaden entstanden, wird die Kaskoversicherung der Bootsversicherung fĂŒr folgende Kosten bei SchĂ€den am Boot, am Inventar und an den persönlichen Effekten nach dem Prinzip „neu fĂŒr alt“ aufkommen. Beachten Sie hierbei, dass ĂŒber die Teilkasko weniger SchĂ€den versichert sind und prĂŒfen Sie genau Ihre Versicherungspolice:

  • bei TeilschĂ€den: die Kosten fĂŒr die Reparatur oder Ersatz ohne AbzĂŒge
  • bei TotalschĂ€den: die Kosten fĂŒr die Wiederbeschaffung. Ein Totalschaden liegt vor, wenn die Reparatur- oder Bergungskosten den Wiederbeschaffungswert des Boots ĂŒbersteigen wĂŒrden. Bei einigen Versicherern entfĂ€llt bei Totalverlust die Selbstbeteiligung.
  • die Bergungskosten
  • die Wrackbeseitigungskosten
  • die Entsorgungskosten

 

Welche Leistungen sind bei einer Bootsversicherung im Schadensfall nicht mit inbegriffen?

Weder fĂŒr den Haftpflicht- noch den Kaskobereich einer Bootsversicherung besteht ein Leistungsanspruch, wenn der Versicherungsnehmer den Schaden vorsĂ€tzlich verursacht hat. GrundsĂ€tzlich sind bei der Bootsversicherung auch SchĂ€den durch grobe FahrlĂ€ssigkeit ausgeschlossen. Einige Versicherer einer Bootsversicherung bieten jedoch an, diesen Leistungsausschluss mit der Klausel „Verzicht der Einrede auf grobe FahrlĂ€ssigkeit“ zu streichen. In dem Fall sind auch SchĂ€den durch kleine unbedachte Fehler, die versicherungstechnisch als grob fahrlĂ€ssig gelten, im Versicherungsumfang mit einer geringeren Deckungssumme mitversichert. Weiterhin sind folgende Leistungen beziehungsweise SchĂ€den nicht im Leistungsumfang einer Bootsversicherung inbegriffen:

  • SchĂ€den durch Verschleiß und Abnutzung
  • SchĂ€den durch Konstruktions- und Materialfehler
  • SchĂ€den durch gewöhnliche WitterungseinflĂŒsse, zum Beispiel Frost, Eis oder Hitze
  • SchĂ€den durch Streik und Krieg
  • SchĂ€den infolge von Fahren ohne gĂŒltigen BootsfĂŒhrerschein
  • SchĂ€den, die Insassen entstanden sind (sofern in der Bootsversicherung nicht automatisch eine Insassenversicherung enthalten ist)

 

Was sollte ich tun, wenn ein Schadensfall eintritt?

Vergleichen24 | BootsversicherungEntsteht Ihnen oder einem Dritten ein Schaden mit dem Boot, stehen Sie als Versicherungsnehmer zunĂ€chst in einer gesetzlichen Schadensminderungspflicht. Mit anderen Worten: Sie sind dazu verpflichtet, alles dafĂŒr zu tun, den Schaden so gering wie möglich zu halten. Das VerstĂ€ndigen eines Krankenwagens sollte bei einem schweren Personenschaden zum Beispiel selbstverstĂ€ndlich sein. Sollte beim Betanken des Motorboots Öl ins Wasser gelangen, mĂŒssen Sie dies der Feuerwehr melden. Weiterhin kann es sich lohnen, den Schaden anhand von Videos oder Fotos zu dokumentieren. Dieses Vorgehen erweist sich vor allem dann als sinnvoll, wenn die Schadensursache oder der Schadenshergang nicht eindeutig ist und von der Bootsversicherung angezweifelt werden könnte.

VerstĂ€ndigen Sie so schnell wie möglich nach Eintritt eines Schadens Ihre Bootsversicherung. In der Regel geben die Versicherer fĂŒr diese Schadensmeldung eine bestimmte Frist vor, die meist zwischen ein bis zwei Wochen betrĂ€gt. Erfolgen kann diese Meldung entweder telefonisch oder online ĂŒber ein Schadensformular, das meist auf der Internetseite des Anbieters der Bootsversicherung zu finden ist. Machen Sie hierbei wahrheitsgemĂ€ĂŸe Angaben zu folgenden Fragen:

  • Wann und wo hat sich der Schaden ereignet?
  • Um welche Art von Schaden handelt es sich (Eigen- oder Fremdschaden)? Sind Personen verletzt? Und wurden bereits SchadensersatzansprĂŒche geltend gemacht?
  • Was ist die Ursache beziehungsweise wer ist der Verursacher des Schadens?
  • Wie hoch ist das Ausmaß des Schadens (Teilschaden oder Totalverlust)? Entstehen zusĂ€tzliche Kosten, zum Beispiel durch Bergung?

Sollte es Zeugen geben oder sind Behörden, wie die Polizei oder Feuerwehr, eingeschaltet, sollten diese Informationen an die Bootsversicherung weitergegeben werden. Auch vorhandenes „Beweismaterial“ benötigt die Bootsversicherung.

In der Folge erfolgt eine eingehende PrĂŒfung der Bootsversicherung, bei der sie sich vorbehĂ€lt, den Schaden auch von einem SachverstĂ€ndigen prĂŒfen zu lassen. Sollte der jeweilige Anspruch berechtigt sein, dann wird die Bootsversicherung die Kosten zur Behebung des Schadens bis zur Höhe der vereinbarten Deckungssumme ĂŒbernehmen.

 

Wann setzt der Versicherungsschutz der Bootsversicherung ein?

In der Regel beginnt mit dem schriftlichen Abschluss einer Bootsversicherung auch automatisch der Versicherungsschutz fĂŒr die Haftpflicht- und Kaskoversicherung der Bootsversicherung. Mit einer Wartezeit muss der Versicherungsnehmer der Bootsversicherung nicht rechnen. Ein zeitlich spĂ€terer Beginn ist jedoch vor dem Hintergrund eines Anbieterwechsels nicht unĂŒblich und lĂ€sst sich problemlos vereinbaren.

Der Versicherungsschutz der Bootsversicherung besteht dann fĂŒr die Dauer der Laufzeit, die in der Versicherungspolice vereinbart wurde. Diese betrĂ€gt in aller Regel mindestens ein Jahr. Eine lĂ€ngere Bindung an den Versicherer mit einer lĂ€ngeren Laufzeit geht meist mit gĂŒnstigeren BeitrĂ€gen einher.

Sollte das Boot nur saisonal, zum Beispiel in den Sommermonaten, genutzt werden und befindet es sich wĂ€hrend der anderen Zeit nachweislich im Winterlager, kann mit dem Versicherer vereinbart werden, dass der Versicherungsschutz auf dem Wasser fĂŒr diese Zeit ruht. Zwar ist das Boot bei SchĂ€den im Winterlager versichert, sollte sich jedoch auf dem Wasser ein Schaden ereignen, besteht kein Anspruch auf Leistungen. FĂŒr diesen saisonalen Versicherungsschutz gewĂ€hren die meisten Anbieter einer Bootsversicherung spezielle Rabatte.

 

Wie hoch sollte die Deckungssumme der Bootsversicherung sein?

FĂŒr die Festlegung der Deckungssumme der Bootsversicherung muss grundsĂ€tzlich unterschieden werden zwischen dem Bereich Haftpflicht und dem Bereich Kasko. Demnach gilt es, zwei Deckungssummen fĂŒr die Bootsversicherung zu vereinbaren:

Haftpflichtversicherung der Bootsversicherung

Der Bootseigner haftet fĂŒr SchĂ€den, die Dritten entstehen, immer unbegrenzt und in voller Schadenshöhe. Dementsprechend hoch sollte die Deckungssumme kalkuliert werden. Beachten Sie zudem, dass es in LĂ€ndern, wie Italien und Spanien, eine Verpflichtung zur Bootshaftpflichtversicherung und dementsprechende Mindestdeckungssummen von (in Italien) fĂŒnf Millionen Euro fĂŒr PersonenschĂ€den und eine Million Euro fĂŒr SachschĂ€den gibt. GrundsĂ€tzlich werden Versicherungssummen von mindestens fĂŒnf Millionen Euro empfohlen, diese können je nach Risikopotential aber bei den meisten Anbietern auch höher vereinbart werden.

Kaskoversicherung der Bootsversicherung

Die Deckungssumme der Bootsversicherung fĂŒr den Kaskobereich wird dagegen individuell kalkuliert und orientiert sich an dem Wert des Boots, dem Inventar sowie den persönlichen Effekten. GĂ€ngiger Usus bei der Bootsversicherung ist es, eine sogenannte feste Taxe festzulegen. Diese feste Taxe ist der Markt- beziehungsweise Verkehrswert sĂ€mtlicher zu versichernden GegenstĂ€nde zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses. Diese Versicherungssumme gilt dann fĂŒr die Dauer der gesamten Vertragslaufzeit. Einige Versicherer bieten auch an, die feste Taxe nach einer bestimmten Zeit anzupassen.

 

Nach welchen Faktoren wird der Beitrag zur Bootsversicherung berechnet?

Bestimmt wird der Beitrag der Bootsversicherung grundlegend von der Höhe der Deckungssummen. Je höher diese gewÀhlt sind, desto höher wird auch die Beitragshöhe ausfallen. Weitere beitragsbeeinflussende Faktoren sind:

die Selbstbeteiligung bei der Bootsversicherung

Bei den meisten Anbietern ist in der Versicherungspolice eine Selbstbeteiligung inkludiert. Der Versicherungsnehmer muss im Schadensfall immer die Kosten bis zur Höhe der Selbstbeteiligung selbst tragen. Sollte diese hoch gewÀhlt sein, wirkt sich dies beitragsreduzierend aus. Unter bestimmten Voraussetzungen, zum Beispiel bei einigen SchÀden oder bei einer vorgegebenen Anzahl an schadensfreien Jahren, fÀllt diese hÀufig geringer aus oder entfÀllt komplett.

der Rabatte bei der Bootsversicherung

Viele Anbieter der Bootsversicherung gewĂ€hren einen Rabatt beziehungsweise eine Beitragssenkung um bis zu 40 Prozent, wenn der Versicherungsnehmer eine bestimmte Anzahl von schadensfreien Jahren nachweisen kann. Denkbar ist hierbei auch eine Reduzierung der Selbstbeteiligung bei gleichbleibendem Beitrag. Auch fĂŒr saisonal genutzte Boote wird in der Regel ein bestimmter Rabatt gewĂ€hrt.

der Leistungsumfang bei der Bootsversicherung

Je mehr Leistungen Sie beanspruchen, desto teurer wird auch die Bootsversicherung. So hat eine Vollkaskoversicherung höhere BeitrĂ€ge als eine Teilkaskoversicherung. Auch ein großes versichertes Fahrgebiet wird sich zu Lasten des Beitrags auswirken.

allgemeine ModalitÀten bei der Bootsversicherung

Einfluss auf den Beitrag nehmen zudem Faktoren, wie die Laufzeit, ZahlungsmodalitÀten oder Zusatzvereinbarungen.

 

Welchen Nutzen hat ein Vergleich der Bootsversicherung fĂŒr mich?

Da die Angebote einer Bootsversicherung auf dem Markt sowohl in der Beitragshöhe als auch im Leistungsumfang sehr variieren, sollte vor dem Abschluss einer Bootsversicherung ein umfassender Vergleich nicht versĂ€umt werden. Mit einem kostenlosen, unabhĂ€ngigen und ĂŒbersichtlichen Tarifrechner bietet sich eine gute Vergleichsmöglichkeit. Anhand Ihrer persönlichen Angaben und Ihres jeweiligen Bedarfs ermittelt dieser eine Vielzahl an passenden Tarifen, aus denen Sie dann eine Bootsversicherung wĂ€hlen können, die sowohl was Preis als auch Leistung betrifft, ĂŒberzeugt.

 

Kann ich die VersicherungsbeitrÀge von der Steuer absetzen?

Vergleichen24 | BootsversicherungUnterschieden werden muss bei der steuerlichen Absetzbarkeit der Bootsversicherung zwischen den beiden Bestandteilen der Bootsversicherung. Die Haftpflichtversicherung gilt analog einer Kfz-Haftpflicht als Vorsorgeaufwendung und kann als solche steuerlich geltend gemacht werden. Zu beachten sind jedoch die jĂ€hrlichen Höchstgrenzen, welche fĂŒr Angestellte 1.900 Euro betragen und fĂŒr SelbststĂ€ndige 2.800 Euro. ÜberprĂŒfen Sie, ob diese Grenzen nicht bereits fĂŒr andere Vorsorgeaufwendungen ausgeschöpft sind.

Anders verhĂ€lt es sich bei der Kaskoversicherung einer Bootsversicherung. Als reine Sachversicherung ist der Aspekt einer steuerlichen VergĂŒnstigung nicht gegeben. Sofern Sie fĂŒr die Bootsversicherung zwei BeitrĂ€ge zahlen, ist es einfach, den Beitrag fĂŒr die Haftpflichtversicherung geltend zu machen. Wird jedoch fĂŒr Haftpflicht- und Kaskoversicherung der Bootsversicherung nur ein Beitrag gezahlt, empfehlen wir, den Rat eines Steuerberaters einzuholen.

 

Worauf muss ich bei der KĂŒndigung meiner Bootsversicherung achten?

Die Bootsversicherung kann immer zum Ende einer Laufzeit gekĂŒndigt werden. Die KĂŒndigung teilen Sie Ihrem Versicherer in schriftlicher Form mit, eine Angabe von GrĂŒnden ist jedoch nicht notwendig. Beachten Sie jedoch die jeweilige KĂŒndigungsfrist. Bei den meisten Anbietern wird diese drei Monate betragen. VersĂ€umen Sie diese, wird sich die Police der Bootsversicherung in der Regel stillschweigend um ein weiteres Jahr verlĂ€ngern. Liegen besondere GrĂŒnde vor, wie eine Beitragserhöhung des Anbieters oder das Eintreten eines Schadensfalls, ist darĂŒber hinaus auch eine außerordentliche KĂŒndigung wĂ€hrend der Laufzeit möglich. Die Frist betrĂ€gt hierbei einen Monat. Wird das Boot verkauft, geht die Bootsversicherung automatisch an den KĂ€ufer ĂŒber. In dem Fall hat dieser aber ebenfalls ein außerordentliches KĂŒndigungsrecht.

 

Worauf muss ich bei einem Wechsel meiner Bootsversicherung achten?

Ein gĂŒnstiger Zeitpunkt fĂŒr den Wechsel einer Bootsversicherung ist immer dann, wenn der bestehende Tarif der Bootsversicherung kĂŒndbar ist. So ist ein zeitlich lĂŒckenloser Übergang gewĂ€hrleistet, ohne dass Sie doppelte BeitrĂ€ge zahlen mĂŒssen. Ein Wechsel lohnt sich vor allem dann, wenn der neue Tarif bessere Konditionen, zum Beispiel im Hinblick auf die Beitragshöhe und/ oder den Leistungsumfang bietet. Mit einem kostenlosen Tarifrechner lassen sich die verschiedenen Tarife optimal miteinander vergleichen.

 

Welche Vorteile hat eine Bootsversicherung?

Mit dem Abschluss einer Bootsversicherung gehen fĂŒr den Bootseigner folgende Vorteile einher:

  • Die Bootsversicherung bietet einen maßgeschneiderten Versicherungsschutz, der er im Leistungsumfang individuell auf die BedĂŒrfnisse und das jeweilige Risikopotential angepasst werden kann. Mitversichert sind zum Beispiel auch Wrackbeseitigungs- und Bergungskosten.
  • Die Bootsversicherung bietet Schutz gegen eine Vielzahl von Eigen- und FremdschĂ€den, die mit dem Boot passieren können.
  • Die meisten Versicherer bieten einige Rabattmöglichkeiten, zum Beispiel bei schadensfreien Jahren oder bei saisonal genutzten Booten.
  • Anders als bei einer „normalen“ Kaskoversicherung sind auch sogenannte persönliche Effekte (und damit nicht nur das fest installierte Inventar) mitversichert.

 

Welche Nachteile hat eine Bootsversicherung?

Sofern Sie sich fĂŒr einen Tarif der Bootsversicherung entschieden haben, der speziell auf Ihre AnsprĂŒche, die Art der Nutzung und Ihr Risikopotential zugeschnitten ist, gibt es keine konkreten Nachteile mit dem Abschluss einer Bootsversicherung.